Universitärer Studiengang

Der MBA-Insurance wird von der Universität Leipzig angeboten und ist an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät verortet. Koordiniert und durchgeführt wird das Programm vom Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig (IfVW).
 
Als ein universitärer MBA-Studiengang mit Fokus auf die Versicherungswirtschaft bietet das Programm eine wissenschaftlich fundierte und zugleich anwendungsorientierte Grundlage für das Management in Versicherungsunternehmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen (z.B. Unternehmensberatungen, Finanzdienstleister, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und IT-Unternehmen). Dabei verbindet es in einzigartiger Weise Grundlagenthemen der Versicherungswirtschaft (wie Strategisches Management, Rechnungswesen, Controlling, Marketing, Personal etc.) und aktuelle Managementherausforderungen (wie Digitalisierung, Change Management usw.), denen sich die Branche stellen muss.
 
Erfolgreichen Absolventen des Studiengangs wird von der Universität Leipzig der akademische Grad „Master of Business Administration“ (MBA) verliehen.
 
Die Ausbildung ist im Vergleich zu alternativen Qualifizierungsmöglichkeiten auf ähnlich hohem Niveau – wie bspw. einer Promotion – inhaltlich und methodisch praxisorientierter, bezüglich des Zeitrahmens straffer und somit für die Teilnehmer und ihre Arbeitgeber planbarer gestaltet.
 

Aktuelle Fragestellungen

Neben relevanten Grundlagen werden den Studierenden aktuelle Fragestellungen näher gebracht, um sich zukunftsweisend stetig neuen Herausforderungen stellen zu können. Insbesondere der digitale Wandel hat die Versicherungswirtschaft erreicht und bietet Versicherern neue Möglichkeiten. Kommunikation, Vertragsabschlüsse und Leistungsabwicklung über digitale Kanäle können Prozesse beschleunigen und verbessern, so dass Versicherer eine neue Beziehung zu ihren Kunden aufbauen können. Smart Data macht es möglich, neue Ansatzpunkte zu schaffen. Das Versicherungsunternehmen kann sich als Partner in ganzen Lebensbereichen etablieren, so zum Beispiel als rundum-Sicherheitsanbieter in einem Smart Home. Gleichzeitig werden Versicherer durch digitale Konkurrenz herausgefordert. InsurTechs nutzen sich bietende Lücken, um mit digitalen Innovationen an Punkten der Wertschöpfungskette anzusetzen. In der Folge sind Versicherungsunternehmen gefordert, selbst Innovationen zu schaffen, die sich in das Gesamtbild eingliedern lassen.  Doch der voranschreitenden Digitalisierung steht die neue EU-Datenschutzgrundverordnung entgegen, die ein einheitliches Datenschutz-Niveau innerhalb der europäischen Union zum Ziel hat. Es wird sich zeigen, ob sich dies für Versicherungsunternehmen zum Wettbewerbsvorteil entwickelt oder eher durch umfassende Auflagen den Fortschritt hemmt. Insgesamt muss die Branche zudem gegen das noch immer etablierte Image kämpfen, zu traditionell und nicht ausreichend kundenfreundlich zu sein. Strukturen müssen sich wandeln, insbesondere die Kommunikation und den Vertrieb betreffend. Innovative Ansätze können hier Image-fördernd wirken. Sich ergänzend zu den benötigten Grundlagen mit diesen aktuellen Themen auseinanderzusetzen bietet den Studierenden für ihre zukünftige Karriere bedeutende Vorteile.