Nachfolgend finden Sie die Newsletter vergangener Jahre im Überblick:

Newsletter 2017
Dezember

Rückblick: 9. Vertriebskonferenz

Am 7. November 2017 veranstaltete das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig die 9. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ in Köln. Professor Dr. Fred Wagner, der die Veranstaltung moderierte, konnte dazu knapp 80 Teilnehmer im Veranstaltungsbereich des Hotels Pullman Cologne begrüßen. …weiterlesen

Rückblick: Alumni-Treffen am 17. Mai 2017

Am Montag, dem 17. Mai 2017, fand das bereits 10. Alumni-Treffen statt. Abweichend von der Tradition fand es in diesem Jahr im feierlichen Rahmen des Jubiläumssymposiums „20 Jahre Versicherungslehre in Leipzig“ statt; eingebettet in die Abendveranstaltung. Neben den 42 teilnehmenden Absolventen waren so auch weitere Besucher aus Wissenschaft und Praxis anwesend, darunter einige aktuelle Masterstudierende, die der Einladung des Instituts folgten. Sie nutzten die Möglichkeit, sich mit den Absolventen über ihre Erfahrungen auszutauschen und Kontakte aufzubauen. …weiterlesen

Rückblick: Jubiläumskonferenz am 17. Mai 2017

Ebenfalls am 17. Mai 2017 veranstaltete das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. ein Symposium anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig, zu dem Prof. Dr. Fred Wagner etwa 140 Besucher im Steigenberger Grandhotel begrüßte. Auf dem Jubiläumssymposium trugen – neben Prof. Wagner als Lehrstuhlinhaber – ausschließlich ehemalige Doktoranden, Absolventen in den Diplom- und Masterstudiengängen, Absolventen des MBA-Insurance und Leipziger Mitarbeiter zu aktuellen Branchenthemen vor. …weiterlesen

Veröffentlichung der zweiten Auflage der Gabler Versicherungslexikons

Nach langer und intensiver Arbeit war es in diesem Jahr nun endlich soweit – die zweite Auflage des Gabler Versicherungslexikons wurde veröffentlicht. Es ist ein fachlich höchst fundiertes Werk entstanden, welches sich zudem durch Leserfreundlichkeit und Verständlichkeit auszeichnet. Die neue Auflage beinhaltet 55 Sachgruppen mit insgesamt 3.400 Stichworten und noch mehr Querverweisen als die erste Auflage. So werden die vielschichten Zusammenhänge noch weiter verdeutlicht. Dieses Werk bietet jedem in der Assekuranz oder einer benachbarten Branche tätigen Wissenschaftler oder Praktiker einen hohen Mehrwert im Alltag. Gerne können Sie die zweite Auflage des Gabler Versicherungslexikons hier erwerben.

Rückblick: Unser Hauptseminar im Sommersemester 2017 - Ein Rückblick

Wie in jedem Semester, bietet der Lehrstuhl für Versicherungslehre seinen Bachelor- und Masterstu-dierenden eine Reihe von Fachvorträgen, die im Rahmen der Hauptseminarveranstaltungen von füh-renden und hochkarätigen Referenten der Versicherungsbranche vorgetragen und mit dem Plenum diskutiert werden. Im Rahmen des Hauptseminars fand auch eine Exkursion mit den Studierenden nach München statt. Dort besuchten wir die Unternehmen Ernst and Young Wirtschaftsprüfung GmbH und Hiscox. Die Übersicht der Vortragsthemen finden Sie hier.  

Neues vom MBA-Programm

18 MBA-Studierende starteten Mitte Juni  in die achte Durchführungsrunde des  Studiengangs Master of Business Administration Versicherungsmanagement. Vor Beginn des ersten Moduls stand zunächst ein Kennenlernabend in gemütlicher Runde an, bevor am 19. Juni der erste zweiwöchige Block zum Thema  „Unternehmensführung“ eröffnet wurde.

Ankündigung: Unser Hauptseminar im Wintersemester 2017/2018

Seit nunmehr über zwanzig Jahren verfolgt unser Institut eine praxisbezogene Forschung und Lehre. Mit unserem Lehrangebot wollen wir unseren Studierenden eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen. Unter anderem mit unserer Hauptseminarreihe über „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“ füllen wir diesen Anspruch mit Leben.

Wir freuen uns, dass wir für unsere kommende Hauptseminarreihe folgende namhafte Referenten gewinnen konnten:

  • Gunter Lescher, Partner Financial Services, PWC GmbH
  • Bernd Knof, COO und Geschäftsführer, Marsh GmbH
  • Thorsten Krüger, Mitglied des Vorstands, Volkswagen Autoversicherung AG
  • Harald Christ, Mitglied des Aufsichtsrats, Ergo Versicherung AG
  • Jens Hasselbächer
  • Christian Dyballa, Head of Risk Management Insurance, Capgemini
  • Ben Rubin, Executive Vice President, Director Capital Markets, Axis Re
  • Michael Johnigk, Mitglied der Vorstände der Signal Iduna Gruppe
  • Andreas Jahn, Vorstand Sparkassenversicherung
  • Gerd Kaiser, Geschäftsführer, Daimler Insurance Services

Eine finale Übersicht zu den Referenten und den diskutierten Themen finden Sie gern hier. Studierende anderer Fachrichtungen und Gäste aus der Praxis sind zu den Seminaren herzlich will-kommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich vor den jeweiligen Sitzungen bei Frau Kristina Zentner (kristina.zentner(at)ifvw.de) anmelden.

Ankündigung: Vorlesungstag am 08. März 2018

Am Donnerstag, den 8. März 2018 veranstaltet unser Institut unter fachlicher Leitung von Herrn Prof. Wagner den 18. Vorlesungstag. Unser Vorlesungstag bietet seinem breitgefächerten Publikum ein Forum, um die aktuellen Themen aus wissenschaftlicher sowie aus praktischer Sicht zu diskutieren. Gerne finden Sie die Agenda hier.

Ankündigung: künftige Veranstaltungstermine zum Vormerken

Gerne teilen wir Ihnen schon jetzt unsere Veranstaltungstermine für das Jahr 2018 mit, sofern diese feststehen:

07. März 2018: Alumni-Treffen

08. März 2018: Vorlesungstag

09. März 2018: Uni-Update

20. Juni 2018: Lebensversicherungskonferenz

06. November 2018: Vertriebskonferenz

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei unseren kommenden Veranstaltungen als Teilnehmer begrüßen dürfen.

Newsletter 2016

Oktober
Rückblick: Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung

Unser Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig veranstaltete am 24.05.2016 die nun dritte Konferenz der Reihe „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“. 60 Teilnehmer folgten der Einladung ins Pullman Hotel in Köln, um sich hinsichtlich der bedeutenden Entwicklungen und den damit verbundenen Herausforderungen, vor denen die Lebensversicherung seit einiger Zeit steht, auszutauschen und vielfältige Lösungsansätze aufzuzeigen.

Eröffnet und moderiert wurde die Veranstaltung traditionell von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand am IfVW und Inhaber des Lehrstuhls für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig.

Den ersten Vortrag hielt Herr Hermann Schrögenauer, Vorstand Vertrieb Leben bei der Zurich Gruppe Deutschland, zum Thema „Auswirkungen des LVRG auf die Vergütungsmodelle“. Zunächst zeigte Herr Schrögenauer gelungen die Rahmenbedingungen des LVRG auf und veranschaulichte die Auswirkungen für die Lebensversicherung. Anschließend zeigte Herr Schrögenauer kritisch auf, wie die Zurich Gruppe den Konsequenzen begegnet und welche Auswirkungen dies auf die Tarife hat. Im anschließenden Diskurs wurden die viel zu komplexen und trägen Strukturen in Versicherungskonzernen und die damit verbundenen Herausforderungen durch die steigende Konkurrenz durch Fintechs thematisiert.

Im zweiten Veranstaltungsblock wurden die Themen Transparenz und Reputation in der Versicherungsbranche diskutiert. Herr Axel Kleinlein referierte zunächst zum Thema „Transparenz in der Lebensversicherung – Status quo und Handlungsfelder“. In seiner Funktion als Vorstandssprecher des Bund der Versicherten e.V. erläuterte er zunächst die Transparenz als Handlungsfeld im Verbraucherschutz. Anschließend unterlegte Herr Kleinlein seine Argumente mit konkreten Beispielen zur Intransparenz in Versicherungsbedingungen.

Alsdann stellte Herr Christoph Hardt, Mitglied der Geschäftsführung des GDV, den Newsroom des Gesamtverbandes vor, dessen Zielsetzung es ist, durch eine moderne Kommunikationsplattform zu einer „Optimierung von Reputation und Attraktivität der Lebensversicherung“ beizutragen. Herr Hardt zeigte sehr anschaulich die strategischen Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Kommunikationspolitik des Verbandes auf und illustrierte diese mit aktuellen Kampagnenschwerpunkten.

Herr Peter Schneider, Geschäftsführer der Morgen & Morgen Group GmbH, referierte zu dem Thema „Neue Garantiemodelle in der Lebensversicherung – Fluch oder Segen?“ und erläuterte hierfür zunächst alle bisher bestehenden Garantiemodelle und deren Veränderungen, die mit dem Wandel im Marktumfeld einhergingen. Zudem brachte er das Beispiel der Universal Life Versicherung, die sich im amerikanischen Raum bereits etabliert hat, in Deutschland bisher aber nur von einem Versicherer angeboten wird. Prinzipiell besteht in dem schwierigen Marktumfeld eine noch größere Notwendigkeit die Kundenbedürfnisse genauer zu erfragen und das Sparen attraktiver zu gestalten.

Auch die Digitalisierung war Gegenstand in der Vortragsreihe zu den „Aktuellen Entwicklungen in der Lebensversicherung“. So sprach Herr Dr. Alf Neumann über die „Lebensversicherung im Spannungsfeld von Digitalisierung und Regulierung“. Er betonte, dass die Lebensversicherung gerade in Niedrigzinsphasen von großer Bedeutung ist, da nun noch mehr gespart werden muss, um der Altersarmut vorzubeugen. Chance-Risiko-Klassen und Effektivkosten sollen dabei die Transparenz und den Mehrwert für den Kunden erhöhen.

Frau Dr. Susanne Claßen knüpfte an die Aussagen von Neumann bezüglich der neuen Chancen der Kanalvielfalt im Vertrieb an und hielt einen differenzierten und aufschlussreichen Vortrag zum Thema „Digitalisierung und Vertrieb von Lebensversicherungsprodukten – Anforderungen an die Versicherungsvertreter und deren Produktgeber“. Sie erläuterte detailliert das veränderte Kommunikationsverhalten des Kunden und die hieraus resultierenden Herausforderungen. Den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen ist ein vorrangiges Ziel, aber auch am schwierigsten in seiner Erfüllung.

Abgerundet wurde der Konferenztag durch Herrn Dr. Marco Arteaga und seinen Beitrag zum Betriebsrentenstärkungsgesetz. Nach einer Erläuterung der Ausgangslage stellte er die Reformvorschläge von Hanau/Arteaga mit Fokus auf die Potenziale des Tarifvertrages, die reine Beitragszusage, das Spannungsfeld von Garantie und Kapitalanlage und die Konvertierung bestehender Zusagen vor. So bot Herr Arteaga einen Einblick in zukünftige Reformen und hiermit einhergehende Veränderungen.


Rückblick: Hauptseminar 'Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft' im Sommersemester 2016

Zum Auftakt der vergangenen Hauptseminarreihe am 08. Juni 2016, begrüßte das Institut für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig e.V. Herrn Frank Edelmeier, Leiter des Geschäftsfelds Kraftfahrt Privat der AXA Versicherung AG, zu seinem Vortrag mit dem Thema „Aktuelle Herausforderungen und Zukunftstrends in der Kfz-Versicherung“. An den Vortrag schloss sich eine interaktive Diskussionsrunde zwischen Referent und Studierenden an. Nach einer kurzen Pause, referierte Dr. Sebastian Sieglerschmidt, Managing Director Allianz Digital Accelerator GmbH, über das Thema „Start-Ups in der Versicherungswirtschaft – Überblick, Entwicklungstendenzen und Erfolgsfaktoren“.

Zum zweiten Seminarveranstaltung am 17. Juni 2016 hieß Prof. Dr. Wagner, Herrn Thomas Korte, Transaction Insurance Partner EMEIA Financial Services der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, herzlich willkommen. Herr Korte hielt einen spannenden und lehrreichen Vortrag über „Die Due Diligence im Rahmen von Versicherungstransaktionen – Aufgabe, Risiken und Einfluss auf den Erfolg einer Transaktion“.

In der darauf folgenden Woche, am 22. Juni 2016, durfte das Institut gleich drei Referenten in der Gottschedstraße begrüßen. Den Anfang machte Herr Mario Hartmann, Product Head Professions & Speciality Commercial Hiscox Deutschland, mit seinem Vortrag zum Thema „Managerhaftung und D&O-Versicherung: Bestandsaufnahme und aktuelle Entwicklungen“. Im Anschluss daran gab Frau Sandra Klug, Abteilungsleiterin Marktwächter Finanzen Verbraucherzentrale Hamburg e. V., einen Einblick in die Tätigkeiten des „Finanzmarktwächter in Deutschland: Ziele und Aufgaben mit Fokus auf die Assekuranz“. Für einen gelungenen Abschluss des Tages sorgte Herr Dr. Joachim ten Eicken, Mitglied des Vorstands HDI Global SE, mit seinem Vortrag zum Thema „Transportversicherung: Herausforderungen und Potenziale“.

Die traditionelle Exkursion fand in diesem Semester am Ende der Hauptseminarreihe, dem 29. Juni 2016, statt und führte die Studierenden nach Köln. Dort wurden sie zunächst von Herrn Frank Feist, Hauptgeschäftsführer ROLAND Assistance GmbH, empfangen, der ihnen „Die Transformation des Geschäftsmodells Assistance am Beispiel der ROLAND Assistance“ anschaulich erläuterte. Nach der anschließenden Führung durch den Hauptsitz der Gesellschaft und einem kleinen Imbiss ging es weiter zur Gothaer Versicherungsbank VVaG. Dort wurden unsere Studierenden von Oliver Schoeller, Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer der Gothaer Versicherungsbank VVaG, begrüßt. In seinem Vortrag ging es um das Thema „Kundenreisen neu gestalten – Möglichkeiten der Digitalisierung“. Beim anschließenden Get-Together mit Kaffee und Kuchen, hatten die Studierenden noch Gelegenheit sich mit den Mitarbeitern vor Ort auszutauschen, bevor es wieder zurück nach Leipzig ging.


Neues vom MBA-Programm

Im Zeitraum vom 19. September bis zum 02. Oktober 2016 konzentrierten sich die MBA-Studierenden der siebten Durchführungsrunde wieder ganz auf ihr Studium. In den Räumen des Instituts für Versicherungswissenschaften der Universität Leipzig fand ihr viertes Hauptmodul statt.

In dem Modul „Finance and Risk Management“ wurden ihre Kenntnisse zum Risikomanagement vertieft und insbesondere auf das Kapitalanlagemanagement in der Theorie und in der Praxis eingegangen. In diesem Zusammenhang erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in das Geschäftsmodell der Lebensversicherung sowie die Funktionsweise des Rückversicherungs-geschäfts. Dazu zählte neben einer Einführung in die Verbriefung von Versicherungsrisiken auch das Geschäft des Alternativen Risikotransfers. In einer sich anschließenden Fallstudie mussten die Studierenden abschließend das Gelernte anwenden. Dazu erarbeiteten sie für ein fiktives Versicherungsunternehmen eine Strategie für eine (neue) Mittelfristperspektive und präsentierten diese dann allen Gruppen sowie den anwesenden Dozenten. Im Nachhinein stellten sie sich den kritischen Fragen.

Das Team der Dozenten bestand im vierten Hauptmodul aus Herrn Frank-Christian Corell, Frau Prof. Dr. Nadine Gatzert, Herrn Prof. Stefan Materne, Herrn Prof. Dr. Hato Schmeiser sowie Herrn Prof. Dr. Fred Wagner. Unterstützt wurde das Team durch praxisorientierte Vorträge renommierter Gastreferenten wie Herrn Jan Leiding, E & Y sowie Herrn Marko Hanke von der SV Sachsen Allgemeine Versicherung AG.

Im Anschluss an die Lehrveranstaltungen gönnten sich die Studierenden – bei Aktivitäten mit dem Institutsteam – eine Pause vom Lernstress. Nicht nur das traditionelle gemeinsame Mittagessen, sondern auch zwei sportliche Stunden im Bowlplay Leipzig rundeten die zwei Wochen ab und gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, den Studienalltag kurz zu vergessen.


Ankündigung: Hauptseminar im Wintersemester 2016/17

Seit nunmehr 20 Jahren verfolgt unser Institut eine praxisbezogene Forschung und Lehre. Mit unserem Lehrangebot wollen wir unseren Studierenden eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen. Unter anderem mit unserer Hauptseminarreihe über „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“ füllen wir diesen Anspruch mit Leben.

Wir freuen uns, dass wir für unsere kommende Hauptseminarreihe folgende namhafte Referenten gewinnen konnten:

Dr. Patrick Dahmen, Vorstand Vorsorge, AXA Konzern AG
Ulrich Wallin, Vorstandsvorsitzender, Hannover Rück SE
Christof W. Göldi, Vorstandsvorsitzender (CEO), Athene Lebensversicherung AG
York-Alexander Dornhof, Manager Market Unit Insurance, Capgemini Consulting
Dr. Andreas Freiling, Partner, EMEIA Insurance Leader, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Renko Dirksen, Mitglied des Vorstands, ARAG SE
Thorsten Nietz, Geschäftsführer, Finanz-Data GmbH
Stefan Imme, Vorstandsmitglied, VW Versicherung AG
Dr. Thomas Treptow, Mitglied des Vorstands, Kirchliche Zusatzversorgungskasse

Eine finale Übersicht zu den Referenten und den diskutierten Themen finden Sie gern hier.
Studierende anderer Fachrichtungen und Gäste aus der Praxis sind zu den Seminaren herzlich willkommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich vor den jeweiligen Sitzungen bei Herrn Simon Radstaak (simon.radstaak@ifvw.de) anmelden.


Ankündigung: 8. Vertriebskonferenz - 08. November 2016 in Köln

Wir würden uns sehr freuen, Sie auf der achten Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ am 08. November 2016 in Köln begrüßen zu dürfen.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen wieder die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Versicherungsvertrieb von renommierten Referenten und leitenden Persönlichkeiten aus der Assekuranz thematisiert werden. In drei spannenden Themenblöcken werden die drängenden Fragen rund um die „Regulierung“, die „Digitalisierung“ sowie zu den „Vertriebskanälen“ behandelt und diskutiert.

Traditionell moderiert Herr Professor Dr. Fred Wagner durch die Veranstaltung.

Folgende Referenten konnten wir für die Vertriebskonferenz 2016 gewinnen:

Ralf Berndt, Mitglied des Vorstands, Stuttgarter Lebensversicherung a. G.
Nils-Christoph Ebsen, Geschäftsführer, W&W Digital GmbH
Michael Eckstein, Geschäftsführer, 3m5. Media GmbH
Dominik Groenen, Founder & Managing Director, massUp GmbH
Frank Lamsfuß, Mitglied der Vorstände, Barmenia Versicherungen
Oliver Lang, Vorstand Versicherung, Investment, Marketing und Vertrieb, BCA AG und BfV Bank für Vermögen AG
Torsten G. Müller, Mitglied der Geschäftsleitung, Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland
Christian Mylius, Managing Partner, Innovalue Management Advisors GmbH
Stephan Schinnenburg, Mitglied des Vorstands, ERGO Beratung und Vertrieb AG
Falko Struve, Mitglied des Vorstands, Continentale Versicherungsverbund a. G.
Peter Vellenzer, Sales Director Germany, Austria & Switzerland, Hearsay Social

Das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie gern auf unserer Webseite.

Für alle Fragen rund um die Konferenz wenden Sie sich gern an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Ankündigung: künftige Veranstaltungstermine zum Vormerken

Gerne teilen wir Ihnen schon jetzt unsere Veranstaltungstermine für das Jahr 2016 und 2017 mit, sofern diese feststehen:

2016

08.11.2016 8. Vertriebskonferenz

2017

30.03.2017 17. Vorlesungstag an der Universität Leipzig
31.03.2017: Universitäts-Update Versicherungsbetriebslehre
17.05.2017: Jubiläumskonferenz: „20 Jahre Versicherungslehre in Leipzig“

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei unseren kommenden Veranstaltungen als Teilnehmer begrüßen dürfen.


April
Rückblick: 7. Vertriebskonferenz

Das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig veranstaltete am 02. Und 03. November 2015 die 7. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ in Köln. Herr Professor Dr. Fred Wagner, der auch die Veranstaltung moderierte, konnte dazu 65 Teil-nehmer im Veranstaltungsbereich des Hotels Pullman Cologne begrüßen.

Den Eröffnungsvortrag im ersten Konferenzblock „Omnichannel, Digitalisierung und Ausschließlich-keit“ hielt Herr Christian Mylius, Managing Partner der INNOVALUE Management Advisors GmbH zu „Kundenverhalten im digitalen Umfeld und Anforderungen an eine Omnichannelstrategie.“ Herr Mylius erläuterte, wie sich der Kunde im digitalen Umfeld bewegt und was die Versicherungsbranche daraus lernen kann. Dafür stellte er zunächst die neueste Innovalue-Studie „Digitization“ vor, aus der hervor-ging, dass die Mehrheit der Generation Y die Möglichkeiten der Online-Beratung bereits nutzt oder nutzen will. Diese Generation holt sich vor allem im eigenen Netzwerk Rat, schließt aber häufig noch beim Vertreter ab. Allerdings haben die Online-Kanäle stark aufgeholt. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Digitale Self-Services immer wichtiger werden und die Zahl der Anbieter stetig wächst. Das Ver-trauen in Bezug auf Datenschutz sei in der Versicherungsbranche am größten. Darüber hinaus wurden die Wege von der Information bis zum Abschluss verschiedener Altersgruppen untersucht. Fazit: Das Kundenverhalten ändert sich zunehmend, die Beratungsanforderungen steigen, die Nachfrage nach digitalen Angeboten nimmt zu und der Wettbewerb wird intensiver. Somit bietet die Digitalisierung viele Chancen und stellt die bisherige Organisationsstruktur auf den Prüfstand.

Anschließend referierte Herr Wolfgang Hanssmann, Mitglied des Vorstandes der Talanx Deutschland AG, zum Thema „Zukunftsperspektiven des Ausschließlichkeitsvertriebs“. Obwohl die Lobby der Ver-sicherungsunternehmen in Europa sehr einflussreich ist, stellen die regulatorischen Anforderungen zunehmend ein Hauptproblem für die Ausschließlichkeitsorganisationen dar. Mit der Bemerkung „Digi-talisierung ist kein Schnupfen und geht nicht so schnell wieder vorbei“, machte Herr Hanssmann da-rauf aufmerksam, dass digitale Medien inzwischen die häufigste Informationsquelle darstellen und sich die Form der sozialen Interaktion zunehmend verändert. Jeder Agent sollte einen eigenen Internetauftritt als „digitales Schaufenster“ haben, um vor allem jüngere Kunden zu gewinnen. „Eine starke Marke ist ganz wichtig für die AO“, darum muss der Agent von seinem Produktgeber unterstützt werden, um ein einheitliches Branding sicherzustellen. Auch Kundenbewertungen spielen eine wichtige Rolle, um im Internet gefunden zu werden und ein erfolgreiches Empfehlungsmarketing zu etablieren. Allerdings möchte der digitale Kunde trotzdem nach wie vor einen persönlichen Ansprechpartner haben. Außerdem sollten alle Produkte, die über den Direktvertrieb erhältlich sind, auch vom Agenten angeboten werden können. Abschließend thematisierte Herr Hanssmann noch die Vor- und Nachteile von angestellten Verkäufern als Zukunftsmodell.

Herr Dr. David Stachon, Vorstandsvorsitzender der Direct Line Versicherung AG, beschäftigte sich mit dem Thema „Zukunftsperspektiven des Direktvertriebs“. Deutschland sei ein Entwicklungsland in Be-zug auf den digitalen Versicherungsvertrieb. So wie der Kunde kommuniziert, sollte auch der Versi-cherer antworten und zwar ohne Medienbruch. Außerdem konstatierte Herr Stachon: „Der Kunde ge-hört Niemandem“. Nach seiner Ansicht wird digitales Marketing über das Internet in Zukunft die wich-tigste Rolle spielen. Dies erfordere aber neue Technologien und Schnittstellen zu modernen Front-End-Systemen. Herr Dr. Stachon stellte fest, dass der Wettbewerb durch Vergleichsportale weiter zunimmt, aber die Marktanteile der Direktversicherungen in Deutschland immer noch sehr gering sind. Dazu ging er auch auf mögliche Ursachen ein. Sein Fazit: Die Digitalisierung hat für den Vertrieb viel Potenzial, wird in Deutschland aber keine Revolution auslösen.

Nach der Mittagspause sprach Herr Jens Grote, Mitglied des Vorstands der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG zur „Digitalisierung im AO-Vertrieb“. Die verstärkte Nutzung von mobilen Endgeräten, vor allem außerhalb der normalen Öffnungszeiten der Versicherungsunternehmen, war die erste Kernbot-schaft. Der hybride Kunde ist zur wichtigsten Zielgruppe geworden und die Versicherer müssen rund um die Uhr erreichbar sein. Hinzu kommt der härtere Wettbewerb um digitale Kunden durch neue Markteilnehmer und z.B. Google. Laut Herrn Grote ist „die Nutzung von Social Media eine Riesen-chance“, muss aber professionell umgesetzt werden, um die Reputation nicht zu schädigen. Die Ent-wicklung neuer digitaler Serviceleistungen ist sehr teuer und wird durch komplexe Silostruktur in den Vertriebskanälen erschwert. Auch Herr Grote hob die Bedeutung von Kundenbewertungen als Instru-ment in den Vordergrund, um Vertrauen zu gewinnen. Die zentrale Fragestellung war: Wie kann Kun-denzufriedenheit gemessen werden und wie können die Erkenntnisse in die Unternehmensprozesse einfließen?

Herr Marco Gerhardt, Partner bei der INNOVALUE Management Advisors GmbH, eröffnete den zwei-ten Konferenzblock „Maklervertrieb“ mit einem Impulsvortrag zu den „Trends im Maklermarkt“. Dabei konstatierte er, dass der deutsche Versicherungsmarkt seit Jahren kaum wächst und eine Besserung nicht in Sicht sei. Herr Gerhardt ging auch auf die steigende Wettbewerbsintensität und Konsolidie-rung im Maklermarkt ein. Vor allem die Regulierung und das veränderte Kundenverhalten stellen für Makler eine große Herausforderung dar. Zudem wird die Digitalisierung zunehmend bedeutender, was er am Beispiel des Industriemaklers veranschaulichte.

Herr Richard Renner, Chief Financial Officer bei Aon Risk Solutions Deutschland, vertiefte anschlie-ßend das Thema „Konsolidierung des deutschen Maklermarkts aus Sicht eines internationalen Groß-maklers“. Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung gab er einen Überblick über den aktuellen Maklermarkt. Als Wachstumsfaktoren nannte er vor allem die Internationalisierung, Industrialisierung, Digitalisierung, Produktentwicklung und Spezialisierung. Herr Renner gab in seinem Fazit an, dass es in Deutschland noch viel Wachstumspotenzial gibt.

Den ersten Vortragstag rundete Herr Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender bei der Jung, DMS & Cie. AG, mit seinem Beitrag zu den „Wachstumsstrategien eines Maklerpools nach dem LVRG“ ab. Laut seiner Prognose wird der Maklermarkt durch Geschäftsaufgabe und fehlende Nach-folgeregelungen stark schrumpfen. Regulierung, Überalterung, Änderung des Kundenverhaltens und Digitalisierung sind laut Grabmaier die vier wichtigsten Trends für das Retail-Geschäft. Er zeigte an-hand verschiedener Studien, wie sich das Kundenverhalten ändert und welche Folgen absehbar sind. „Der Vermittler muss sich umstellen“, denn vor allem bei „einfachen“ Versicherungsprodukten bietet die Technologie zunehmend Unterstützung. Ein Beispiel dafür ist die Zunahme von mobilen Applikati-onen durch den Markteintritt neuer Fintech-Unternehmen. Dadurch sind auch konventionelle Versiche-rungsunternehmen dazu gezwungen, neue digitale Lösungen zu entwickeln, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Das abendliche Get-Together bot den Teilnehmern eine Plattform, die Themen des ersten Veranstal-tungstags in gemütlicher Atmosphäre noch einmal aufzugreifen und zu vertiefen.

Den zweiten Tag zum Konferenzblock „Regulierung“ eröffnete Herr Falko Struve, Mitglied des Vor-stands beim Continentale Versicherungsverbund a. G., mit seinem Vortrag zur „Weiterbildung von Versicherungsvermittlern – Herausforderungen und Zukunftsperspektiven“. Nach einer kurzen Unter-nehmensvorstellung gab er einen Überblick über die bisherigen gesetzlichen Regelungen einschließ-lich der entsprechenden Ziele und Herausforderungen. Besonderes Augenmerk legte Herr Struve auf den GDV-Verhaltenskodex und die neue Versicherungsvermittlerrichtlinie (IDD). Aufbauend auf der Aussage „Unsere Ausschließlichkeit kennt keine Vorgaben“ stellte er das unternehmensinterne Fort-bildungs- und Vergütungssystem vor. Die Vergütung der Agenten seines Hauses richte sich sowohl nach der Produktion als auch nach der Qualifikation. Aber auch für ungebundene Vermittler bietet die Continentale verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen. Herrn Struves Fazit: Qualität vor Quantität, die Weiterbildung sollte bedarfsgerecht sein und einen Mehrwert bieten und Verweigerer müssten entsprechend sanktioniert werden.

Direkt im Anschluss stellte Herr Dietmar Bläsing, Mitglied der Vorstände der Volkswohlbund Versiche-rungen, zum Thema „LVRG – Erste Erfahrungen und Entwicklungstendenzen bei der Vermittlervergü-tung“ vor. Sein Vortrag drehte sich um die Kernfrage „First Mover, first Loser?“. Zunächst fasste er die Regelungen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) kurz zusammen und gab einen Über-blick über die aktuellen Vergütungsmodelle sowie deren potenzielle Auswirkungen. Danach ging er auf die Leitplanken für das eigene Vergütungssystem ein. Herr Bläsing verdeutlichte, dass Bestands-pflege an Bedeutung zunimmt, da die Stornoquoten einen wesentlichen Einfluss auf die Vermittlerver-gütung haben. Mit der Frage „Diskutierst du noch über Provisionen oder machst du schon wieder Geschäfte?“ schloss er seinen Vortrag und regte das Plenum zum Nachdenken an.

Frau Tanja Brüggemann, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Geldwäscheprävention mbH und Herr Martin Kramer, Kriminalhauptkommissar beim Landeskriminalamt Düsseldorf, beleuch-teten die „Geldwäscheprävention in der Versicherungsvermittlung“. Nach einem einführenden Überblick über das Geldwäschegesetz und die aktuelle Situation in Deutschland, erläuterte Frau Brüggemann das Drei-Phasen-Modell des Geldwäscheprozesses und die Bedeutung für den Versicherungs-vermittler. Zu den von Geldwäsche potenziell besonders betroffenen Produktgruppen zählen insbe-sondere kapitalbildende Versicherungen. Frau Brüggemann stellte einige Zahlen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche in der Versicherungsbranche vor und ging anschließend auf die Pflich-ten der Vermittler sowie die aufsichtsrechtlichen Strukturen und Instrumente ein. Schließlich gab sie wichtige Hinweise, wie sich Vermittler und Produktgeber verhalten sollten, um die gesetzlichen Anfor-derungen zu erfüllen. Ihre wichtigste Botschaft: „Anfangen!“. Ergänzend stellte Herr Kramer seine prak-tischen Erfahrungen zur Geldwäsche anhand von realen Beispielen vor. Er verdeutlichte, dass der Vermittler als erste Präventionsebene die größte Verantwortung trägt, aber auch Versicherer und Mak-lerpools als zweite Präventionsebene ihre Kontrollen intensivieren müssen, um Haftungsfallen zu ver-meiden. Das Haupteingangstor für Geldwäsche in der Versicherungswirtschaft seien derzeit Geschäfte über Maklerpools.

Nach der Mittagspause widmete sich Herr Sönke Mißfeld, Vorstand der tecis Finanzdienstleistung AG, den „Konsequenzen aktueller Regulierungstendenzen für Vertriebsgesellschaften“. Zum Auftakt gab er einen Überblick über die bisherigen Regulierungsmaßnahmen, und er ging auf relevante Einfluss-faktoren für die Versicherungsbranche ein. Dazu gehören z.B. das Sparverhalten der Konsumenten, drohende Altersarmut, die Änderung der Vergütungssysteme und der steigende Anpassungsdruck für Vermittler. Herr Mißfeldt stellte den eigenen Produktmix vor und wies auf die notwendige Veränderung der Produktpalette hin. Besonders die Generation Y müsse für drohende Versorgungslücken im Alter stärker sensibilisiert werden; dafür sollte auch die Gewinnung junger Mitarbeiter eine bedeutendere Rolle spielen.

Herr Dr. Andreas Freiling, Partner und EMEIA Insurance Leader bei der Ernst & Young GmbH Wirt-schaftsprüfungsgesellschaft, beendete die 7. Vertriebskonferenz mit seinem Referat zum „GDV-Verhaltenskodex – Erfahrungen aus der Umsetzung und Prüfung“. Zunächst skizzierte Herr Dr. Freiling die Inhalte des Kodex sowie erste Ergebnisse der Prüfungen durch die Wirtschaftsprüfer, und er ging dann näher auf aktuelle Fragestellungen ein. Bisher werde hauptsächlich die Angemessenheitsprüfung durchgeführt, aber die flächendeckende Entwicklung zur Wirksamkeitsprüfung sei nicht aufzuhalten. Insgesamt gebe es noch einige Probleme bei der Umsetzung des Kodex und bei den Prüfungen, darum sei ein intensiver Dialog zwischen Wirtschaftsprüfer und Versicherungsunternehmen notwendig, um sinnvolle Lösungen zu finden.


Rückblick: 9. Alumni-Treffen am 29. Februar 2016

Am Montag, dem 29. Februar 2016 fand traditionell in den Räumlichkeiten der Wirtschaftswissen-schaftlichen Fakultät am Campus Augustusplatz der Universität Leipzig das bereits 9. Alumni-Treffen statt. Neben Absolventen verschiedener MBA-Durchführungsrunden und ehemaligen Studierenden der Diplomstudiengänge zählten auch einige aktuelle Masterstudierende zu den 45 Teilnehmern, die der Einladung des Instituts folgten und im Rahmen unserer jährlichen Veranstaltung die Möglichkeit nutzten, Erfahrungen nach dem Studium auszutauschen und ihr Netzwerk aufzubauen.

Nach einer ersten Begrüßung und der mittlerweile traditionellen Vorstellrunde startete Herr Prof. Dr. Fred Wagner mit einem Ergebnisbericht zur Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand – Hemmnisse und Potenziale zugunsten einer größeren Durchdringung“ die im Rahmen einer Koopera-tion der V.E.R.S. Leipzig GmbH sowie der R+V durchgeführt wurde. Neben einem Überblick zum Sta-tus Quo der bAV aus Sicht der befragten Unternehmen, wurden unterschiedliche Hemmnisse skizziert und bewertet sowie die von den Unternehmen bewertete Rolle des Opting-Out aufgezeigt. Im An-schluss sprach Frau Franziska Höhn, 67rockwell Consulting GmbH und Masterabsolventin des Lehr-stuhls für Versicherungslehre, zum Thema „(Produkt-) Komplexitätsreduzierung in der Versicherungs-wirtschaft“ und gab damit einen Einblick in ihr Masterarbeit. Hierbei präsentierte Frau Höhn einige Forschungs-ergebnisse der Studie, die im Rahmen ihrer Abschlussarbeit durchgeführt wurde. Neben einer grundsätzlichen Einführung zum Thema Produktkomplexität, wurden zwei wesentliche Ansatz-punkte zur Reduktion identifiziert und Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherstellung dieser skizziert. Während und nach den jeweiligen Vorträgen kam es daher zu einer angeregten und produktiven Dis-kussion zwischen den Referenten und dem Plenum.

Die Veranstaltung endete mit einer Einladung der Teilnehmer zum anschließenden Get Together in das „Cafe Madrid“.


Rückblick: 16. Vorlesungstag und Universitätsupdate 2016

Am 1. März 2016 lud unser Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig zum 16. Vorlesungstag in den AudiMax am innerstädtischen Campus Augustusplatz ein. Der Vorle-sungstag ist einer der wichtigsten Branchentreffs der Versicherungswirtschaft zum Austausch zwi-schen Wissenschaft und Praxis. Der Einladung zu diesem Kongress unter Moderation und fachlicher Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner, folgten annähernd 300 Branchenrepräsentanten, darunter viele Vorstände und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen und branchennahen Dienstleis-tern.

Eröffnet wurde der Vorlesungstag mit Begrüßungsworten von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand des Instituts für Versicherungswissenschaften, und einer Einführung in das Tagesprogramm. An-schließend begrüßte Herr Prof. Dr. Frank Schuhmacher, Prodekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Finanzwirt-schaft, die Teilnehmer und betonte die hohe Bedeutung des Vorlesungstags für den Austausch zwi-schen Assekuranz, angrenzenden Branchen und Praxis. Herr Prof. Dr. Schuhmacher hob Leipzig im Allgemeinen als Forschungsstandort mit einem dichten Hochschulnetz und die Universität Leipzig im Speziellen als zweitälteste Volluniversität hervor, die ihren Leitsatz „Aus Tradition Grenzen überschrei-ten“ stets verwirklicht.

Den fachlichen Teil des Vorlesungstags eröffnete Herr Christoph Schmallenbach, Vorstandsvorsitzen-der der AachenMünchener, mit einem aufschlussreichen Beitrag zum Thema „Transformation des Ge-schäftsmodells „Versicherung“: von der Tradition in neue Welten“. Die nachhaltigste Veränderung, neben dem verstärkten Wettbewerb, der Gesetzgebung und Herausforderungen im Vertrieb, ist nach Meinung von Herrn Schmallenbach im Verhalten der Kunden zu sehen, die ihre Erwartungen aus anderen Branchen auf die Assekuranz übertragen. Er stellte vier Thesen zur Transformation der Ver-sicherungsbranche und der Neupositionierung der Versicherungsunternehmen auf und würdigte jede kritisch. So sollte das gesamte Geschäftsmodell auf den Prüfstand gestellt, Komplexität abgebaut, Kundenzentrierung hervorgehoben und wesentlich mehr ausprobiert werden. Eine andere Fehlerkultur sei vonnöten, um mehr Innovation zu erreichen. Er griff seinen anfänglichen Leitsatz wieder auf und verwies darauf, dass es umso schwieriger sei, sich zu entwickeln, je größer der Erfolg in der Vergan-genheit war. Herr Schmallenbach rekapitulierte: „Wir müssen uns schnell verändern, aber wie wir uns verändern, muss individuell ausgestaltet werden.“

Herr Dr. Frank Grund, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, berichtete anschließend über erste Erfahrungen mit Solvency II. In seinem Vortrag legte er thematische Schwerpunkte auf die Aspekte Volatilität, Kapitalanlagen und Rechnungslegung. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld übt Einfluss auf die Volatiltät der SCR-Werte aus. Diese Volatilität wird laut Herrn Dr. Grund auch in Zukunft weiter ansteigen. Er betonte, dass aber nicht die Reduktion der Volatiltät als solcher, sondern vielmehr ein adäquater Umgang damit zielfüh-rend sei. Eine klare und offene Kommunikation sei auch im Vertrieb erforderlich. Besonderheiten im Bereich der Kapitalanlagen ergäben sich im Rahmen von Solvency II durch die Abschaffung der Anla-geverordnung und somit der Abschaffung pauschaler quantitativer Anlagerestriktionen. Es gelte nun ein Verhaltensstandard, der einen internen Anlagekatalog und individuelle, quantitative Grenzen, ba-sierend auf dem vom Unternehmen angestrebten Sicherheitsgrad, erfordere. Herr Dr. Grund setzte einen Fokus auf die Problematik des stark angestiegenen Engagements in Staatsanleihen, die nach dem Standardmodell als risikolos bewertet werden. Dieser Problematik solle jedoch im Rahmen der zweiten Säule von Solvency II entgegen gewirkt werden. Im Bereich der Rechnungslegung sei auch unter Solvency II das HGB für einen Teil der Berechnungen, wie der Mindestzuführung zu den RfB und der Zinszusatzreserve, relevant. Im Zusammenhang mit der Zinszusatzreserve und den hohen SCR-Anforderungen werde kritisiert, dass manche Unternehmen „eine Medizin verschrieben bekommen, die zu stark ist“. Herr Dr. Grund betonte, dass die BaFin gewillt sei mit den Versicherungsunternehmen zu kooperieren, allerdings bei einer Nicht-Einhaltung der Kapitalanforderungen auch gezwungen sei, mit ihrem umfangreichen Instrumentarium einzugreifen.

Im Rahmen des wissenschaftlich ausgerichteten Veranstaltungsblocks „Leipziger Forschung“ berichte-te Herr Daroslav Lazic, Doktorand und Geschäftsführer am IfVW, aus seinem Dissertationsprojekt zum Thema „Der Sparprozess in der klassischen Lebensversicherung: Perspektivwechsel als zukünf-tiger Erfolgsfaktor für das Geschäftsmodell Lebensversicherung“. Nach einem Überblick zur Funkti-onsweise einer klassischen Lebensversicherung, bestehend aus Spar- und Risikogeschäft, zeichnete er die Vorteile einer Lebensversicherung im Gegenzug zu reinen Sparprodukten auf. Hervorgehoben wurden dafür der Risikoausgleich im Kollektiv und in der Zeit sowie der komparative Vorteil im Modell des kollektiven Sparens. Der Sparprozess innerhalb der klassischen Lebensversicherung darf nach Herrn Lazic nicht als gewöhnlicher Sparprozess betrachtet werden, sondern vielmehr als Versicherung gegen Kapitalmarktrisiken. Seine Thesen belegt Lazic mit aussagekräftigem empirischem Datenmate-rial, das für Sparergenerationen der vergangenen 30 Jahre die Optimierung der Rendite-/Risiko-Position mittels einer Lebensversicherung gegenüber alternativen Anlagen für Zwecke der Altersver-sorgung, wie einem Aktienportefeuilles oder einer Anlage in den REXP, eindrucksvoll belegte.

Im stark zunehmenden Wettbewerb auf dem Versicherungsmarkt und mit damit verbunden hohen Anforderungen an die Kosteneffizienz ist es in der Assekuranz von hoher Bedeutung, den Komplexi-tätsgrad der Strukturen und Prozesse im Versicherungsunternehmen zu optimieren. Vor diesem Hin-tergrund hat die V.E.R.S. Leipzig GmbH unter Schirmherrschaft und persönlicher Mitwirkung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner und in konzeptioneller Zusammenarbeit sowie im Auftrag der zeb/rolfes.schierenbeck.associates GmbH eine empirische Studie zum „Komplexititätsmanagement in der Assekuranz – Treiber Optimierungspotenziale und zentrale Stellhebel für die Zukunft“ durchgeführt. Die Ergebnisse stellte Herr Prof. Dr. Wagner im Rahmen des 16. Vorlesungstag aus wissen-schaftlicher Sicht vor. Herr Philip Franck, Senior Manager von zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh, beleuchtete anschließend die Konsequenzen aus praktischer Beratersicht. So kritisierte er, dass Komplexität oft als Fehlerbild wahrgenommen wird und nur die Symptomatik, nicht aber die Ursachen behoben werden. Die Umsetzung erfolge oft nur kurzfristig und es gäbe kaum einen Versicherer, der turnusgemäß und proaktiv mit der Komplexitätsproblematik umgeht. Der Gemeinschaftsvortrag entsprach abermals dem Anspruch des Leipziger Versicherungsinstituts nach einer Verzahnung von Forschung und Praxis, die auch den Vorlesungstag zu einem besonders wichtigen Branchentreff macht.

Ein weiterer Höhepunkt des Vorlesungstags ist Jahr für Jahr die Podiumsdiskussion, in diesem Jahr zum Thema: „Betriebliche Vorsorge – Status Quo und Entwicklungslinien“. Die Durchdringungsquote der betrieblichen Altersvorsorge stagniert trotz ihrer hohen Bedeutung in Zeiten des demografischen Wandels und rückt somit immer weiter in den politischen Fokus. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernahm traditionell Herr Prof. Dr. Wagner. Die Versicherersicht war durch Herrn Dr. Guido Bader, Vorstandsmitglied der Stuttgarter Versicherungsgruppe sowie Herrn Frank-Henning Florian, Vorsitzender des Vorstands der R+V Lebensversicherung AG und Vorsitzender des Ausschusses Sozialpolitik im GDV, vertreten. Für einen Perspektivwechsel waren Herr Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Vorsitzender des Beirats des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung, und Herr Heribert Karch, Geschäftsführer der MetallRente GmbH und Vorstandsvorsitzender der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorge e.V. eingeladen. Die Bundespolitik war durch Frau Anja Karliczek, Mitglied des Bundestags und Mitglied im Finanzausschuss der CDU, repräsentiert. Einen stark diskutierten Themenaspekt stellte das Sozialpartnermodell dar. Als potenzielle Lösungsansätze für höhere Durchdringungsquoten wurden die Nahles-Rente, das Opting-Out-Modell und eine Optimierung der Durchführungswege in der bAV diskutiert. Durch eine Differenzierung der Lösungsansätze für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) im Gegensatz zu Großkonzernen, die Ausgestaltung der Arbeitgeberanteile sowie eine Bezuschussung von Geringverdienern im Rahmen von Opting Out-Modellen wurde ein aktueller und komplexer Diskussionsrahmen geschaffen.

Zum fachlichen Schluss des Tagungsprogramms referierte der renommierte Wirtschafts- und Finanz-experte Herr Prof. Dr. Max Otte. Derzeit am Institut für Unternehmensführung und Entrepeneurship an der Universität Graz tätig, Bestsellerautor, Gründer des Finanzinformations- und Analyseinstituts IFVE sowie Direktor des Zentrums für Value Invest e.V., wurde Herr Prof. Dr. Otte drei Jahre in Folge von Börse Online mit dem Titel „Börsianer des Jahres“ ausgezeichnet. Herr Prof. Dr. Otte thematisierte die Geldpolitik der Fed und EZB, die Folgen der Niedrigzinspolitik an den Kapitalmärkten und Herausfor-derungen für institutionelle Anleger. In seinem Vortrag prognostizierte er eine weiter andauernde Nied-rigzinsphase, und er übte scharfe Kritik am Kurs der EZB bzw. von Herrn Mario Draghi.

Im Anschluss an das Tagungsprogramm lud das Institut für Versicherungswissenschaften an der Uni-versität Leipzig zum Kabarett Leipziger Pfeffermühle in die Alte Börse und zu einem Get Together in die Räumlichkeiten des Instituts


Unser Hauptseminar im Wintersemester 2015/16 – Ein Rückblick

Wie in jedem Semester, bietet der Lehrstuhl für Versicherungslehre seinen Bachelor- und Masterstu-dierenden eine Reihe von Fachvorträgen, die im Rahmen der Hauptseminarveranstaltungen von füh-renden und hochkarätigen Referenten der Versicherungsbranche vorgetragen und mit dem Plenum diskutiert werden.

Am 09. Dezember 2015 begrüßte der Lehrstuhl für Versicherungslehre Herrn Roland Weber, Vor-standsmitglied der Debeka Versicherungen, sowie Herrn Bernd Knof, Chief Operating Officer der Aon Holding Deutschland GmbH, in den Räumlichkeiten des Instituts in Leipzig. Zunächst referierte Herr Weber zum Thema „Neue Klassik in der Lebensversicherung – Hintergründe und Perspektiven“. Dabei stellte er die aktuellen Rahmenbedingungen sowie wesentlichen Herausforderungen im Lebens-versicherungsmarkt dar und gab einen Einblick in die künftige Produktwelt. Anschließend sprach Herrn Knof zum Thema „Das Geschäftsmodell eines Industrieversicherungsbrokers – Bestandsauf-nahme und aktuelle Entwicklungen“, wobei er den Studierenden neben den wesentlichen Kernaspekten des Geschäftsmodells auch einen Überblick über die künftigen Herausforderungen durch die „In-dustrie 4.0“ gab und zu einer interessanten Diskussion beitrug.

Am 07. Januar 2016 startete Herr Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versiche-rungs-AG, den ersten Seminartag im neuen Jahr mit seinem Beitrag zu „Aktuelle Themen in der Schaden- / Unfallversicherung“. Im Anschluss an Herrn Dr. Vollerts Vortrag referierte Herr Dr. Andreas Jahn, Mitglied des Vorstands der SV SparkassenVersicherung AG, zum Thema „Honorarberatung – Königsweg oder Irrweg“ und skizzierte den Studierenden ein umfassendes Bild über IDD sowie die Vergütungs- und Vertriebsstruktur im Allgemeinen. Dabei pointierte er die größten Herausforderungen für die Branche und eröffnete eine angeregte Diskussion im Plenum.

Die in der Hauptseminarreihe enthaltene Exkursion führte die Studierenden in diesem Semester in die Hansestadt Hamburg. Zunächst zeigte Herr Daniel Kolvenbach, Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Bauspar AG, seine Gastfreundschaft und lud die Studierenden am 13. Januar 2016 in sein Haus ein. Neben seinem Vortrag zum Thema „Die Auswirkungen von Niedrigzins, Regulierung und Digitalisierung für das Geschäftsmodell der Bausparkassen“ und der anschließenden Diskussionsrun-de, hatte die Gruppe die Möglichkeit im Rahmen einer Einladung zum Mittagessen das Unternehmen sowie den Referenten kennenzulernen und weitergehende Fragen zum Vortrag zu erörtern. Am Nachmittag begrüßte Herr Sebastian Greif, Mitglied des Vorstands der neue leben Versicherung, die Studierenden in seinem Haus. Im Anschluss an den interaktiven Vortrag zu „Bancassurance und Digi-talisierung: Perspektiven und Konsequenzen“ lud Herr Greif zum gemeinsamen Get-Together bei Kaffee und Kuchen ein und verabschiedete die Gruppe auf Ihre Heimreise.

Bereits am Folgetag begrüßte das Institut für Versicherungslehre Herrn Dr. Björn Achter, Bereichsleiter Geschäftsfeld betriebliche Altersversorgung der AXA Konzern AG, der zu den „Entwicklungslinien in der betrieblichen Altersversorgung – Perspektiven für die Versicherungswirtschaft“ referierte. Neben einer anschaulichen Darstellung der Grundzüge der betrieblichen Altersversorgung erläuterte Herr Dr. Achter den Studierenden ausführlich die Herausforderungen und Perspektiven für die Branche aus-führlich.

Am finalen Tag der Hauptseminarreihe des Wintersemesters 2015/16 durfte der Lehrstuhl für Versi-cherungslehre Herrn Frank Reichelt, Leiter der Niederlassung Deutschland der Swiss Re Europa S.A., sowie Herrn Peter Klingspor, Leiter Strategie- und Konzernentwicklung der Talanx AG, als Gäste in Leipzig begrüßen. Den Anfang machte Herr Reichelt mit seinem Beitrag zum Thema „Strategien im Rückversicherungsmarkt: Ansatzpunkte und Erfolgsfaktoren zur Positionierung im Wettbewerb“ im Rahmen dessen er die aktuelle Marktsituation der Rückversicherungsbranche aufzuzeigen und den Studierenden einen interessanten Einblick in die neuen Wachstumsfelder gab. Anschließend sprach Herr Klingspor zum „Der M&A-Prozess in der Versicherungswirtschaft – Aufgabe, Herausforderung und Konzept“ und beendete die Hauptseminarreihe mit einer angeregten Diskussion im Plenum.


Neues vom MBA-Programm

6. Hauptmodul der 6. Durchführungsrunde

Vom 14.09.2015 bis zum 27.09.2015 fand das sechste und nunmehr letzte Hauptmodul „Operations- und Informationsmanagement/Internationales sowie interkulturelles Versicherungsmanagement“ der sechsten Runde des MBA-Insurance in den Räumlichkeiten des Instituts für Versicherungswissenschaften in Leipzig statt.

In den letzten gemeinsamen 14 Tagen erlangten die 20 Teilnehmer der sechsten Durchführungsrunde weiterführende Kenntnisse zum Informations- und IT-Management sowie zu den internationalen und interkulturellen Besonderheiten ausgewählter Versicherungsmärkte.

Zu Beginn standen daher zunächst die Ansätze und Grenzen der Übertragbarkeit von Industrialisierungsansätzen auf die Assekuranz im Mittelpunkt und wurde außerdem der Zusammenhang zwischen Wertschöpfung, Sourcing sowie Geschäftsprozessen analysiert. Im Themenbereich Prozessmanagement lernten die Studierenden Prozesse effizienter zu gestalten und zu optimieren und konnten dies in der anschließenden Simulation direkt in die Praxis umsetzen. Diese Erfahrungen halfen den Teilnehmern das später folgende Thema Projektmanagement anzugehen und folglich Projekte eigenständig zu planen, zu steuern und zu kontrollieren.

Im darauf folgenden Teilmodul erwarben die Studierenden fundiertes Hintergrundwissen zum Informations- und IT-Management in Versicherungsunternehmen und sind nun in der Lage, Potenziale zu erkennen und Grenzen der (Informations-)Managementsysteme aufzuzeigen. Am Ende der ersten Woche standen mit dem ethischen Management und dem Versicherungsrecht wichtige Themen der Branche im Fokus der Betrachtung.

Den Abschluss des zweiwöchigen Moduls bildete das Teilmodul „Internationale und interkulturelle Besonderheiten“, welches durch ein Zusammenspiel von drei hochkarätigen Dozenten aus der Praxis anschaulich dargestellt wurde. Internationale Unterschiede der ausgewählten Versicherungsmärkte USA, Asien und Afrika sowie deren interkulturelle Besonderheiten standen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung.

Das Team der Dozenten setzte sich in diesem Hauptmodul aus Herrn Prof. Dr. Rainer Alt, Herrn Dr. Ludger Arnoldussen, Herrn Tom Blank, Herrn Daniel Thomas, Herrn Dr. Michael Pickel, Herrn Torsten Nietz, Herrn Dr. Volker Reichenbach, Herrn Prof. Dr. Michael Beckmann, Frau Dr. Ophelia Engelhardt-Funke, Herrn Prof. Dr. Fred Wagner sowie Herrn Dr. Stefan Ziegler zusammen.

Danach hieß es für die Teilnehmer der sechsten Durchführungsrunde mit der Anfertigung der Masterarbeit bis Mitte Februar den letzten Schritt in Richtung Abschluss zu bewältigen. Nach erfolgreichem Bestehen der letzten Prüfungsleistung dürfen sich die Studierenden auf Ihre Graduierungsfeier am 17. Juni freuen.

1. Hauptmodul der 7. Durchführungsrunde

Direkt im Anschluss starteten die 17 MBA-Studierende Ende September 2015 in die siebte Durchführungsrunde des Studiengangs Master of Business Administration Versicherungsmanagement. Vor Beginn des ersten Moduls stand zunächst ein Kennenlernabend in gemütlicher Runde an, bevor am 28. September der erste zweiwöchige Block zum Thema „Unternehmensführung“ eröffnet wurde.

Die Teilnehmer lernten im ersten Modul die Akteure des Versicherungsmarkts kennen und können nun deren Funktionen, Rollen und Zusammenspiel einordnen sowie erklären. Sie kennen die Versicherungszweige, verstehen die Gründe für die Einteilung der versicherten Gefahren in Versicherungszweige und können die grundlegenden finanzmathematischen Kalkulationsprinzipien anwenden. Die Elemente des strategischen Managements sind den Studierenden bekannt, sie sind nun in der Lage Unternehmens- und Wettbewerbsstrategien aus wertorientierter Sicht zu analysieren, zu bewerten und zu formulieren. Sie können systematische Beurteilungskriterien für strategische Handlungsoptionen entwickeln und die Ziele und Stellhebel eines systematischen Organisationsmanagement erklären und anwenden. Zudem verstehen sie die wesentlichen Rahmenbedingungen (wie z.B. rechtliche und sozialpolitische), können deren Wirkungszusammenhänge erklären und die Auswirkungen auf das Management des Versicherungsunternehmens herleiten. Durch das Teilmodul „Präsentationstechnik“ wurden die Teilnehmer in die Lage versetzt, eine Präsentation strukturiert zu erarbeiten und nach vorgegebenen Kriterien zu Inhalt, Aufbau und Gliederung; Medieneinsatz; Sprache und Körpersprache zu halten.

Durch das Modul führten die Dozenten: Herr Mario Sander, Herr Prof. Dr. Roland Michael Beckmann von der Universität des Saarlandes; Herr Prof. Dr. Dietmar Pfeifer von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Herr Prof. Dr. Michael Wolff von der Universität Göttingen sowie von der Universität Leipzig Herr Prof. Dr. Thomas Lenk und Studiengangleiter Herr Prof. Dr. Fred Wagner.

Zum Ende der arbeitsintensiven 14 Tage legten die MBA-Studierenden der siebten Durchführungsrunde am 11. Oktober die ersten schriftlichen Prüfungen ab.

Zusätzlich zum inhaltlichen Programm, freuten sich die Studierenden über ein gemeinsames Mittagessen mit dem gesamten Team des Instituts sowie über eine außergewöhnliche, abendliche Stadtführung. Denn zu später Stunde entzündet der Nachtwächter Bremme für sie seine Laterne. Über die lauschigen Plätze und durch die dunklen Gassen führt sein Weg vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten in Leipzig. Als das geschäftige Treiben zur Ruhe kommt, erzählt er – im historischen Gewand – spannende und kuriose Geschichten aus dem Leipzig von einst. Über prominente Zeitgenossen wie Goethe, Schiller und den berüchtigten Bürgermeister Romanus verrät er so manche pikante Begebenheit.

2. Hauptmodul der 7. Durchführungsrunde

Zu Gast bei der Ampega Investment GmbH in Köln absolvierten die MBA-Studierenden der 7. Durchführungsrunde vom 15. bis zum 28. Februar 2016 ihr zweites Modul zum Thema Controlling und Rechnungswesen.

Gegenstand dieses Moduls waren die theoretische Fundierung, die praktische Anwendung und die situative Angemessenheit von Instrumenten der Unternehmensrechnung und ihre Einbindung in das Controlling von Versicherungsunternehmen. Besonderes Augenmerk galt dabei erneut der wertorientierten Steuerung. Weiterhin wurde ein grundlegendes Verständnis für die Zwecke der Rechnungslegung, für die einzelnen Teile des Jahresabschlusses und deren Zusammenspiel geschaffen. Der Vergleich und die Diskussion der verschiedenen Rechnungslegungsstandards (HGB, US-GAAP und IAS/IFRS) haben den Teilnehmern die Bedeutung und die Wirkung der Einführung von IAS/IFRS verdeutlicht. Die Studierenden können nun Geschäftsberichte von Versicherern lesen und die dort abgebildete betriebswirtschaftliche Realität erkennen. Das Modul wurde ergänzt und aufgelockert durch zwei Tage zu den Themen Kommunikation und Konfliktmanagement.

Das Dozententeam aus Herrn Prof. Dr. Ralf Diedrich, Frau Dipl.-Psych. Bettina Hahn, Herrn Dr. Joachim Kölschbach sowie Herrn Prof. Dr. Fred Wagner, wurde durch praxisorientierte Vorträge renommierter Gastreferenten der Ampega unterstützt.

Während eines des Stadtrundgangs „Rotlichtführung – Das alte Köln“ hatten die Studierenden die Möglichkeit, abseits vom Studienalltag etwas zu entspannen, sich auszutauschen und die Stadt zu erkunden.

Ab 30.05.2016 sind die 17 Teilnehmer dann wieder in Leipzig um gemeinsam mit ihren Kommilitonen das dritte Hauptmodul „Marketing Management“ zu bestreiten.

Start der 8. Durchführungsrunde

Auch die Termine der kommenden 8. Durchführungsrunde stehen bereits fest. Für die Teilnahme an dem im Sommer 2017 startenden Studiendurchgang können sich Interessenten ab September 2016 bei Frau Brzuske bewerben. Nähere Informationen zum Studium und den Terminen der nächsten Durchführungsrunde finden Sie auf der Homepage.


Ankündigung: „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“ am 24. Mai 2016 in Köln

Am Dienstag, dem 24. Mai 2016 lädt das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig zur nunmehr dritten Lebensversicherungskonferenz unter der Moderation und fachlichen Leitung von Herrn Professor Dr. Fred Wagner ein.

Folgende namhafte Experten konnten gewonnen werden:

Dr. Marco Arteaga, Rechtsanwalt | Partner, DLA Piper UK LLP
Dr. Susanne Claßen, Strategie und Vermarktung, R+V Versicherung AG
Christoph Hardt, Mitglied der Geschäftsführung, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
Axel Kleinlein, Vorstandssprecher, Bund der Versicherten e.V.
Dr. Alf Neumann, Mitglied des Vorstands, Allianz Lebensversicherungs-AG
Peter Schneider, Geschäftsführer, MORGEN & MORGEN Group GmbH
Hermann Schrögenauer, Vorstand Vertrieb Leben, Zurich Gruppe Deutschland, Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG

Das vollständige Programm und die Anmeldung finden Sie gerne auf unserer Webseite. Für alle Fragen rund um die Konferenz steht Ihnen Frau Susan Wassermann (Tel.: 0341/355305-54, E-Mail: wassermann(at)ifvw.de) gerne zur Verfügung.


Ankündigung: Hauptseminar im Sommersemester 2016

Seit nunmehr achtzehn Jahren verfolgt unser Institut eine praxisbezogene Forschung und Lehre. Mit unserem Lehrangebot wollen wir unseren Studierenden eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen. Unter anderem mit unserer Hauptseminarreihe über „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“ füllen wir diesen Anspruch mit Leben.

Wir freuen uns, dass wir für unsere kommende Hauptseminarreihe folgende namhafte Referenten gewinnen konnten:

Frank Edelmeier, Leiter Geschäftsfeld Kraftfahrt Privat, AXA Versicherung AG
Dr. Sebastian Sieglerschmidt, Managing Director, Allianz Digital Accelerator GmbH
Thomas Korte, Transaction Insurance Partner, EMEIA Financial Services, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Robert Dietrich, Hauptbevollmächtigter, sowie Mario Hartmann, Product Head Professions & Speciality Commercial, Hiscox Deutschland
Sandra Klug, Abteilungsleiterin Marktwächter Finanzen, Verbraucherzentrale Hamburg e. V.
Dr. Joachim ten Eicken, Mitglied des Vorstandes, HDI Global SE
Frank Feist, Hauptgeschäftsführer, ROLAND Assistance GmbH
Oliver Schoeller, Mitglied des Vorstandes, Gothaer Finanzholding AG

Eine finale Übersicht zu den Referenten und den diskutierten Themen finden Sie gern hier.

Studierende anderer Fachrichtungen und Gäste aus der Praxis sind zu den Seminaren herzlich willkommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich vor den jeweiligen Sitzungen bei Frau Theresa Jost (theresa.jost(at)ifvw.de) oder Herrn Simon Radstaak (simon.radstaak(at)ifvw.de) anmelden.


Ankündigung: künftige Veranstaltungstermine zum vormerken

Gerne teilen wir Ihnen schon jetzt unsere Veranstaltungstermine für das Jahr 2015 und 2016 mit, sofern diese feststehen:

2016

24.05.2016: 3. Lebensversicherungskonferenz
08.11.2016 8. Vertriebskonferenz

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei unseren kommenden Veranstaltungen als Teilnehmer begrüßen dürfen.

Für Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Ihr Institutsteam


Newsletter 2015

September
Das IfVW jetzt auch bei Facebook

Das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig wagt den Schritt in die sozialen Medien. Auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig Neuigkeiten rund um das Studium an der Universität, den MBA-Insurance und Konferenzen veröffentlichen und bieten so allen Interessierten die Möglichkeit, am Geschehen vor Ort in Leipzig teilzuhaben sowie den Kontakt zum Lehrstuhl aufrechtzuhalten. Wir freuen uns über positive Resonanz und laden herzlich ein, unsere Seite zu „liken“. Ihr Institut für Versicherungswissenschaften ist nun lediglich einen Klick von Ihnen entfernt. Folgen Sie einfach dem Link.


Rückblick: Aktuelle Entwicklung im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen

Am 15. Juni 2015 führte unser Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig seine zweite Konferenz in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen“ durch. Herr Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand an unserem Institut, konnte hierzu wieder knapp 50 Teilnehmer in Köln begrüßen.

Nach der Vorstellung des Tagungsprogramms eröffnete Frau Claudia Meyer, Group Head of Operational and Reputational Risk Management & Governance, Allianz SE, die Konferenz mit dem Thema „Die vernachlässigte Risikokategorie in der Assekuranz: Reputation und der gute Ruf“. Frau Meyer referierte über direkte und indirekte Reputationsrisiken und den möglichen Einfluss auf unternehmensinterne und -externe Akteure. Dabei wurde die Bedeutung der drei wichtigsten Betrachtungsfelder – enviromental, social and governance – für das Risikomanagement hervorgehoben. Um Reputationsrisiken zu vermeiden, sollten Versicherungsunternehmen u. a. proaktiv agieren und jedes Geschäft individuell betrachten und bewerten.

Anschließend sprach Herr Axel-Rainer Hoffmann, Mitglied des Vorstands der VOLKSWOHLBUND Versicherungen, über „Die Asset Allocation in Zeiten des Niedrigzinsniveaus – Herausforderungen für das Risikomanagement“. Zunächst hob Herr Hoffmann die historische Novität der Niedrigzinsphase hervor, und dass in einem Marktumfeld, in dem Staatsanleihen mit einer Negativrendite emittiert werden können, die Versicherungswirtschaft vor große Herausforderungen gestellt ist. Vor allem die Diskrepanz der Duration auf der Aktiv- und Passivseite birgt eine große Hebelwirkung auf das Eigenkapital von Versicherungsunternehmen. Als mögliche Lösungsansätze wurden die Konvergenz der Duration und die Investition in neue Assetklassen, wie z.B. Infrastruktur, vorgestellt.

Herr Markus Ertel, Solution Expert for Insurance and Security, bei der SAP Deutschland SE & Co. KG veranschaulichte das Problem von „Cyberrisiken bei Versicherungsunternehmen – Schadenpotenziale und Konsequenzen für das Risikomanagement“. Gleich zu Beginn seines Vortrags verdeutlichte Herr Ertel mit Verweis auf den Hacker-Angriff auf den Bundestag die Aktualität und Signifikanz der IT-Sicherheit im Unternehmen. Ferner wurden die unterschiedliche Professionalität und auch Arten der Angriffe thematisiert. Im Anschluss widmete sich Herr Ertel der Ausgestaltung von Sicherheitsarchitekturen und den Security Lösungen von SAP.

Die “Prozessoptimierung und Komplexitätsreduzierung im Risikomanagement durch Softwareunterstützung“ waren Gegenstand des Vortrags von Herrn Oliver Kewes, Mitglied des Vorstands der ConVista Consulting AG. Herr Kewes zeigte deutlich auf, dass vorhandene Datawarehouse-Strukturen, bedingt durch ein organisches oder auch anorganisches Wachstum, suboptimale Belieferungswege, Redundanzen und Behelfslösungen mit sich bringen. Als Lösungsvorschläge stellte Herr Kewes Partialstrategien für die Softwareunterstützung vor, mit denen sich Effizienzsteigerungen im Risikomanagement realisieren und nachhaltige Erfolge erzielen lassen.

Herr Dr. Dieter Köhnlein, Mitglied des Vorstands der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. und Geschäftsführer der Solvency Fabrik GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, stellte das „Enterprise Risk Management – eine neue Rolle des Aktuars“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Gleich zu Beginn seines Vortrags machte Herr Dr. Köhnlein klar, die Thematik, die in Deutschland erst mit den MaRisk an Gewicht gewonnen hat, die Arbeit von Aktuaren verändert. Dabei sind die „neuen Aktuare“ nicht nur in die Bewertungen für die Solvency II-Bilanz involviert. Sie liefern zudem Einschätzungen im Rahmen von vorgelagerten steuerungsrelevanten Bewertungen und arbeiten spartenübergreifend. Hierbei rückt auch die „nicht-aktuarielle“, multidisziplinäre Kommunikation in den Vordergrund.

Anschließend verdeutlichte Herr Dr. Ingo Kraus, Abteilungsleiter Finanzmathematik/ALM der ERGO Versicherungsgruppe AG, dem Plenum das „Asset Liability Management in der deutschen Lebensversicherung und die Auswirkungen der LTGA-Regelungen“. Herr Dr. Kraus stellte seine Sicht zur ökonomischen Bewertung in der Lebensversicherung vor. Er machte sehr deutlich, welche Schwankungen sich aus einer divergenten Duration der Aktiv- und Passivseite für das ökonomische Eigenkapital als Sicherheitspuffer ergeben. Ferner thematisierte Herr Dr. Kraus die Zinsvolatilität am Kapitalmarkt und in den angewandten Modellen, die eine ökonomische Bewertung und Steuerung gerade in der klassischen, lang laufenden Lebensversicherung mit Zinsgarantien stark erschwert.

Den Schlusspunkt setzte Herr Gregor Arendt, Economic Capital Manager & Solvency II IMAP Lead, Group Treasury & Capital Management, bei der Zurich Insurance Company Ltd. Sein Thema lautete „Swiss Solvency Test: Erfahrungswerte für die Einführung von Solvency II“. Hierfür gab Herr Arendt zu Beginn einen kurzen Einstieg in Solvency II, bevor er darauf aufbauend auf das Z-ECM – das Zurich Economic Capital Model – einging. Daran anknüpfend verglich Herr Arendt den Swiss Solvency Test (SST) mit Solvency II, und er gab eine Einschätzung über die Wirkungen des SST, der von der Versicherungswirtschaft in der Schweiz positiv aufgenommen wurde. Der SST habe dabei geholfen, die Kapitalausstattung der Versicherer in der Schweiz zu verbessern.


Unser Hauptseminar im Sommersemester 2015 – Ein Rückblick

Wie in jedem Semester, bietet der Lehrstuhl für Versicherungslehre seinen Bachelor- und Masterstudierenden eine Reihe von Fachvorträgen, die im Rahmen der Hauptseminarveranstaltungen von führenden und hochkarätigen Referenten der Versicherungsbranche vorgetragen und mit dem Plenum diskutiert werden.

Am 04. Juni 2015 begrüßte der Lehrstuhl für Versicherungslehre Frau Dr. Monica Sebold-Bender, Vorstand Komposit & Schaden der Generali Versicherungen, in den Räumlichkeiten des Instituts in Leipzig. Mit Ihrem Vortrag zum Thema „Schadenmanagement als Erfolgsfaktor im Versicherungsunternehmen“ brachte Sie den Studierenden insbesondere die Bedeutung eines professionellen Schadenmanagements für ein konsequentes, individualisiertes und nachhaltiges Portfoliomanagement eindrucksvoll näher und regte so zu einer interaktiven Diskussion an.

Am 11.06.2015 startete Herr Wulff-Dieter Hartrampf, Sprecher des Vorstands Volkswagen Versicherung AG, Geschäftsführer Volkswagen Versicherungsdienst GmbH und Volkswagen Versicherungsvermittlung GmbH, Sprecher der Geschäftsführung MAN Versicherungsvermittlung GmbH, den Seminartag mit einem Einblick in „Die Versicherungsaktivitäten im Volkswagenkonzern – Bedeutung und aktuelle Herausforderungen national und international“. Im Anschluss an Herrn Hartrampfs Beitrag referierte Herr Dr. Frank Ulbricht, Mitglied des Vorstands der BCA AG, zum Thema „Das Lebensversicherungsreformgesetz – Konsequenzen für Maklerpools“ und zeigte den Studierenden dabei die wesentlichen Aspekte sowie die unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Maklerpools auf. Mit den grundlegenden Neuerungen durch das LVRG und die daraus resultierenden Herausforderungen für das Geschäftsmodell Maklerpool eröffnete er eine angeregte Diskussion im Plenum.

Die in der Hauptseminarreihe enthaltene Exkursion führte die Studierenden in diesem Semester in die Hauptstadt Deutschlands – nach Berlin. Zunächst zeigte Herr Rainer M. Jacobus, Vorsitzender der Vorständer der IDEAL Versicherungsgruppe, seine Gastfreundschaft und lud die Studierenden am 17.06.2015 in sein Haus ein. Neben seinem Fachbeitrag zum Thema „Potenziale und Perspektiven privater Pflegerentenversicherung im Vertrieb“ und der anschließenden Diskussionsrunde, hatte die Gruppe die Möglichkeit im Rahmen einer Hausführung und einer Einladung zum Mittagessen die IDEAL Versicherungsgruppe näher kennenzulernen. Am Nachmittag begrüßte Herr Dr. Andreas Freiling, Partner, EMEIA Insurance Leader sowie Head of Insurance Germany bei Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Studierenden in seinem Haus. Im Anschluss an den interaktiven Vortrag zu „Der GDV-Verhaltenskodex – Umsetzungserfahrungen aus Sicht der Wirtschaftsprüfung im Rahmen des Angemessenheitstests“ lud Herr Dr. Freiling zum gemeinsamen Get-Together ein und verabschiedete die Gruppe persönlich auf Ihre Heimreise.

Bereits am Folgetag begrüßte das Institut für Versicherungslehre Herrn Torsten Nietz, Geschäftsführer der Finanz-DATA GmbH, Beratungs- und Softwarehaus, der zu „Digitalisierung in der Assekuranz: Revolution bei den Produkten, Prozessen und durch Substitutionskonkurrenz?“ referierte. Neben Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zeigte er den Studierenden anhand aktueller Beispiele die Notwendigkeit einer erfolgreichen Umsetzung von Digitalisierung in den verschiedenen Bereichen des Versicherungsunternehmens und der Branche auf.

Am 08. Juli 2015 begann Herr Leo Zagel, Vorsitzender des Vorstands der EXTREMUS Versicherungs-AG, die Hauptseminarveranstaltung mit seinem Beitrag zum Thema „Terrorversicherung – Chancen und Herausforderungen“. Beginnend mit einem Einblick in das Geschäftsfeld der Terrorversicherung, erläuterte Herr Zagel anschließend die Aktualität des Themas sowie dessen Potenziale und Herausforderungen. Nachfolgend sprach Herr Martin Limbeck®, CSP – Der Hardselling-Experte, Verkaufs-, Management- und Persönlichkeitscoach, zu den „Erfolgsfaktoren eines Versicherungsvermittlers – heute und morgen?“. Hierfür pointierte er die Herausforderungen des Vertriebs sowie die notwendigen Fähigkeiten und essentiellen Faktoren eines erfolgreichen Vermittlers.

Am finalen Tag der Hauptseminarreihe des Sommersemesters 2015 durfte der Lehrstuhl für Versicherungslehre Herrn Dr. Arno Junke, Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Rückversicherung AG und des Verbands öffentlicher Versicherer, als Gast in Leipzig begrüßen. In seinem Referat zum Thema „Geschäftsmodell Rückversicherung – Aktuelle Herausforderungen und Potenziale“ veranschaulichte er den Studierenden Herausforderungen für den Versicherungsmarkt, aktuelle Rahmenbedingungen und unterschiedliche Einflussfaktoren.


Neues vom MBA-Programm

„Organisation und Human Ressource Management“, das vorletzte Hauptmodul der sechsten Durchführungsrunde, fand vom 4. bis zum 17. Mai 2015 nicht wie gewohnt ausschließlich in Leipzig, sondern auch in der schwedischen Hauptstadt Stockholm statt.

Besonderer Höhepunkt, gleich zu Beginn des Hauptmoduls, war die Reise nach Stockholm. Dort erwartete sie eine dreitägige Exkursion, die ihnen neben den Besonderheiten des skandinavischen Versicherungsmarkts auch die schönen Seiten der Stadt näherbrachte. Begonnen wurde der Aufenthalt mit der eindrucksvollen Stadtführung in Stockholm, die die Studierenden an den historischen und kulturellen Schauplätzen der Stadt entlangführte.

Danach wurden die Studierenden bei Länsförsäkringar von Herrn Tor Mellbye (Chef/Manager) und seinem Team empfangen. Sie gewährten ihnen einen Einblick in die Konzernstrukturen sowie in den schwedischen und skandinavischen Lebensversicherungsmarkts. Im Haus If P & C Insurance erhielten die Studierenden zunächst einen Einblick in das Business-Model der If sowie einen Vortrag zum Thema „The digital journey of If P & C Insurance“ von Herrn Mats Nordenskjöld (Head of Public Affairs). Zum Abschluss der spannenden Reise führte der Weg zur Skandia Sweden. Herr Marek Rydén (CFO) und sein Team, die zunächst über die Geschichte der Skandia und den schwedischen Lebensversicherungsmarkt sprachen, rundeten mit Ihrem Vortrag „Strategic issues and requirements today and in the future” die Exkursion nach Stockholm perfekt ab.

Nach dem Rückflug fand das weitere Modul am gewohnten Schauplatz statt. Für den Rest der Woche setzten sich die Studierenden mit dem Human Resource Management, also den Vor- und Nachteilen von Führungsrollen und Führungsstilen sowie dem Schaden- und Leistungsmanagement auseinander. Damit sind sie nun unter anderem in der Lage, Prozessoptimierungen im Schadenbereich eigenständig umzusetzen, Schadenfälle zu analysieren, Missbrauchsfälle zu identifizieren und kritisch zu hinterfragen. Ebenso wurden den Studierenden in der Reihe Dienstleistungsmanagement und Organisation zentrale Konzepte und die Zusammenhänge zwischen Qualität und Kundenzufriedenheit vermittelt. Durch das Planspiel „Management des Versicherungsunternehmens“ erlebten die Teilnehmer das Versicherungsunternehmen als ganzheitliches, vernetztes Gebilde. In fünf Perioden managten sie in Gruppen fiktive Versicherungsunternehmen aus Vorstandsperspektive, wodurch sie die komplexen Zusammenhänge im Management eines Versicherungsunternehmens nun verstehen und praktisch anwenden können. Dabei erhielten sie Unterstützung und hilfreiche Tipps von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner sowie Herrn Daroslav Lazic.

Weiterhin waren an diesem Modul folgende renommierte Dozenten aus Wissenschaft und Praxis beteiligt: Herr Prof. Dr. Fred G. Becker, Herr Dr. Martin Jara, Herr Prof. Dr. Thorsten Posselt sowie Herr Prof. Dr. Mario Vaupel. Unterstützt wurde das Team durch praxisorientierte Vorträge renommierter Gastreferenten wie Herrn Alex Friedl, Helsana Krankenversicherung, Herrn Jan Fischer, innosabi sowie Herrn Thomas Barann, Gothaer.


Ankündigung: 7. Vertriebskonferenz

Unser Institut lädt Sie zur bereits siebten Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ ein. Die Veranstaltung wird traditionell von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner moderiert und findet am 02. und 03. November 2015 in Köln statt. In drei spannenden Themenblöcken werden die drängenden Fragen rund um die „Regulierung“, im „Maklervertrieb“, sowie zu „Omnichannel, Digitalisierung und Ausschließlichkeit“ behandelt und diskutiert.

Folgende Referenten konnten wir für die Vertriebskonferenz 2015 bereits gewinnen:

Dietmar Bläsing, Mitglied der Vorstände, VOLKSWOHL BUND Versicherungen
Tanja Brüggemann, Geschäftsführerin, Deutsche Gesellschaft für Geldwäscheprävention mbH & Martin Kramer, Kriminalhauptkommissar, Landeskriminalamt Düsseldorf
Dr. Andreas Freiling, Partner, EMEIA Insurance Leader, Ernst & Young GmbH Wirtschafts-prüfungsgesellschaft
Marco Gerhardt, Partner, INNOVALUE Management Advisors GmbH
Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender, Jung, DMS & Cie. AG
Jens Grote, Mitglied des Vorstands, Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG
Wolfgang Hanssmann, Mitglied des Vorstands, Talanx Deutschland AG
Sönke Mißfeldt, Vorstand, tecis Finanzdienstleistungen AG
Christian Mylius, Managing Partner, INNOVALUE Management Advisors GmbH
Richard Renner, Chief Financial Officer, Aon Risk Solutions Deutschland
Dr. David Stachon, Vorstandsvorsitzender, Direct Line Versicherung AG

Das Programm sowie das Anmeldeformular zur Vertriebskonferenz 2015 finden Sie gern auf der Veranstaltungswebsite. Für alle Fragen rund um die Konferenz steht Ihnen Frau Susan Wassermann (Tel.: 0341/355305-54) sehr gerne zur Verfügung (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de).


Ankündigung Vorlesungstag und Universitätsupdate 2016

Am Dienstag, dem 01. März 2016 veranstaltet unser Institut den schon 16. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“, unter der Moderation und fachlichen Leitung von Herrn Professor Dr. Fred Wagner.

Folgende Keynote-Speaker konnten wir für unsere Traditionsveranstaltung bereits gewinnen:

Professor Dr. Max Otte, Karl-Franzens-Universität Graz spricht zu „Europäische Finanzmarkt- und Geldpolitik – Die aktuelle Situation auf den Kapitalmärkten und die Konsequenzen für die Assekuranz“
Professor Dr. Fred Wagner, Vorstand am IfVW und Philip Franck, Senior Manager, zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh stellen aus der gemeinsamen Studie zu „Komplexitätsmanagement in der Assekuranz – Treiber, Stellhebel und Optimierungsansätze“ vor
Daroslav Lazić, Doktorand am IfVW berichtet aus seiner Dissertation zum Thema „Der Sparprozess in der klassischen Lebensversicherung: Perspektivwechsel als zukünftiger Erfolgsfaktor für das Geschäftsmodell Lebensversicherung?“

Folgende Diskutanten konnten wir für die Podiumsdiskussion zum Thema „Betriebliche Vorsorge – Status Quo und Entwicklungslinien“ gewinnen:

Jörg Asmussen, Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Dr. Guido Bader, Mitglied der Vorstände, Stuttgarter Versicherungsgruppe
Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Vorsitzender des Beirats, Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH
Frank-Henning Florian, Vorsitzender des Vorstands, R+V Lebensversicherung AG und Vorsitzender des Ausschusses Sozialpolitik, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV
Heribert Karch, Geschäftsführer, MetallRente GmbH und Vorstandsvorsitzender, aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V.

Wie in den Vorjahren, findet am Folgetag, Mittwoch, den 02. März 2016, ein Universitäts-Update unter fachlicher Leitung von Herrn Professor Dr. Wagner statt. In einer Art Workshop-Charakter wird das Thema „Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft: Herausforderungen für Versicherungsunternehmen und den Versicherungsvertrieb“ interaktiv im Teilnehmerkreis diskutiert.

Weitere Informationen rund um den Vorlesungstag finden Sie gerne anbei und auf unserer Website unter www.vorlesungstag2016.de.

Wir freuen uns wirklich sehr, wenn Sie sich diesen Termin jetzt vormerken und wir Sie im März 2016 hier in Leipzig begrüßen dürfen. Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Susan Wassermann sehr gerne zur Verfügung (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de, Tel.: 0341 355 305 54).


Ankündigung: Hauptseminar im Wintersemester 2015/2016

Seit nunmehr achtzehn Jahren verfolgt unser Institut eine praxisbezogene Forschung und Lehre. Mit unserem Lehrangebot wollen wir unseren Studierenden eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen. Unter anderem mit unserer Hauptseminarreihe über „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“ füllen wir diesen Anspruch mit Leben.

Für das kommende Wintersemester konnte bereits eine Reihe von hochkarätigen Referenten aus der Praxis für die Seminarreihe gewonnen werden. Eine finale Übersicht zu den Referenten und den dort diskutierten Themen wird zeitnah hier veröffentlicht.

Studierende anderer Fachrichtungen und Gäste aus der Praxis sind zu den Seminaren herzlich willkommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich vor den jeweiligen Sitzungen bei Frau Karolin Pötzsch (Tel.: +49 – 341 / 355 305 – 53, E-Mail: karolin.poetzsch(at)ifvw.de) anmelden


Ankündigung: künftige Veranstaltungstermine zum vormerken

Gerne teilen wir Ihnen schon jetzt unsere Veranstaltungstermine für das Jahr 2015 und 2016 mit, sofern diese feststehen:

2015

02./03.11.2015: 7. Vertriebskonferenz

2016

29.02.2016: 9. Alumni-Treffen
01.03.2016: 16. Vorlesungstag an der Universität Leipzig
02.03.2016: Universitäts-Update Versicherungsbetriebslehre
24.05.2016: 3. Lebensversicherungskonferenz
8. Vertriebskonferenz

2017

29.03.2017: 10. Alumni-Treffen
30.03.2017: 17. Vorlesungstag an der Universität Leipzig
31.03.2017: Universitäts-Update Versicherungsbetriebslehre

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei unseren kommenden Veranstaltungen als Teilnehmer begrüßen dürfen.

Für Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Ihr Institutsteam


Mai
Rückblick 15. Vorlesungstag 2015

Zahlreiche Repräsentanten der Versicherungswirtschaft und angrenzender Branchen trafen sich am Donnerstag, dem 26. März 2015, zum mittlerweile 15. Vorlesungstag an der Universität Leipzig, einem beliebten und wichtigen Branchentreff zum Austausch zwischen Forschung und Praxis der deutschsprachigen Assekuranz. Als Schauplatz für den Kongress, den das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig unter Moderation und fachlicher Leitung von Professor Dr. Fred Wagner veranstaltete, diente das ehrwürdige AudiMax am innerstädtischen Campus Augustusplatz. Annähernd 300 Branchenvertreter, darunter viele Vorstände und Führungskräfte von Versicherungsunternehmen und branchennahen Dienstleistern, folgten der Einladung nach Leipzig.

Zu Beginn des Kongresses bekundeten die Teilnehmer ihr Mitgefühl über den jüngsten Flugzeugabsturz in den französischen Alpen in Form einer Schweigeminute. Seitens der Stadt Leipzig übernahm sodann Oberbürgermeister Burkhard Jung erste Begrüßungsworte. Er warb für die Stadt und stellte Leipzig anhand von fünf wichtigen Merkmalen vor: Bürgerstadt, Messestadt, Universitätsstadt, Ort der Musik und Friedliche Revolution. Abschließend gab er zu bedenken: „Leipzig war früher eigentlich auch eine Versicherungsstadt.“ Im Namen der Universität Leipzig hieß der Prodekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Harald Wiese, die Teilnehmer herzlich willkommen.

Entwicklung der Branche bei Niedrig- und Negativzinsen

Die fachliche Eröffnung des Vorlesungstags übernahm Dr. Jan Wicke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Deutschland AG, zum Thema „Image, Regulierung, Niedrigzins und Kostendruck – ist das Geschäftsmodell der Assekuranz im Kern gefährdet?“. Dabei erläuterte er zunächst exemplarisch die Problembereiche und stellte entsprechende Initiativen vor. „Wir haben ein schwieriges Ansehen der Branche“, beschrieb er die Ausgangssituation. Wicke fand ehrliche Worte über die Chancen und Risiken der Versicherungswirtschaft. Im Hinblick auf die Digitalisierung, in die er große Hoffnungen setzt, und vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedeutung von Versicherungen zählte er zunächst positive Aussichten auf. Zu bedenken gab er, dass im Angesicht von Regulierung und Niedrig- oder gar Negativzinsen erhebliche Hausaufgaben von der Branche zu erledigen sind, um das Geschäftsmodell auf gesunden Füßen zu erhalten. Das Auditorium hat er mit seinen Worten zu intensiven Diskussionen angeregt. .

Herausforderungen und Chancen der Regulierung

Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP AG, referierte anschließend zur „Finanzmarktregulierung: Herausforderungen aus Sicht eines Finanzberaters und Vermittlers“. Hierbei erläuterte er zunächst die Inhalte des Lebensversicherungsreformgesetzes und die damit verbundenen Auswirkungen. „Der Druck wird größer […], die Politik hat wenig Verständnis.“; derart fasste er die sich nahenden Schwierigkeiten zusammen, die er vor allem für Strukturvertriebe sieht. Gerade das Zusammenspiel von Versicherer und Vermittler bzw. Berater wird sich verändern. Ebenso wie Wicke sah auch Schroeder-Wildberg große Chancen in der Digitalisierung, die an den Vertrieb auch große Anforderungen stellt. Konkret zeigte er auch Wege auf, die MLP geht, um zu reüssieren. Diese führten letztlich zu dem Schluss, dass die Regulierung im Allgemeinen auch eine begünstigende Wirkung für große qualitätsorientierte Anbieter haben kann.

Wissenschaftliche Betrachtung von Big Data und Studie zur Schadenbearbeitung

Der wissenschaftlich ausgerichtete Veranstaltungsblock „Leipziger Forschung“ wurde – wie auch in den Jahren zuvor – von einem ehemaligen Studierenden des Versicherungsinstituts eröffnet. Diesmal berichtete Alexander Makowski, Project Manager bei der ConVista Consulting AG, von den Ergebnissen seiner MBA-Abschlussarbeit zum Thema „Bedeutung und Nutzenpotenziale von Big Data für Versicherungsunternehmen“. Er führte die Zuhörerschaft strukturiert in die sich stetig wandelnde und viel beachtete Thematik ein, verdeutlichte ausgewählte Analysetechniken und mögliche Anwendungsfälle.

Professor Wagner stellte anschließend eine gerade unter seiner Schirmherrschaft fertiggestellte Studie der V.E.R.S. Leipzig GmbH in Kooperation mit der Funk Gruppe und Crawford & Company vor. Dabei präsentierte er die Ergebnisse rund um die „Schadenbearbeitung in der Gebäudeversicherung: Anspruch vs. Wirklichkeit“. „Das ist nicht der Zweig, der am meisten Spaß macht“, manifestierte Wagner gleich zu Beginn die Branchensituation. Als Kernanforderungen stellte er u.a. einen „kundenorientierten Abwicklungsprozess“, Kostenoptimierungen und eine Beschleunigung der Prozesse durch Dunkelverarbeitung sowie damit verbundene Schnittstellenbildungen heraus. In einer abschließenden Diskussion konnten die Tagungsteilnehmer ihre Fragen auch gezielt an die Auftraggeber der Studie stellen. Hierbei war es Christine Seiler, Leiterin der Immobilienwirtschaft bei der Funk Gruppe, ein großes Bedürfnis, klarzustellen, dass mögliche Probleme nicht vorrangig bei den Immobilienunternehmen zu suchen sind. „Die Branche steht vor einer Riesenwelle der Digitalisierung“, sprach sie sich bezüglich einer gemeinsamen strategischen Aufstellung von Versicherungswirtschaft und Immobilienunternehmen aus. Auch Tobias Walter, Business Development Director bei Crawford & Company, verwies auf eine effizientere Prozessorientierung, mit der die Abwicklungsgeschwindigkeit erhöht werden könne.

Gegenwärtiges Auseinandersetzen mit Risiken der Zukunft

„Emerging Risks: Herausforderungen und Potenziale der Assekuranz“ lautete der Titel zum letzten Fachvortrag der Tagung. Hierzu konnten die Veranstalter Dr. Reto Schneider, Director und Head of Emerging Risk Management bei der Swiss Reinsurance Company, als kompetenten Redner gewinnen. Er füllte die Thematik mit Leben, indem er das Emerging Risk Management in seinem Haus rund um Cyber-, Mobilitäts-, Medizin-, Regulierungs- und Big-Data-Risiken anriss. Trotz einer vernetzten und komplexen Welt sehe er die Ansatzpunkte zum Risikomanagement vor allem in der Fokussierung. Mit konkreten Beispielen für Zukunftsvisionen gelang es ihm, beim Plenum große Aufmerksamkeit und gespannte Neugier zu erzeugen. So erläuterte Schneider auch ein komplett digitalisiertes Schadenmanagement im Rahmen der vierten industriellen Revolution. In Anknüpfung an seine Vorredner positionierte er sich klar: „Ich bin zuversichtlich. […] Ich glaube nicht, dass wir scheitern an Big Data.“ Um auch damit verbundene Risiken und Bedenken kontrollieren zu können, sei es wichtig, Vertrauen und Transparenz als Grundlagen zu betrachten und seine Kunden zu unterstützen.

Konkurrenz und Zusammenarbeit im Anblick der Digitalisierung

Schlusspunkt und zugleich noch ein Höhepunkt des Vorlesungstags war Jahr für Jahr die Podiumsdiskussion. In diesem Jahr lautete der Titel: „Digitalisierung – Wie die Versicherungswirtschaft ihre Zukunft verspielt“. Gastgeber Professor Wagner moderierte die Meinungen von Dr. Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf der Allianz Deutschland AG, Thilo Knaupp, Vorstand der Check24 Vergleichsportal Versicherungen AG, Dr. Nikos Kotalakidis, Head of Industry, Financial Services der Google Germany GmbH sowie Dr. Matthias Maslaton, Mitglied des Vorstands der ARAG SE. Die bildliche Aussage von Kotalakidis, „Für mich ist Digitalisierung […] der neue Treibstoff unserer Gesellschaft“, wurde im Rahmen der Diskussion des Öfteren wieder aufgegriffen. Die wahrgenommene Latenz der Versicherungswirtschaft im Zusammenhang mit der Digitalisierung betrachtete er als zunächst wenig bedenkliche Gegebenheit, die sich durch teils lange Vertragslaufzeiten ergibt. Driever gab die Datensicherheit als Faktor zu bedenken, der sich auf das Versicherungsgeschäft und das damit verbundene Vertrauen stark auswirkt. Maslaton hielt hierzu fest: „Vertrauen lässt sich im Netz nicht abbilden.“ Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass hierbei auch die Beziehungen der Versicherer, Vergleichsportale und Suchmaschinen untereinander eine tragende Rolle spielen.“ „Wichtig ist ein extrem reger Austausch“, pflichtete Knaupp bei. Google sei für sein Unternehmen vor allem eine Motivationsquelle. Die Investitionen der Allianz in das Thema Digitalisierung ließen sich besonders auf die extreme Neugier und Begeisterung der Vertriebsmitarbeiter am Internet zurückführen, so Dr. Driever. Maslaton erklärte, dass die ARAG an die Digitalisierung früh und zunächst durch Ausprobieren herangetreten sei. In ähnlicher Weise antwortete Kotalakidis auf die Frage von Wagner, wann und ob ein Vergleichsportal von Google geplant sei: „Wir wollen erst einmal lernen; das machen wir immer so.“ Durch die zahlreichen Fragen der Zuhörer setzte sich die angeregte Diskussion fort, die auch noch am Abend beim „Get together“ im Versicherungsinstitut weitergeführt wurde.


Resümee: 8. Alumni-Treffen 2015

Am Mittwoch, dem 25. März 2015 fand traditionell in den Räumlichkeiten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am Campus Augustusplatz der Universität Leipzig das bereits 8. Alumni-Treffen statt. Neben Absolventen verschiedener MBA-Durchführungsrunden und ehemaligen Studierenden der Diplomstudiengänge zählten auch einige aktuelle Masterstudierende zu den 48 Teilnehmern, die der Einladung des Instituts folgten und im Rahmen unserer jährlichen Veranstaltung die Möglichkeit nutzten, Erfahrungen nach dem Studium auszutauschen und ihr Netzwerk aufzubauen.

Nach einer ersten Begrüßung und der allgemeinen Vorstellrunde startete Herr Alexander-Boris Waschkowitz, Württembergische Versicherung AG sowie Absolvent des MBA-Insurance am IfVW, mit einem Bericht aus seiner Masterthesis und gab Einblicke in das Geschäftsmodell des Serviceversicherers und dessen Umsetzung im Schadenmanagement eines Kompositversicherungsunternehmens. Hierbei ging Herr Waschkowitz insbesondere auf die Notwendigkeit der Positionierung als Serviceversicherer sowie auf die wesentlichsten Treiber für Kundenzufriedenheit ein, um daran anknüpfend die resultierenden Herausforderungen für einen solchen herauszuarbeiten. Im Anschluss sprach Herr Ragnar Große, Sparkassen-Versicherung Sachsen und aktueller Studierender des MBA-Insurance, zum Thema Personenschaden-Management in der Kfz-Haftpflichtversicherung und gab damit einen Einblick in seine Bachelorarbeit. Fokussiert wurde hierbei die Relevanz von Personenschäden im Bereich der Kfz-Haftpflicht sowie die möglichen Anknüpfungspunkte des Schadenmanagements: auftretende Personenschäden nachhaltig zu minimieren in Verbindung mit den Zielen, Prozesskosten zu optimieren, Schadenkosten zu senken sowie Kundenzufriedenheit zu steigern. Erstmals kamen beide Vortragende aus den Reihen der Absolventen, was auf eine sehr positive Resonanz stieß. Während und nach den jeweiligen Vorträgen kam es daher zu einer angeregten und produktiven Diskussion zwischen den Referenten und dem Plenum.

Die Veranstaltung endete mit einer Einladung der Teilnehmer zum anschließenden Get Together in das „Cafe Madrid“.


Rückblick in unser Hauptseminar im Wintersemester 2014/15

Wie in jedem Semester, bietet der Lehrstuhl für Versicherungslehre seinen Bachelor- und Masterstudierenden eine Reihe von Fachvorträgen, die im Rahmen der Hauptseminarveranstaltungen von führenden und hochkarätigen Referenten der Versicherungsbranche vorgetragen und mit dem Plenum diskutiert werden.

Auch im vergangenen Semester konnten dafür erneut namhafte Persönlichkeiten aus traditionsreichen und führenden Unternehmen des Marktes gewonnen werden.

Am 26.11.2014 fand die in der Hauptseminarreihe enthaltene Exkursion statt, im Rahmen derer die Studierenden ausgewählte Unternehmen vor Ort besuchen können, um sich einen Eindruck vom Arbeitsumfeld zu machen oder wertvolle Kontakte für den späteren Berufseinstieg zu knüpfen. In diesem Semester ging es für die 35 Teilnehmer nach Hannover, dem Standort der VHV-Gruppe. Der Vorstandsvorsitzende, Herr Uwe H. Reuter, referierte dort zum Thema „Industrialisierung zur Qualitätssteigerung und Kostensenkung der Prozesse im Versicherungsunternehmen – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis“. Nicht nur bei der anschließenden Plenumsdiskussion sondern auch beim Mittagessen hatten die Studierenden ausreichend Zeit, mit dem Referenten bzw. weiteren Verantwortlichen sowie mit Kommilitonen über das Thema zu sprechen oder Fragen rund um die VHV zu stellen.

Gesättigt ging es direkt weiter nach Braunschweig, wo Herr Wulf-Dieter Hartrampf, Vorstandssprecher der Volkswagen Versicherung AG und Geschäftsführer der Volkswagen Versicherungsdienst GmbH, den Studierenden einen Einblick in das Thema „Finanzdienstleistungen im Automobilkonzern“ gab und somit zu angeregten Diskussionen im Plenum aufrief. Im Anschluss wurden die Studierenden in Wolfsburg durch einen kleinen Teil der Autostadt geführt, erfuhren dort viele Fakten zum Thema Nachhaltigkeit. Bei einem mediterranen Snack ließen sie die Exkursion noch einmal Revue passieren.

Am 17.12.2014 setzte sich die Hauptseminarreihe wie gewohnt in den Räumlichkeiten des Instituts mit einem Vortrag von Herrn Dr. Gerd Weidenfeld, Leiter der Abteilung Corporate Finance der Gothaer Versicherung, zum Thema „Kapitalanlagen in Erneuerbare Energien und Infrastruktur – Chancen und Herausforderungen unter aktuellen Marktbedingungen und Solvency II“ in Leipzig fort. Hierbei wurden die Vorteile einer Investition in erneuerbare Energien – wie hohe Renditeerwartungen, staatliche Einspeisevergütungen oder das geringe Risiko aus dem Anlagenbetrieb – dargelegt und die Herausforderungen im Kontext von Solvency II näher beleuchtet.

Im neuen Jahr, am 8. Januar 2015, startete das Hauptseminar mit gleich drei namhaften Referenten. Zu Beginn sprach Herr Dr. Ferdinand Graf Wolff von Metternich, Partner der Oliver Wyman AG, über die „Steuerung des Versicherungsvertriebs im Spannungsfeld zwischen Vertriebssteuerung und Kundenorientierung“. Neben fünf Faktoren, welche die Zukunft des Versicherungsvertriebs zukünftig beeinflussen werden, ging Herr von Metternich insbesondere auf die sich für die Versicherer ergebenden Handlungsfelder ein. Am Nachmittag begrüßte Herr Prof. Wagner Frau Marguerite Mehmel, Managerin bei der PricewaterhouseCoopers AG. In Ihrem Vortrag zum Thema „Der GDV-Vertriebskodex aus Sicht eines Wirtschaftsprüfers“ erläuterte Frau Mehmel anschaulich den Aufbau des GDV-Verhaltenskodexes sowie die aus dem Kodex entstehenden Anforderungen an die Prüfung. Zum Abschluss des Tages referierte Herr Torsten Nietz, Geschäftsführer der Finanz-DATA GmbH, Beratungs- und Softwarehaus, zu „Automatisierung und Standardisierung von Versicherungsprozessen aus Sicht eines IT-Beraters – Vorteile (nur) für kleine und mittelständische Unternehmen?“. Nach einer kurzen Einführung in die grundlegenden Begriffe und Prozesse, skizzierte Herr Nietz den Studierenden die idealtypische Prozesskette und arbeitete acht Ansatzpunkte der Optimierung heraus. Allen Vorträgen schloss sich eine rege Diskussion im Plenum an, bei der die Vortragenden den Studierenden gern Rede und Antwort standen und sie damit in ihre spezifischen Berufsfelder blicken ließen.

Am finalen Tag der Hauptseminarreihe des Wintersemesters 2014/15 wurden erneut drei höchst spannende und aktuelle Vorträge gehalten. Den Start gab hierfür Herr Dr. Clemens Muth, Mitglied des Vorstands der ERGO Versicherungsgruppe AG, mit seinem Beitrag zum „Lebensversicherungsreformgesetz – Bedeutung und Auswirkungen für die Assekuranz“. Neben den einzelnen Schritten auf dem Weg zur Reform und dessen wesentlichen Inhalten ging Herr Dr. Muth insbesondere auf die Konsequenzen für die Branche ein. Direkt daran anschließend sprach Herr Michael Johnigk, Mitglied der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, zum Thema „Weiterbildung von Versicherungsvermittlern – Bestandsaufnahme, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven“. Den Schwerpunkt des Fachvortrags legte Herr Johnigk dabei auf die Brancheninitiative „gut beraten“, ging auf deren Funktionsweise ein, gab einen Einblick in die Praxis seines Hauses und wagte anschließend einen Blick in die Zukunft der Vermittlerweiterbildung. Zum Abschluss, sowohl der Vortrags- als auch der Seminarreihe, begrüßte Herr Prof. Wagner das Mitglied der Geschäftsleitung von Allianz Global Automotive, Matthias Wünsche. Bei seinem Vortrag „Kfz-Versicherung: Ansätze zur Globalisierung im Rahmen von Kooperationen mit Autoherstellern“ stellte Herr Wünsche heraus, dass unter anderem die zunehmende Komplexität der modernen Fahrzeuge oder alternative Anschaffungsmethoden wie Leasing neue und intelligente Versicherungslösungen verlangen und die Branche so vor künftige Herausforderungen stellen. Besonders interessant für die Studierenden war der von ihm gewährte Einblick, wie Allianz Global Automotive diesen entgegentritt.


Einblick in das Hauptseminar im Sommersemester 2015

Auch im Sommersemester 2015 bietet der Lehrstuhl für Versicherungslehre eine Reihe von Gastvorträgen im Rahmen der Hauptseminarreihe an und konnte hierfür erneut namhafte Persönlichkeiten aus traditionsreichen und führenden Unternehmen der Versicherungsbranche gewinnen, um mit den Studierenden über aktuelle Themen der Branche zu diskutieren.

Wir freuen uns darauf, zu folgenden Themen diese namhaften Referenten in Leipzig begrüßen zu dürfen:

Dr. Monica Sebold-Bender, Vorstand Komposit & Schaden, Generali Versicherungen
Schadenmanagement als Erfolgsfaktor im Versicherungsunternehmen

Wulff-Dieter Hartrampf, Sprecher des Vorstands Volkswagen Versicherung AG, Geschäftsführer Volkswagen Versicherungsdienst GmbH und Volkswagen Versicherungsvermittlung GmbH, Sprecher der Geschäftsführung MAN Versicherungsvermittlung GmbH
Die Versicherungsaktivitäten im Volkswagenkonzern – Bedeutung und aktuelle Herausforderungen national und international

Dr. Frank Ulbricht, Mitglied des Vorstands, BCA AG
Das Lebensversicherungsreformgesetz – Konsequenzen für Maklerpools

Torsten Nietz, Geschäftsführer, Finanz-DATA GmbH, Beratungs- und Softwarehaus
Digitalisierung in der Assekuranz: Revolution bei den Produkten, Prozessen und durch Substitutionskonkurrenz?

Leo Zagel, Vorsitzender des Vorstands, EXTREMUS Versicherungs-AG
Terrorversicherung – Chancen und Herausforderungen

Martin Limbeck®, CSP – Der Hardselling-Experte, Verkaufs-, Management- und Persönlichkeitscoach
Erfolgsfaktoren eines Versicherungsvermittlers – heute und morgen?

Dr. Arno Junke, Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Rückversicherung AG und Verband öffentlicher Versicherer
Geschäftsmodell Rückversicherung – Aktuelle Herausforderungen und Potenziale

Wie in jedem Semester beinhaltet die Hauptseminarreihe eine Exkursion, im Rahmen derer die Studierenden die Möglichkeit haben, zwei ausgewählte Unternehmen vor Ort zu besichtigen und sich mit den Referenten und weiteren Vertretern auszutauschen, um mehr über die Arbeit des jeweiligen Hauses zu erfahren. Im aktuell laufenden Sommersemester freuen wir uns, zu Gast bei der IDEAL Versicherungsgruppe sowie bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Berlin zu sein. Herr Rainer M. Jacobus, Vorsitzender der Vorstände der IDEAL Versicherungsgruppe, referiert über die „Potenziale und Perspektiven privater Pflegerentenversicherung im Vertrieb“ und lädt unsere Studierenden anschließend zu einer Hausführung sowie einem gemeinsamen Mittagessen ein. Am Nachmittag spricht Herr Dr. Andreas Freiling zum Thema „Der GDV-Verhaltenskodex – Umsetzungserfahrungen aus Sicht der Wirtschaftsprüfung im Rahmen des Angemessenheitstests“. Auch in seinem Hause wird ein anschließendes Get-Together stattfinden.

Wir freuen uns auf eine interessante Vortragsreihe.


Ankündigung der 2. Konferenz „Aktuelle Entwicklung im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen“

Am 15. Juni 2015 veranstaltet unser Institut nach der erfolgreichen Pilotkonferenz in 2014 die 2. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen“.

Auf unserer 2. Konferenz werden hoch renommierte Branchenexperten aus der Assekuranz erneut die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen aufgreifen und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.

Folgende Themen sind für die Konferenz geplant:

Frank Romeike, Geschäftsführer, RiskNET – The Risk Management Network RiskNET GmbH
Die vernachlässigte Risikokategorie in der Assekuranz: Reputation und der gute Ruf

Axel-Rainer Hoffmann, Mitglied des Vorstands, VOLKSWOHL BUND Versicherungen
Die Asset Allocation in Zeiten des Niedrigzinsniveaus – Herausforderungen für das Risikomanagement

Markus Ertel, Solution Expert for Insurance and Security, SAP Deutschland SE & Co. KG
Cyberrisiken bei Versicherungsunternehmen – IT als Quelle und Schutzschild

Oliver Kewes, Mitglied des Vorstands, ConVista Consulting AG
Prozessoptimierung und Komplexitätsreduzierung im Risikomanagement durch Softwareunterstützung

Dr. Dieter Köhnlein, Mitglied des Vorstands, Deutsche Aktuarvereinigung e.V.
Geschäftsführer, Solvency Fabrik GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Enterprise Risk Management – eine neue Rolle des Aktuars

Dr. Ingo Kraus, Abteilungsleiter Finanzmathematik/ALM, ERGO Versicherungsgruppe AG
Asset Liability Management in der deutschen Lebensversicherung – Auswirkungen der LTGA-Regelungen

Gregor Arendt, Group Treasury and Capital Management, Solvency II IMAP Lead, Zurich Insurance Company Ltd.
Swiss Solvency Test: Erfahrungswerte für die Einführung von Solvency II

Bei Fragen oder für die Anmeldung wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann[at]ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).

Alle Informationen rund um Konferenz finden Sie auch auf unserer Website.


Neues vom MBA-Programm

Im Zeitraum vom 12. bis zum 25. Januar 2015 konzentrierten sich die MBA-Studierenden der sechsten Durchführungsrunde wieder ganz auf ihr Studium. In den Räumen des Instituts für Versicherungswissenschaften der Universität Leipzig fand ihr viertes Hauptmodul statt.

In jenem Modul, Finance and Risk Management, wurden ihre Kenntnisse zum Risikomanagements vertieft und insbesondere auf das Kapitalanlagemanagement in der Theorie und in der Praxis eingegangen. In diesem Zusammenhang erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in das Geschäftsmodell der Lebensversicherung sowie der Funktionsweise des Rückversicherungsgeschäfts. Dazu zählte neben einer Einführung in die Verbriefung von Versicherungsrisiken auch das Geschäft des Alternativen Risikotransfers. Im Integrationsblock mussten die Studierenden abschließend das Gelernte anwenden. Dazu erarbeiteten sie einen mittelfristigen strategischen Plan zum Erhalt eines Versicherungsunternehmens und präsentierten diesen dann allen Gruppen sowie den anwesenden Dozenten. Den kritischen Fragen hatten sie sich im Nachhinein ebenfalls zu stellen.

Das Team der Dozenten bestand im vierten Hauptmodul aus Herrn Frank-Christian Corell, Herrn Prof. Dr. Helmut Gründl, Herrn Prof. Stefan Materne, Herrn Prof. Dr. Hato Schmeiser sowie Herrn Prof. Dr. Fred Wagner.

Im Anschluss an die Lehrveranstaltungen gönnten sich die Studierenden – bei Aktivitäten mit dem Institutsteam – eine Pause vom Lernstress. Nicht nur das traditionelle gemeinsame Mittag- und Abendessen, sondern auch ein sportliche Stunde in der Soccerworld Leipzig rundeten die zwei Wochen ab und gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, den Studienalltag kurz zu vergessen.


Ankündigung: künftige Veranstaltungstermine zum vormerken

Gerne teilen wir Ihnen schon jetzt unsere Veranstaltungstermine für das Jahr 2015 und 2016 mit, sofern diese feststehen. Bitte beachten Sie insbesondere die TERMINVERLEGUNGEN unserer Veranstaltungen in 2016

2015

15.06.2015: 2. Risikomanagementkonferenz
02./03.11.2015: 7. Vertriebskonferenz

2016

NEU 29.02.2016: 9. Alumni-Treffen
NEU 01.03.2016 16. Vorlesungstag an der Universität Leipzig
NEU 02.03.2016: Universitäts-Update Versicherungsbetriebslehre

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei unseren kommenden Veranstaltungen als Teilnehmer begrüßen dürfen.

Für Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Ihr Institutsteam



Newsletter 2014

Dezember
Ankündigung: 15. Vorlesungstag und Universitätsupdate 2015

Wir würden uns freuen, Sie am Donnerstag, dem 26. März 2015 zu unserem 15. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ begrüßen zu dürfen. Herr Professor Dr. Fred Wagner moderiert wie auch in den Vorjahren durch die Veranstaltung. Der Vorlesungstag bietet seinem Publikum aus der Versicherungswirtschaft und angrenzenden Branchen ein Forum, um die aktuellen Branchenthemen aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht zu diskutieren und sich auszutauschen. Die Agenda des kommenden Vorlesungstags finden Sie ebenfalls anbei. Folgende hochrenommierte Experten konnten wir gewinnen:

Dr. Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf, Allianz Deutschland AG
Sven Gábor Jánszky, Geschäftsführer, Trend- und Zukunftsforscher, 2b AHEAD ThinkTank GmbH
Thilo Knaupp, Vorstand, Check24 Vergleichsportal Versicherungen AG
Dr. Nikos Kotalakidis, Head of Industry, Financial Services, Google Germany GmbH
Alexander Makowski, Project Manager, ConVista Consulting AG, Absolvent des MBA-Insurance am IfVW
Dr. Reto Schneider, Director, Head of Emerging Risk Management, Swiss Reinsurance Company
Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender, MLP Finanzdienstleistungen AG
Dr. Jan Wick, Vorsitzender des Vorstands, Talanx Deutschland AG

Wir bitten Sie, uns bis zum 11. März 2015 eine Rückmeldung per Email, Post oder per Fax an 0341-355 305-99 zukommen zu lassen.

Am Folgetag, Freitag, dem 27. März 2015, findet erneut ein Universitäts-Update zu aktuellen Branchenthemen unter fachlicher Leitung von Herrn Professor Wagner statt, die interaktiv im Teilnehmerkreis diskutiert werden. Für das Universitäts-Update sind folgende Themen geplant:

Das LVRG: Bestandsaufnahme, erste Erfahrungen und Ausblick
Das Außenimage der Versicherungsbranche: Erklärungsansätze und Herausforderungen

Bei Fragen oder für die Anmeldung wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).

Alle Informationen rund um den Vorlesungstag und das Universitäts-Update finden Sie auch auf unserer Website unter www.vorlesungstag2015.de.


Ankündigung: 8. Alumni-Treffen 2015

Das Jahr neigt sich schon bald dem Ende und im Frühjahr des nächsten Jahres findet das 8. Alumni-Treffen des Instituts für Versicherungslehre statt. Dazu möchten wir Sie noch einmal recht herzlich einladen. Veranstaltungszeit und -ort bleiben wie bereits angekündigt bestehen. Am 25. März 2015 ab 16:00 Uhr im Institutsgebäude im Seminarraum 1, 1. OG, Grimmaische Str. 12 in 04109 Leipzig.

Die konkrete Agenda werden wir zeitnah zur Verfügung stellen.

Unsere Alumni-Treffen sind grundsätzlich für alle Absolventen (Diplom, Bachelor, Master, MBA) konzipiert. Bei Fragen zu unseren Alumni-Treffen wenden Sie sich gerne an Frau Karolin Pötzsch (E-Mail: karolin.poetzsch(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 53).


Rückblick: 6. Vertriebskonferenz

Das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig veranstaltete am 23. und 24. September 2014 die 6. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ in Köln. Herr Professor Dr. Fred Wagner, der auch die Veranstaltung moderierte, konnte dazu 75 Teilnehmer im Veranstaltungsbereich des Hotel Pullman Cologne begrüßen.

Den Einführungsvortrag zum Konferenzblock „Regulierung“ hielt Herr Christian Mylius, Managing Partner der Innovalue Management Partner GmbH, unter der Überschrift „“Stresstest LVRG – Implikationen für den deutschen Vertriebsmarkt“. Dabei ging er auf die Kernelemente des Lebensversicherungsreformgesetzes mit Bezug zur Versicherungsvermittlung ein, erläuterte deren Folgen und erschloss daraus schließlich Handlungsfelder.

Anschließend stellte Herr Sebastian Greif, Mitglied des Vorstands der neue leben Lebensversicherung AG, seine Erkenntnisse zum Thema „IMD2 – Auswirkungen auf die strategische Vertriebsausrichtung“ vor. Zentrale Herausforderungen bestünden hier in der Implementierung, Administration, Standardisierung und Koordination. Pointiert fasste Herr Greif zusammen: „IMD2 ist eine Riesen-Chance für uns alle“. Dies führte anschließend zu intensiven Diskussionen über Beratung und deren Qualität.

Vor der Mittagspause sprach Herr Michael Winzer, Director Risk Insurance bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum Thema „Der GDV Kodex für den Versicherungsvertrieb aus Wirtschaftsprüfersicht“. Nach einem kurzen Überblick erklärte er die elf Leitsätze und ging anschließend in diesem Zusammenhang auf die Positionierung ein. Im Nachgang diskutierten der Referent sowie Herr Professor Wagner die Thematik in vielen Sichtweisen. Sie waren sich einig, dass es wohl nicht beim Angemessenheitstest bleiben wird.

Mit der Themenstellung „Vergütungsregulierung im Versicherungsvertrieb: Status quo, Entwicklungslinien und Konsequenzen“ schlossen der Vorstand Herr Frank Rottenbacher sowie der geschäftsführende Vorstand Herr Norman Wirth des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. den ersten Themenblock. Dabei zogen sie verschiedene Vergütungsmodelle in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Allgemein sei im Bereich der Vergütung von Vertriebspartnern viel mehr möglich, als gegenwärtig diskutiert wird.

Im kurzen zweiten Block „Digitalisierung I“ zeigte Herr Dr. David Stachon, Vorstandsvorsitzender der Direct Line Versicherung AG, die „Potenziale im digitalen Verkauf von Versicherungsprodukten“ auf. Die Potenziale sieht er vor allem in der digitalen Vermarktung, der Analyse und Bereitstellung von Kundendaten sowie der Risikoabschätzung. Ebenso positionierte er sich stark für gezielte Werbemaßnahmen in Verbindung mit Kundensegmentierung.

Im Rahmen des letzten Veranstaltungsblocks des ersten Konferenztags wurde der „Maklervertrieb“ mit zwei interessanten Vorträgen thematisiert. Zunächst sprach Herr Ulrich Neumann, Leiter des Vertriebswegs Makler und Vorstand der Gothaer Vertriebs-Service AG über die „Vertriebsunterstützung als Erfolgsfaktor im Maklervertrieb“. Für den Bereich der Makler sieht er eine klare Zielgruppenfokussierung vor, um deren besonderer Bedeutung in der Versicherungsvermittlung gerecht zu werden. Auch die Kommunikation mit den Maklern war wesentlicher Bestandteil seiner Ausführungen.

Herr Christoph Bülk, Geschäftsführender Gesellschafter der Funk Gruppe GmbH, schloss mit seinem Referat über „Entwicklungstendenzen im gewerblichen und industriellen Maklergeschäft“ den ersten Veranstaltungstag. Trends und zu bewältigende Hürden in diesem Bereich sah Herr Bülk vor allem in der Digitalisierung, der Marktsegmentierung, dem Schaffen von Mehrwerten für den Kunden, der Globalisierung sowie der Mitarbeitergewinnung und deren Qualifizierung.

Das abendliche Get-Together bot dann noch einmal die Möglichkeit, die verschiedenen Themen- und Fragestellungen in angenehmer Atmosphäre fortzuführen und zu intensivieren.

Den zweiten Veranstaltungstag eröffnete Herr Dr. Jürgen Cramer, Mitglied des Vorstands der Sparkassen DirektVersicherung AG, mit dem Thema „Digitalisierung – Zeitenwende im Versicherungsvertrieb?“. Anhand des 5-Kräfte-Modell nach Porter erläuterte Herr Cramer dann alle Einflüsse, die dem Versicherungsvertrieb im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung bevorstehen. Vor diesem Hintergrund äußerte er sich auch kritisch zur „Banner-Werbung“ im Internet.

„Vertriebswege“, den vorletzten Veranstaltungsblock, füllten Herr Raimund Ohnemus, General Manager Insurance Business bei der BMW Bank GmbH, und Stephan Moltzen, Head of Product Management Insurance bei der Deutsche Bank Private & Business Clients, mit vielen angeregten Inhalten. Herr Ohnemus sprach zunächst zum Thema „Strategisches Kooperationspotenzial von Autobanken und Versicherern“. Dabei verdeutlichte er zunächst die Rahmenbedingungen in dieser Sparte. Möglichkeiten zur Kooperation sah er vor allem zwischen Sales und After-Sales, wozu gerade das Schadenmanagement zählt.

Das folgende Referat von Herr Stephan Moltzen zum „Geschäftsmodell Allfinanz – Vollständige Integration in Sicht?“ widmete sich vor allem der kritischen Betrachtung von Allfinanzkonzepten und Vergütungssystemen. Seiner Meinung nach sei es wichtig, Bedarfe klar zu trennen, einfache Produkte im Direktverkauf zu vertreiben und komplexe Produkte zu vereinfachen. Ebenso gab er zu bedenken, dass mehr Transparenz und daraus resultierende Vergleichbarkeit diesen Vertriebsweg stärken würden.

Ihre vielseitigen Betrachtungen auf drängende Fragen des Versicherungsvertriebs stellten die Redner der Abschlussvorträge vor. Dabei sprach Herr Dr. Rolf Wiswesser, Mitglied des Vorstands der ERGO Versicherungsgruppe AG, über die „Fluktuation der Vertriebspartner in der Assekuranz: Bestandsaufnahme, Problemstellungen und Lösungsansätze“. Fluktuation kann verschiedene Arten und Gründe aufweisen, sei zwar von außen betrachtet negativ, jedoch legte Herr Dr. Wiswesser den Zuhörern nahe, dass sie nicht immer schlecht sei. Durch fundierte Aus- und Weiterbildung, Transparenz, Leitbilder und Bindungsmaßnahmen ließe sich der Fortgang von geeignetem Vertriebspersonal jedoch eindämmen.

Fachlich pointiert und beendet wurde die sechste Vertriebskonferenz durch Herrn Jens Hasselbächer, Mitglied der Vorstände der AXA Versicherungen. Er referierte über die Angelegenheit „Service-to-Sales: Welchen Wertbeitrag kann Service für den Vertrieb leisten?“. Herr Hasselbächer ging zunächst auf fünf zentrale Handlungsfelder ein, die den Versicherungsvertrieb mit Hilfe von Service verbessern könnten. Den persönlichen Kontakt, Transparenz und eine offene Feedback-Kultur bezeichnete er für alle Prozesse als notwendige Herausforderung.


Rückblick: 2. Lebenskonferenz

18. November 2014 in Köln

Nach einer erfolgreichen Pilotkonferenz im vergangenen Jahr lud das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig am 18. November 2014 zur 2. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“ nach Köln ein. Herr Professor Dr. Fred Wagner, der die Veranstaltung moderierte, begrüßte dazu 75 Teilnehmer im Veranstaltungsbereich des Hotels Pullman Cologne.

Der Blick auf die Agenda des Tages seitens des Gastgebers versprach interessante Themenstellungen und vielseitige Diskussionen. Zunächst kam Herr Joachim Geiberger, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung von MORGEN & MORGEN, mit seinem Vortrag über „Strategische Produktoptionen im Lebensversicherungsgeschäft“ zu Wort. Gezielte Maßnahmen der Forschung und Entwicklung, die im industriellen Sektor typischerweise Veränderungen vorausgehen, bezeichnete er im Zusammenhang mit der Versicherungswirtschaft als „Stiefkind“. Weiterhin gab er Beispiele für strategische Produktangebote und -optionen im Bereich der Altersvorsorge, die vor allem auf Transparenz und Bezahlbarkeit abzielten.

Die „Herausforderungen in der Lebensversicherung aus Sicht der BaFin“ erläuterte deren Exekutivdirektor Versicherungsaufsicht, Herr Felix Hufeld. Auf die Doppelbelastung der schwierigen Marktumstände und regulatorischen Anforderungen, die er aufzeigte, müsse mit einem breiten „Strauß von möglichen Maßnahmen“ reagiert werden. Dabei unterschied er zwischen drei Blöcken: der Zukunftsfähigkeit der Vorsorgeprodukte, der Thematik um die Kosten sowie unbedingt benötigter Transparenz gegenüber oder Akzeptanz und Vertrauen aus der Bevölkerung.

Den letzten Vortrag vor der Mittagspause „Zinszusatzreserve: Status quo und Konsequenzen“ hielt Herr Michael Kurtenbach, Mitglied des Vorstands der Gothaer Lebensversicherung AG. Einleitend vermittelte er einen Überblick zu den Grundlagen, der Funktionsweise sowie den Berechnungsverfahren und dem bilanziellen Charakter dieses Instruments, woraus er finanzwirtschaftliche Implikationen ableitete. Zu bedenken gab er vor allem die Probleme, die im Zusammenhang mit der anhaltenden Niedrigzinsphase stehen, sowie die Finanzierbarkeit der hohen Garantien im Bestand der Lebensversicherer.

Aus seiner alltäglichen Berufspraxis berichtete Herr Frank Wittholt, Mitglied der Vorstände der VORSORGE Lebensversicherung AG sowie ERGO Pensionsfonds AG, im Detail über den „Kooperationsvertrieb in der Lebensversicherung“. Dabei erläuterte er die typischen Funktionsweisen und Herausforderungen, die mit diesem Vertriebstyp in Verbindung mit der Lebensversicherung einhergehen. Sehr wichtig sei vor allem die enge Verzahnung in die Bankgeschäfte oder der Aufbau eines gemeinsamen Data Warehouse.

Herr Volker Seidel, Mitglied des Vorstands der Generali Versicherungen, zeigte die „Anforderungen an die Produktgestaltung im aktuellen Marktumfeld“ auf. Dabei drückte er gleich zu Beginn aus, dass der Sicherheitsgedanke unbedingt vor Rendite und Transparenz stehen sollte. Darauf müssten die Produkte eine Antwort geben. Trotz dessen, dass die Rahmenbedingungen seiner Meinung nach nicht besser werden würden, misst er der Zukunft ein Wachstum des Neugeschäfts bei, da die Vorsorgeprodukte auch in heutiger Zeit nicht an Wichtigkeit verloren haben. Jedoch gab Herr Seidel zu bedenken, dass die Produktgestaltung in der Branche vielleicht „früher zu leichtsinnig und heute zu scheu“ erfolgt.

Besonderes Interesse der Zuhörerschaft fand der Vortrag von Herrn Heinz-Jürgen Roppertz, Mitglied des Vorstands der Delta Lloyd Deutschland AG, über „Run-off in der Lebensversicherung: Potenziale und Herausforderungen“. Dabei erläuterte er die Hintergründe, die Umsetzung des Run-offs und schließlich die Hürden, welche es bei der Gesellschaft zu überwinden galt. Grundsätzlich gilt es, Strukturen zu schmälern. So bitter die Maßnahmen zum Run-off eines Lebensversicherers auch sein mögen, hielt Herr Roppertz dem auch eine Darstellung der seitdem positiven Geschäftsergebnisse entgegen.

Beendet wurde die zweite Lebenkonferenz durch Herrn Rolf Schünemann, Mitglied des Vorstands der Lebensversicherung von 1871 a.G. München. Er nahm sich der Themenstellung „Lebensversicherung 2015 – Ausblick vor dem Hintergrund dynamischer Regulierungsentwicklungen“ an. Dazu stellte er zunächst die Meilensteine der qualitativen Entwicklung der Branche sowie die demografischen Gegebenheiten in der Zukunft dar, bevor er daraus den Auftrag der privaten Versicherungswirtschaft ableitete. Auch die Auswirkungen des Lebensversicherungsreformgesetzes bezog er in seinen Vortrag ein.


Unser Hauptseminar im Wintersemester 2014/2015 – ein Einblick

Wie in jedem Semester bietet der Lehrstuhl für Versicherungslehre seinen Bachelor- und Masterstudierenden eine Reihe von Fachvorträgen im Rahmen der Hauptseminarveranstaltung, welche von führenden und hochkarätigen Referenten der Versicherungsbranche vorgetragen und mit dem Plenum diskutiert werden.

Auch in dem aktuell laufenden Semester bietet das Institut für Versicherungswissenschaften wieder vorlesungsbegleitende Hauptseminare an und konnte dafür erneut namhafte Persönlichkeiten aus traditionsreichen und führenden Unternehmen des Marktes gewinnen.

Am 26.11.2014 fand die in der Hauptseminarreihe enthaltene Exkursion statt, im Rahmen derer die Studierenden ausgewählte Unternehmen vor Ort besuchen können, um sich einen Eindruck vom Arbeitsumfeld zu machen oder wertvolle Kontakte für den späteren Berufseinstieg zu knüpfen. In diesem Semester ging es für die 35 Teilnehmer nach Hannover, dem Standort der VHV-Gruppe. Der Vorstandsvorsitzende, Herr Uwe H. Reuter, referierte dort zum Thema „Industrialisierung zur Qualitätssteigerung und Kostensenkung der Prozesse im Versicherungsunternehmen – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis“. Nicht nur bei der anschließenden Plenumsdiskussion sondern auch beim Mittagessen hatten die Studierenden ausreichend Zeit, mit dem Referenten sowie mit Kommilitonen über das Thema zu sprechen oder Fragen rund um die VHV zu stellen.

Gesättigt ging es direkt weiter nach Braunschweig, wo Herr Wulf-Dieter Hartrampf, Vorstandssprecher der Volkswagen Versicherung AG und Geschäftsführer der Volkswagen Versicherungsdienst GmbH, den Studierenden einen Einblick in das Thema „Finanzdienstleistungen im Automobilkonzern“ gab und somit zu angeregten Diskussionen im Plenum aufrief.

Zur nächsten Hauptseminarveranstaltung, am 17.12.2014, begrüßt Herr Professor Dr. Fred Wagner dann in den Räumlichkeiten des Instituts in Leipzig, Herrn Dr. Gerd Weidenfeld, Leiter der Abteilung Corporate Finance der Gothaer Versicherung, mit seinem Beitrag zur „Kapitalanlage in Erneuerbaren Energien und Infrastruktur – Chancen und Herausforderungen unter aktuellen Marktbedingungen und Solvency II“ sowie Herrn Dr. Ferdinand Graf Wolff von Metternich, Partner bei der Oliver Wyman AG, zum Thema „Steuerung des Versicherungsvertriebs im Spannungsfeld zwischen Vertriebssteuerung und Kundenorientierung“.

Im neuen Jahr, am 8.1.2015 referiert Herr Gunter Lescher, Partner bei PricewaterhouseCoopers, zu dem spannenden und höchst aktuellen Thema „GDV-Vertriebskodex aus Sicht des Wirtschaftsprüfers“. Anschließend ist Herr Torsten Nietz, Geschäftsführer der Finanz-DATA GmbH, in Leipzig zu Gast, um mit den Studierenden über „Automatisierung und Standardisierung von Versicherungsprozessen aus Sicht eines IT-Beraters – Vorteile (nur) für kleine und mittelständische Versicherer?“ zu sprechen.

Der Abschluss der Seminarreihe findet am 27.1.2015 ebenfalls im Hinterhaus des Instituts für Versicherungswissenschaften statt. Gleich drei hochkarätige Vorträge werden an diesem Tag den Studierenden präsentiert. Den Anfang macht hierbei Herr Dr. Clemens Muth, Vorstandsmitglied der ERGO Versicherungsgruppe AG, mit einem Beitrag zum „Lebensversicherungsreformgesetz – Bedeutung und Auswirkungen für die Assekuranz“, gefolgt von Herrn Michael Johnigk, Vorstandsmitglied der SIGNAL IDUNA Gruppe, der zum Thema „Weiterbildung von Versicherungsvermittlern – Bestandsaufnahme, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven“ spricht. Nach einer Mittagspause schließt Herr Karsten Crede, CEO der Allianz Global Automotive mit seinem Vortrag über „Kfz-Versicherung: Ansätze zur Globalisierung im Rahmen von Kooperationen mit Autoherstellern“ die Vortragsreihe ab.

Wir freuen uns bereits jetzt auf die kommenden spannenden Themen und hoffen auf angeregte und produktive Diskussionen, die den Bogen der Wissenschaft zur Praxis spannen.


Neues vom MBA-Programm

Am 12. September 2014 fand, diesmal in Düsseldorf, der zweite „MBA-Stammtisch“ statt. Eine Veranstaltung bei der sich regelmäßig die Ehemaligen der vergangenen Durchführungsrunden sowie die aktuellen MBA-Studierenden treffen und die Möglichkeit nutzen, das informelle „Networking“ zu pflegen.

Auf 172,5 Metern Höhe ging es für die 32 Teilnehmer zunächst zum Kaffeeklatsch in das Rheinturm Restaurant, welches innerhalb einer Stunde sanft um die eigene Achse rotierte und somit von allen Plätzen einen stets wechselnden Ausblick auf die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt bot.

Nach Kaffee und Kuchen vertrat sich die Stammtischrunde, in wunderbarem Sonnenschein, bei einer Führung durch den Düsseldorfer Hafen die Beine, um dann mit einem gemeinsamen Abendessen im italienischen Stil, in gemütlichem Ambiente den Tag ausklingen zu lassen.

Kurz darauf hieß es für die aktuelle sechste Durchführungsrunde Bergfest. Vom 29. September bis 12. Oktober 2014 absolvierten die Studierenden der sechsten Durchführungsrunde ihr drittes Hauptmodul in Leipzig und ließen somit die erste Hälfte ihrer Studienzeit hinter sich. Das Modul konzentrierte sich inhaltlich auf den interessanten Bereich des Marketing Management. In den gewohnten zwei Wochen voller Veranstaltungen und des Lernens bauten die Studierenden nicht nur ihr Wissen und ihre Kenntnisse weiter aus, sondern nutzten auch die Zeit, um beim Bowlen, einem gemeinsamen Abend- und Mittagessen den Kontakt zu den Institutsmitarbeitern zu verstärken und ihr Netzwerk auch untereinander weiter zu entwickeln.

Während die sechste Durchführungsrunde mit dem Abschluss des dritten Moduls, die hinter sich gebrachte erste Hälfte ihres Studiums feiern konnte, gab es für die fünfte Durchführungsrunde einen noch größeren Grund zur Freude.

Am 24. Oktober wurden den 18 Studierenden, im Rahmen einer feierlichen Übergabe in den Räumen der Albertina Bibliothek im Leipziger Musikviertel in der Beethovenstraße, ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Zu diesem Anlass ließ es sich Herr Professor Dr. Eisenecker, Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, nicht nehmen, den Absolventen seine besten Wünsche für die Zukunft persönlich mit auf den Weg zu geben. Auch Professor Dr. Wagner schloss sich mit einer Rückblende auf die vergangenen zwei Jahre des Studiums, zum einen die stressigen, zum anderen aber auch die schönen Momente in Erinnerung rufend, an die Wünsche des Dekans an. Nach der anschließenden Übergabe der Zeugnisse sowie einer Reihe von Abschlussbildern ließen die 65 Teilnehmer der Graduierungsfeier, neben Absolventen und Familie waren auch einige Unternehmensvertreter der entsprechenden Häuser anwesend, den Abend im stilvollen Rahmen über den Dächern Leipzigs, im 29. Stock des Panoramatowers, ausklingen.

Bei Fragen zum MBA-Programm wenden Sie sich gerne an Frau Sandra Brzuske (E-Mail: sandra.brzuske(at)mba-insurance.de oder Tel.: 0341-355305 52).


Ankündigung: künftige Veranstaltungstermine zum vormerken

Gerne teilen wir Ihnen schon jetzt unsere Veranstaltungstermine für das Jahr 2015 und 2016 mit, sofern diese feststehen:

2015

25.03.2015: 8. Alumni-Treffen
26.03.2015: 15. Vorlesungstag an der Universität Leipzig
27.03.2015: Universitäts-Update Versicherungsbetriebslehre
15.06.2015: 2. Risikomanagementkonferenz
02./03.11.2015: 7. Vertriebskonferenz

2016

02.03.2016: 9. Alumni-Treffen
03.03.2016 16. Vorlesungstag an der Universität Leipzig
04.03.2016: Universitäts-Update Versicherungsbetriebslehre

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bei unseren kommenden Veranstaltungen als Teilnehmer begrüßen dürfen.


August
Rückblick: 14. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“

Am 25. März 2014 kamen erneut zahlreiche Repräsentanten der Versicherungswirtschaft und angrenzender Bereiche zu unserem Vorlesungstag an der Universität Leipzig zusammen. Der Kongress unter der fachlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner fand bereits zum 14. Mal in Folge statt und unterstrich damit seine Bedeutung als etablierter und wichtiger Branchentreff zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis der deutschsprachigen Assekuranz. In den modernen Hörsälen des Campus Augustusplatz nahmen etwa 300 Branchenexperten, darunter auch Berater, sonstige Dienstleister, Journalisten sowie Mitarbeiter von Verbänden, die Möglichkeit wahr, um intensiv über aktuelle Themen der Assekuranz zu diskutieren.

Den Auftakt der Veranstaltung übernahmen Herr Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand unseres Leipziger Instituts, und Herr Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung, welche die Gäste in das umfangreiche Tagesprogramm einführten.

Der fachliche Teil der Veranstaltung wurde von Herrn Dr. Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherungsgruppe AG, mit seinem Vortrag „Nach der Finanzkrise – langfristige Strategie der Lebensversicherungen“ eröffnet. Innerhalb seiner Ausführungen ging er dabei auf Impulsgeber von Anpassungsstrategien, aktuelle Diskussionen zur Bewertungsreserve und unterschiedliche Zinsszenarien ein. Die veränderte Produktwelt als Ergebnis der verschiedenen Szenarien erläuterte er kurz anhand des neuen Produkts der ERGO.

Vom anschließenden Vortrag „Kommunikationspolitik und Imagefragen in der Assekuranz“ erhofften sich die Tagungsteilnehmer aufklärende Worte von Herrn Dr. Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. Aus dringlichen Gründen musste dieser seine Teilnahme jedoch absagen und ließ sich vom Leiter des neuen Geschäftsbereichs Kommunikation beim GDV, Herrn Christoph Hardt, vertreten. Herr Hardt machte deutlich, dass das Image der Versicherungsbranche und deren mediale Wahrnehmung in der Öffentlichkeit eine langfristige Herausforderung darstellen. Dazu forderte er zu einem unternehmensübergreifenden Ansatz für Imagefragen und einer aktiveren Kommunikationspolitik auf. Im Auditorium führten seine Ausführungen im Anschluss zu angeregten Diskussionen.

Traditionell folgten den Referaten aus praktischer Sicht wissenschaftliche Beiträge aus der Leipziger Forschung. Frau Johanna Nemson gab zu Beginn einen Einblick in ihr Dissertationsprojekt „Geschäftsmodell VVaG: Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Chancen“. Im Anschluss stellten Herr Prof. Wagner und Herr Andres Webersinke, Direktor Life/Health Research and Development bei der General Reinsurance AG, die Ergebnisse der empirischen Studie „Pflegeversicherung – Sichtweisen und Optimierungsansätze im Vertrieb“ vor. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und dem Pflegebedürftigkeitsrisiko erläuterten Herr Wagner und Herr Webersinke dabei unter anderem mögliche Gründe für die bislang geringe Marktdurchdringung privater Pflegeversicherungsprodukte.

Als letzten Vortrag hörten die interessierten Zuhörer das Thema „Prozesseffizienz in einem Versicherungsunternehmen“. Herr Dr. Wolfgang Weiler, Sprecher der Vorstände der HUK-COBURG Versicherungsgruppe, berichtete am Beispiel des unternehmensweiten Prozessmanagements der HUK-COBURG über Maßnahmen sowie organisatorische und methodische Rahmenbedingungen effizienter Prozesse in einem Versicherungsunternehmen.

Das abschließende Highlight des Vorlesungstags bildete die Podiumsdiskussion zum Thema „Berufsbild Versicherungsvertreter – Anspruch und Wirklichkeit, Schein und Sein“. Moderiert von Herrn Prof. Wagner debattierten Herr Gerald Archangeli, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e. V., Herr Ralf Berndt, Mitglied des Vorstands der Stuttgarter Versicherung AG, Herr Martin Limbeck, Verkaufs-, Management- und Persönlichkeitscoach, Herr Dr. Erich Paetz, Ministerialrat im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Herr Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest aus unterschiedlichen Perspektiven über die Vertriebssteuerung, die Beratungsqualität und die kurzfristige Regulierung im Versicherungsvertrieb. Gemeinsam mit dem Auditorium setzten sie sich in einer angeregten Diskussion mit dem Selbst- und Fremdbild des Versicherungsvertreters kritisch, teils auch sehr konträr auseinander.

Ausführlichere Informationen rund um den Vorlesungstag finden Sie gerne auf der Veranstaltungswebsite. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Resümee: 7. Alumni-Treffen

Als Einstimmung auf den Vorlesungstag fand am 24. März 2014 das beliebte Alumni-Treffen des Instituts für Versicherungslehre zum 7. Mal statt. 50 Absolventen, darunter vielleicht auch Sie selbst, kamen der Einladung des Instituts nach, um in den Räumlichkeiten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am neuen Campus Augustusplatz ihre Erfahrungen zum und nach dem Studium auszutauschen sowie um weitere Kontakte zu knüpfen.

Nach dem Sektempfang wurden in gewohnter Weise aktuelle Herausforderungen der Versicherungswirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dazu berichtete zunächst Herr Danny Sandner von der ARAG SE, Absolvent des MBA-Insurance am IfVW, unter dem Thema „ORSA – Much ado about nothing?“ aus seiner Masterarbeit. Im Anschluss daran beleuchtete Herr Professor Dr. Wagner die „Herausforderungen des Versicherungsvertriebs im Hinblick auf IMD2“.

Im Anschluss an die interessanten Vorträge und lebhaften Diskussionen endete die Veranstaltung mit einem Get-Together im Restaurant „Café Madrid“, zu dem alle Teilnehmer herzlich eingeladen waren.

Das nächste Alumni-Treffen aller unserer Absolventen (Diplom, Bachelor, Master, MBA) ist für den 25. März 2015 vorgesehen. Bei Fragen zu unseren Alumni-Treffen wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


Unser Hauptseminar im SS 2014

Auch im vergangenen Semester deckte das Hauptseminar eine große Bandbreite aktueller Themen der Assekuranz ab. Der erfolgreiche Einstieg gelang mit einem Referat zu dem Thema „Die IT als Flaschenhals der Unternehmensentwicklung –Lösungsansätze für die Assekuranz“ von Bernhard Graf, Director Business Development Insurance Germany der SAP Deutschland AG & Co.KG, am 22. Mai 2014.

Am 26. Mai startete dann die zweitägige Exkursion des Hauptseminars nach München, wo uns dieses Mal gleich drei Gastgeber erwarteten. Zunächst begrüßte uns Dr. Christopher Lohmann, CEO Germany & Central Europe der Allianz Global Corporate & Specialty SE, und präsentierte mit seinem Vortrag zur „Versicherung von Cyber-Risiken – Entwicklungstendenzen und –potenziale“ ein weiteres Thema mit IT-Bezug. Im Anschluss daran hörten wir das Referat zum Thema „Potenziale und Herausforderungen der Berufsunfähigkeitsversicherung – Wege aus der Unterversorgung“ in den Räumen der deutschen Niederlassung der Swiss Life AG. Präsentiert wurde das Thema von Dr. Wilhelm Schneemeier, Mitglied der Geschäftsleitung, Ressortleiter für Produkte/Aktuariat und Chief Risk Officer. Den Abschluss der Exkursion bildeten die Ausführungen zur „Internationalität des Rückversicherungsgeschäfts – Chancen und Risiken“ von Dr. Ludger Arnoldussen, Mitglied des Vorstands der Munich RE AG.

Das Hauptseminar wurde am 16. Juni mit der Präsentation zu dem Thema „Long Term Guarantee Assessment unter Solvency II: Konzept und kritische Würdigung“ von Dr. Bernd Greuel, Executive Director der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, fortgesetzt. Weiterhin referierte an diesem Tag Michael Kurtenbach, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG, zum Thema „Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung: Konsequenzen und kritische Würdigung“. Der letzte Gast des Tages war Herr Wulf-Dieter Hartrampf, Sprecher des Vorstands Volkswagen Versicherung AG, Geschäftsführer der Volkswagen Versicherungsdienst GmbH und der Volkswagen Versicherungsvermittlung GmbH, sowie Sprecher der Geschäftsführung der MAN Versicherungsvermittlung GmbH. Herr Hartrampf zeigte einen interessanten Perspektivwechsel auf und sprach über „Das Versicherungsgeschäft aus Sicht eines Automobilherstellers – Bedeutung und Strategie, national und international“.

Der abschließende Vortrag der Seminarreihe wurde am 20. Juni von Dr. Karl-Josef Bierth, Mitglied des Vorstands SIGNAL IDUNA Gruppe, gehalten. Herr Bierth zeigte dabei „Perspektiven und Herausforderungen der PKV im gesamten politischen Umfeld“ auf.

Gerne begrüßen wir auch Sie zu unseren Hauptseminar-Veranstaltungen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


Pilotkonferenz „Aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement“ – ein Rückblick

Am 01. Juli 2014 fand im Kölner Hotel Pullman Cologne die erfolgreiche Pilotkonferenz unseres Instituts zum Thema „Aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen“ statt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Fred Wagner gaben Experten den über 70 Repräsentanten der Assekuranz und angrenzender Branchen spannende Einblicke in das aktuelle sowie komplexe Thema des Risikomanagements.

Nach einem Überblick zum Tagungsprogramm durch Prof. Wagner eröffnete Karin Clemens, Managing Director, Lead Analytical Manager Insurance, Standard & Poor’s Credit Market Services Europe Limited, die Konferenz mit ihrem Vortrag „Bedeutung des Faktors Risikomanagement für das Rating: Bestandsaufnahme und kritische Würdigung.“ In ihren Ausführungen gab sie Einblicke in die Rolle des unternehmenseigenen Risikomanagements für das Rating des Unternehmens und setzte Akzente bei den Bewertungsdetails und einem internationalen Vergleich der Ergebnisse.

Eine transnationale Perspektive lieferte auch Jan Leiding, Partner, EMEIA Financial Services, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit seinem Vortrag zum „Umsetzungsstand von Solvency II im europäischen Vergleich – Ergebnisse einer aktuellen Benchmarkstudie“. Herr Leiding stellte die zweite europaweite Studie seines Hauses vor, bei der mehr als 160 Versicherer zum Umsetzungsstand von Solvency II sowie zu weiteren ausgewählten Themen Stellung nahmen.

Der folgende Vortrag von Dr. Uwe Pfeifer, Geschäftsbereich Financial Services, Director Insurance, SAP Deutschland AG und Co. KG, konzentrierte sich ganz auf die „Anforderungen an die IT im Finanz- und Risikomanagement von Versicherungsunternehmen – Bestandsaufnahme und Lösungsansätze“. Dabei zeigte er anhand der steigenden regulatorischen Anforderungen wesentliche Problemfelder für die IT in Versicherungsunternehmen auf. Mögliche Lösungsansätze skizierte er beispielhaft durch ein Produkt aus dem eigenen Haus.

Die “Versicherungsmathematische Funktion: Bedeutung für das Risikomanagement unter Solvency II“ wurde von Christoph Laarmann, stellv. Vorstandsmitglied, Barmenia Krankenversicherung a. G., Barmenia Lebensversicherung a. G., vorgestellt. Innerhalb seines Vortrages gab er einen Überblick über diese komplexe Schlüsselfunktion und stellte Berührungspunkte und Abgrenzungen zu anderen Bereichen dar.

Own Risk and Solvency Assessment – die „Knackpunkte” bei der Implementierung standen bei Sarah Rössler, Mitglied des Vorstands, HUK-Coburg Versicherung, im Mittelpunkt des sich anschließenden Vortrages. In ihren Ausführungen arbeitete sie unter Bezugnahme auf die Entstehung des ORSA-Prozesses drei wesentliche Knackpunkte heraus und zeigte mögliche Lösungsansätze anhand des eigenen Unternehmens auf.

Dr. Immo Querner, Mitglied des Vorstands, Talanx AG, analysierte anschließend „Die Rolle des Risikomanagements im Versicherungsunternehmen: zum Selbstverständnis im Spannungsfeld zwischen „Förderer und Verhinderer“. Das Selbstverständnis leitete Dr. Querner schwerpunktmäßig von der Außenwahrnehmung durch den Konzern ab und formulierte als Resümee Bedingungen und Instrumente für ein vernünftiges Risikomanagementsystem.

Den Schlusspunkt setzte Jörn Scherff, stellv. Direktor, Leiter Value- & Riskmanagement Governance, AXA Konzern AG. Sein Thema lautete „Herausforderungen bei der Berichterstattung unter Solvency II aus Sicht der Praxis“. Zunächst arbeitete Herr Scherff die Ziele und Anforderungen der dritten Säule von Solvency II heraus und konzentrierte sich dann im Folgenden auf die Herausforderungen bei der konkreten Umsetzung.

Weitere Details zur ersten Risikomanagementkonferenz finden Sie auch gerne im Pressebericht auf der Veranstaltungswebsite.


Ankündigung: 6. Vertriebskonferenz

Unser Institut lädt Sie zur bereits sechsten Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ ein. Die Veranstaltung wird traditionell von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner moderiert und findet am 23. und 24. September 2014 in Köln statt. In vier spannenden Themenblöcken werden die drängenden Fragen in der Regulierung sowie die speziellen Herausforderungen verschiedener Vertriebswege behandelt und diskutiert. Die Digitalisierung im Versicherungsvertrieb bildet dabei einen besonders spannenden Themenschwerpunkt.

Zu den Themen der zweitägigen Konferenz werden hoch renommierte Branchenvertreter referieren:

Christoph Bülk, Geschäftsführender Gesellschafter, Funk Gruppe GmbH
Dr. Jürgen Cramer, Mitglied des Vorstands, Sparkassen DirektVersicherung AG
Jens Hasselbächer, Mitglied der Vorstände (Kunden- und Partnerservice), AXA Versicherungen
Stephan Moltzen, Head of Product Management Insurance, Deutsche Bank Private & Business Clients
Christian P. Mylius, Managing Partner, Innovalue Managementpartner GmbH
Ulrich Neumann, Leiter Vertriebsweg Makler, Gothaer Versicherung AG; Vorstand, Gothaer Vertriebs-Service AG
Raimund Ohnemus, General Manager Insurance Business, BMW Bank GmbH
Frank Rottenbacher, Vorstand & Norman Wirth, geschäftsführender Vorstand AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.
Dr. David Stachon, Vorstandsvorsitzender, Direct Line Versicherung AG
Michael Winzer, Direktor, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Rolf Wiswesser, Mitglied des Vorstands, ERGO Versicherungsgruppe AG

Das Programm sowie das Anmeldeformular zur Vertriebskonferenz 2014 finden Sie gern auf der Veranstaltungswebsite. Für alle Fragen rund um die Konferenz steht Ihnen Frau Susan Wassermann (Tel.: 0341/355305-54) sehr gerne zur Verfügung (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de).


Ankündigung: 2. Lebenskonferenz

Am 18. November 2014 wird die erfolgreiche Reihe „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“ fortgesetzt. Dazu lädt unser Institut unter der Moderation von Prof. Dr. Fred Wagner Sie ganz herzlich nach Köln ein. Folgende Branchenexperten konnten wir für die Konferenz gewinnen:

Joachim Geiberger, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO), MORGEN &
MORGEN
Strategische Produktoptionen im Lebensversicherungsgeschäft
Christof W. Göldi, Vorsitzender des Vorstandes, Delta Lloyd Deutschland AG
Run-Off in der Lebensversicherung: Potenziale und Herausforderungen
Felix Hufeld, Executive Direktor Versicherungsaufsicht, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Herausforderungen in der Lebensversicherung aus Sicht der BaFin
Michael Kurtenbach, Vorsitzender des Vorstands, Gothaer Lebensversicherung AG
Zinszusatzreserve: Status quo und Konsequenzen
Rolf Schünemann, Mitglied des Vorstands, Lebensversicherung von 1871 a. G.
Lebensversicherung 2015 – Ausblick vor dem Hintergrund dynamischer Regulierungsentwicklungen
Volker Seidel, Mitglied des Vorstands, Generali Versicherungen
Anforderungen an die Produktgestaltung im aktuellen Marktumfeld
Frank Wittholt, Mitglied des Vorstands, VORSORGE Lebensversicherung AG; Verwaltungsratsvorsitzender, VORSORGE Luxemburg SA; Mitglied des Vorstands, ERGO Pensionsfonds
Kooperationsvertrieb in der Lebensversicherung

Das Programm sowie das Anmeldeformular zur Lebenskonferenz 2014 finden Sie gern auf der Veranstaltungswebsite. Für alle Fragen rund um die Konferenz steht Ihnen Frau Susan Wassermann (Tel.: 0341/355305-54) sehr gerne zur Verfügung (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de).


Neues vom MBA-Programm

Den Auftakt des neuen Jahres bildete das sechste und nunmehr letzte Hauptmodul „Operations- und Informationsmanagement/Internationales sowie interkulturelles Versicherungsmanagement“ der fünften Runde unseres MBA-Programms.

Vom 13.01.2014 bis zum 26.01.2014 fanden sich dazu die 19 Teilnehmer der fünften Durchführungsrunde des MBA-Insurance in den Räumlichkeiten des Instituts für Versicherungswissenschaften in Leipzig zusammen. Inhaltlich standen dabei Kenntnisse zum Informations- und IT-Management sowie zu den internationalen und interkulturellen Besonderheiten ausgewählter Versicherungsmärkte im Vordergrund. Neben fundierten Hintergrundkenntnissen zum Informations- und IT-Management in Versicherungsunternehmen gehörten dazu auch Prozess- und Projektmanagement, ethisches Management und Industrialisierungsansätze für die Assekuranz. Innerhalb der interkulturellen Besonderheiten wurde der Schwerpunkt auf die Märkte Afrikas, der USA und Asiens gelegt.

Während die einen dem Abschluss entgegen fieberten, wurden Anfang Februar die 20 MBA-Studierenden der neuen und sechsten Durchführungsrunde des Studiengangs Master of Business Administration Versicherungsmanagement in Leipzig willkommen geheißen.

Nach einem gemütlichen Kennenlernabend startete am 3. Februar der erste zweiwöchige Block zum Thema „Unternehmensführung“. Inhalte des ersten Blocks waren neben den Grundlagen der Versicherungswirtschaft auch das strategische Management, sowie wichtige Rahmenbedingungen und deren Wirkungszusammenhänge mit dem Versicherungsgeschäft. Zum Ende der arbeitsintensiven 14 Tage legten die MBA-Studierenden am 16. Februar die ersten schriftlichen Prüfungen ab.

Für einen Ausgleich zu den intensiven Tagen sorgten ein entspanntes Mittagessen mit unserem gesamten Institutsteam sowie eine außergewöhnliche, abendliche Stadtführung mit dem Nachtwächter Bremme. Dieser führte unsere MBA-Studierenden über lauschige Plätze und durch dunkle Gassen vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten Leipzigs und zeigte ihnen so die schönsten Seiten ihres neuen Studienortes.

Nach dem erfolgreichen Auftakt absolvierte die 6. Durchführungsrunde vom 23. Juni bis zum 06. Juli 2014 ihr zweites Modul in den Räumen der Signal Iduna Versicherungsgruppe in Dortmund. Gegenstand des Moduls waren die Theorie und praktische Anwendung der internen Unternehmensrechnung und des Controllings. Daneben wurde ein grundlegendes Verständnis für die einzelnen Teile des Jahresabschlusses und deren Zusammenspiel geschaffen. Darüber hinaus erfolgten ein Vergleich und eine ausführliche Diskussion der verschiedenen Rechnungslegungsstandards (HGB, US-GAAP und IAS/IFRS). Ergänzt wurde das Modul durch die Themen Kommunikation und Konfliktmanagement, sowie durch praxisorientierte Vorträge renommierter Gastreferenten der Signal Iduna.

Dreh und Angelpunkt der Entspannung abseits des Studienalltags waren natürlich die Spiele der Fußballweltmeisterschaft. An den spielfreien Tagen blieb daneben noch Zeit für ein gemeinsames Abendessen sowie einen Beachvolleyballabend mit gemeinsamen Grillen.

Bei Fragen zum MBA-Programm wenden Sie sich gerne an Frau Franziska Kopp (E-Mail: kopp(at)mba-insurance.de oder Tel.: 0341-355305 52).



Newsletter 2013

Dezember
Alumni-Treffen des Instituts für Versicherungslehre

Das Jahr neigt sich dem Ende. Schon bald nach dem Jahreswechsel findet das 7. Alumni-Treffen des Instituts für Versicherungslehre statt. Dazu möchten wir Sie noch einmal recht herzlich einladen. Veranstaltungszeit und –ort bleiben wie bereits angekündigt; es findet am 24. März 2014 ab 16:00 Uhr im Institutsgebäude im Seminarraum 1, 1. OG, Grimmaische Str. 12 in 04109 Leipzig statt.

Eines der Themen, welche wir Ihnen im Kontext der aktuellen Herausforderungen der Versicherungswirtschaft vorstellen möchten, wird lauten: „Das Proportionalitätsprinzip unter Solvency II mit Blick auf kleine und mittelgroße Versicherungsunternehmen: Chancen und Herausforderungen“. Frau Stefanie Schräpel, Absolventin am Institut für Versicherungslehre, wird Ihnen dazu die Forschungsergebnisse ihrer Master-Arbeit erläutern.

Ebenfalls berichtet Herr Danny Sandner, Absolvent des MBA-Insurance am IfVW, von seiner Abschlussarbeit. Sobald die konkrete Themenstellung feststeht, werden wir Sie selbstverständlich benachrichtigen.

Unsere Alumni-Treffen sind grundsätzlich für alle Absolventen (Diplom, Bachelor, Master, MBA) konzipiert. Bei Fragen zu unseren Alumni-Treffen wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


14. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ und Universitäts-Update

Wir würden uns freuen, Sie am 25. März 2014 zu unserem 14. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ begrüßen zu dürfen. Professor Dr. Fred Wagner moderiert wie auch in den Vorjahren durch die Veranstaltung. Der Vorlesungstag bietet seinem Publikum aus der Versicherungswirtschaft und angrenzenden Branchen ein Forum, um die aktuellen Branchenthemen aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht zu diskutieren und sich auszutauschen. Die Agenda des kommenden Vorlesungstags finden Sie ebenfalls anbei. Folgende hochrenommierte Experten konnten wir gewinnen:

• Dr. Torsten Oletzky, Vorsitzender des Vorstands der ERGO Versicherungsgruppe AG

• Dr. Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirt-
schaft e.V. (GDV) und Vorsitzender des Vorstands Wüstenrot & Württembergische AG

• Dr. Wolfgang Weiler, Sprecher der Vorstände der HUK-COBURG

• Gerald Archangeli, Vizepräsident, Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V.

• Ralf Berndt, Mitglied des Vorstands, Stuttgarter Lebensversicherung a.G.

• Martin Limbeck®, CSP – Der Hardselling-Experte, Verkaufs-, Management- und
Persönlichkeitscoach

• Dr. Erich Paetz, Ministerialrat, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz

• Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur, Finanztest

Wir bitten Sie, uns bis zum 14. März 2014 eine Rückmeldung per Email, Post oder per Fax an 0341-355 305-99 zukommen zu lassen.

Am Folgetag, Mittwoch, dem 26. März 2014, findet erneut ein Universitäts-Update zu aktuellen Branchenthemen unter fachlicher Leitung von Herrn Professor Wagner statt, die interaktiv im Teilnehmerkreis diskutiert werden. Für das Universitäts-Update sind folgende Themen geplant:

• Herausforderungen und Entwicklungen im Versicherungsvertrieb (mit einem Fokus auf IMD2)

• Produktgestaltung in der kapitalbildenden Lebensversicherung zwischen wertorientierter
Unternehmenssteuerung, Kundenorientierung und Vertriebsanforderungen

Bei Fragen oder für die Anmeldung wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).

Alle Informationen rund um den Vorlesungstag und das Universitäts-Update finden Sie auch auf unserer Website unter www.vorlesungstag2014.de.


Unsere Hauptseminare im SS 2013 und WS 2013/14

Im Sommersemester 2013 und damit auch im Hauptseminar desselben Semesters konnten wir wieder einige renommierte Referenten zu aktuellen Themenstellungen in Leipzig begrüßen. Doch zunächst begann die Hauptseminarreihe mit einer Exkursion. Eingeladen von Reiner Türr, Vorstandsmitglied der Gothaer Asset Management AG, begaben wir uns am 27.05.2013 auf den Weg nach Köln, um seinem Vortrag über das „Kapitalanlagemanagement im Versicherungsunternehmen unter aktuellen Marktverhältnissen und mit Solvency II“ zu hören. Nach einem Get-Together bei Kaffee und Kuchen fuhren wir zum Nachtquartier nach Düsseldorf. Am nächsten Morgen begrüßten uns dort Christoph Hellwig, Partner, sowie Thomas Gründtker, Prokurist, in der Düsseldorfer Niederlassung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Nachdem Herr Hellwig einleitende Worte an uns richtete, gab er an Herrn Gründtker ab, der uns die Thematik „Kompatibilität zwischen IFRS 4 und IFRS 9? Herausforderungen für das Asset-Liability-Management“ näherbrachte.

In der darauffolgenden Woche erwarteten wir am 05.06.2013, wieder in den Räumen unseres Leipziger Institutsgebäudes, Herrn Marc Böhlhoff, Partner bei der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Er referierte zur „Berichterstattung unter Solvency II: Bestandsaufnahme und kritische Würdigung“. Ebenso diskutierten wir an diesem Tag anhand des Vortrags von Herrn Markus Drews, dem Vorstandsvorsitzenden der HDI Vertriebs AG sowie Vorstandsmitglied der Talanx Deutschland AG, über den „Veränderungsdruck im Versicherungsvertrieb aufgrund von IMD 2“.

Die „Perspektiven des Geschäftsmodells Lebensversicherung“ erörterten wir am 03.07.2013 gemeinsam mit Herrn Reinhard Kunz, Aktuar (DAV) und Mitglied der Vorstände ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.; Herr Christoph Bülk, Geschäftsführender Gesellschafter der Funk Gruppe GmbH, erläuterte uns danach „Entwicklungstendenzen im gewerblichen und industriellen Maklergeschäft“. Eine Woche später, am 08.07.2013, äußerten sich Herr Dr. Manfred Knof, Mitglied des Vorstands der Allianz Deutschland AG, zum „Effizienzdruck in der Versicherungswirtschaft – Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ sowie Herr Dr. Christoph Helmich, Mitglied des Vorstands des Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit, zu den „Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsausgaben- und Qualitätssteuerung in der PKV“. Den Abschlussvortrag unseres Hauptseminars hielt Dr. Heinz-Peter Roß. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Talanx Deutschland AG sowie Vorstandsmitglied der Talanx AG betrachteten wir die Thematik „Die Lebensversicherung im Spannungsfeld zwischen den Marktverhältnissen und den Anforderungen des Finanzcontrollings“ vielfältig und diskutierten darüber im Nachhinein.

Im aktuellen Wintersemester begrüßten wir bereits einige Experten aus der Praxis in den Räumen des Instituts. Den Auftakt zum Hauptseminar im Wintersemester 2013/14 erfuhren wir gemeinsam mit Herrn Thomas Leicht, dem Vorstandsvorsitzendem der Gothaer Allgemeine Versicherung AG, am 18.11.2013. Er sprach über „Produktinnovationen in der Versicherungswirtschaft: Möglichkeiten und Grenzen“. Anfang Dezember, genauer gesagt am 04.12.2013, widmeten wir dem Hauptseminar einen ganzen Tag. Jörg Westphal, Vorstandsvorsitzender der Protektor Lebensversicherungs-AG, begann am frühen Morgen mit einem Vortrag zu seinem Unternehmen. Speziell brachte er uns die Aufgaben und Perspektiven dieser Gesellschaft vor dem Hintergrund aktueller Rahmenbedingungen näher. Dann übergab Prof. Dr. Wagner das Wort an Dr. Klaus Driever. Er ist bei der Allianz Deutschland AG als Leiter Digitaler Verkauf tätig und war damit für uns ein geschätzter Ansprechpartner zur Thematik: „Digitaler Verkauf von Versicherungsprodukten – (k)ein Erfolgsmodell für Versicherungsprodukte?“. Nach einer kurzen Mittagspause hörten wir die Abfassungen von Tim Jehnichen, Head of Life Reinsurance – Scandinavia, Austria, Central & Eastern Europe, Italy & Middle East bei der Munich Re, bezüglich der „Lebensrückversicherung – Potenziale und Grenzen“.

Die bei den Studierenden sehr beliebte Exkursion führte uns in diesem Semester wieder an bekannte Orte. Wie auch im Semester zuvor folgten wir am 09.12.2013 der freundlichen Einladung nach Köln; diesmal von Thomas Michels. Er ist Vorstandsmitglied der AXA Konzern AG und dort zuständig für das Ressort Schaden- und Unfallversicherung. Nach seinem Vortrag „Herausforderungen des Multikanalvertriebs“ diskutierten wir mit ihm über selbige sowie weitere aktuelle Ansatzpunkte des Vertriebs. Nach Erkunden des Geschäftsgebäudes und Einnehmen eines Snacks fuhren wir wiederum in die Herberge des vergangenen Semesters nach Düsseldorf. Am nächsten Tag gingen wir dann der Einladung von Werner Nicoll, Vorstand Konzern Finanzen bei der ARAG SE, nach. Er empfing uns in der Konzernzentrale in Düsseldorf mit einem Vortrag über „Das Geschäftsmodell Lebensversicherung im Spannungsfeld zwischen Risikomanagement und Kundenorientierung“. Nach wissensergiebigen Diskussionen durften wir uns bei einem Mittagssnack in der Vorstandsetage für unsere Rückfahrt nach Leipzig stärken.

Dort hörten wir am darauffolgenden Tag, dem 11.12.2013, Herrn Bernd Felske, Sprecher des Vorstands der Volksfürsorge, zum Thema „Vertriebssteuerung im Spannungsfeld zwischen Unternehmenszielen und Kundenbedürfnissen“. Er beendete das Hauptseminar im Kalenderjahr 2013 mit einem überaus interessanten Vortrag. Für den Jahresanfang und damit als letzte Hauptseminar-Veranstaltungen des Semesters erwarten wir am 08.01.2013 die Herren Dr. Per-Johann Horgby, Vorstand Marketing und Privatkunden der VHV Allgemeine Versicherung AG, und Torsten Nietz, Geschäftsführer der Finanz-DATA GmbH, Beratungs- und Softwarehaus. Herr Dr. Horgby möchte mit uns die Thematik „Marketing in der Versicherungswirtschaft – Anspruch vs. Realität“ beleuchten. Herr Nietz nimmt sich gemeinsam mit uns der Frage „Big Data in der Versicherungswirtschaft – Vorsprung durch Wissen?“ an.

Gerne begrüßen wir auch Sie zu unseren Hauptseminar-Veranstaltungen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


Abriss: 4. Produktkonferenz

Am 18. September 2013 veranstaltete unser Institut die bereits vierte Konferenz in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“.

Unter fachlicher Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner sprachen renommierte Führungspersönlichkeiten aus der Assekuranz über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen.

Auf die Vorstellung des Tagungsprogramms folgte die Eröffnung des ersten Themenblocks „Produktentwicklung und Rahmenbedingungen“ durch Gernot Kiefer. Er ist Vorstand des GKV-Spitzenverbandes und referierte über das Thema „GKV und PKV zwischen Kooperation und Wettbewerb – Anforderungen an und Auswirkungen auf die Produkt-politik: Sicht der GKV“. Kiefer begann seinen Vortrag mit Lösungen für den Zielkonflikt zwischen Solidaritätsprinzip und Kassenwettbewerb und zeigte Ziele eines „solidarischen Wettbewerbs“ auf. Er stellte die Kooperation als Wettbewerbsinstrument vor und bemängelte darauffolgend den fehlenden Wettbewerbsrahmen beim Systemwettbewerb zwischen GKV und PKV mit den Worten „funktionsfähiger Systemwettbewerb sei eine Mär“.

Im Anschluss erörterte Renko Dirksen, Mitglied des Vorstands ARAG Lebensversicherungs-AG und ARAG Krankenversicherungs-AG das gleiche Thema wie sein Vorredner allerdings aus Sicht der PKV. „Unabhängig von der politischen Konstellation“ komme es zunehmend zu einer engeren Verzahnung von GKV und PKV, so Dirksen. Aus Sicht der PKV seien verschiedene Szenarien einer Koexistenz zwischen PKV und GKV denkbar – Koexistenz in der Nische, Sicherung weiterer Geschäftsfelder, optimale Anpassung. Dabei unterstrich Dirksen u. a. die Vorteile einer Partnerschaft zwischen GKV und PKV für beide Seiten, bemerkte aber gleichzeitig den dafür erforderlichen „umfassenden strategischen fit“. Abschließend ging er auf Handlungsoptionen zur Sicherung weiterer Geschäftsfelder ein.

Rainer M. Jacobus, Vorstandsvorsitzender der IDEAL Versicherungsgruppe, veranschaulichte dem Plenum die „Staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung – Herausforderungen und Potentiale: Sicht der Lebensversicherer“. Ausgehend von einer Darstellung der demographischen Situation Deutschlands erläuterte Herr Jacobus das Erreichen der Grenzen des Umlagesystems und zeigt die gleichzeitig noch geringe Marktsättigung des Pflegeversicherungsmarktes auf. Trotz der Tatsache, dass der Pflege-Bahr nicht geeignet sei „substanziell die private Pflegeabsicherung mit geförderten Produkten zu verbessern“, sensibilisiere er dennoch die Gesellschaft für das Thema Pflege und könne „als Türöffner für das Thema Pflege dienen“. Seiner Meinung nach könne die Pflegerentenversicherung das „Wegbrechen des Neugeschäftes in den konventionellen und fondsgebundenen Lebensversicherungsprodukten und in den substitutiven Krankenversicherungs-Vollversicherungs-produkten ersetzen“

Die Sicht der Krankenversicherer zu diesem Thema wurde von Dr. Wolfgang Havenith, Bereichsleiter im Produktmanagement Krankenversicherung der SIGNAL IDUNA Gruppe beleuchtet. Auch Herr Havenith zeichnet eingangs die demographische Situation Deutschlands nach und stellt darauf aufbauend den „objektiven Bedarf“ und die Herausforderungen der gesetzlichen Pflegeversicherung vor. Herr Havenith kommt zur Erkenntnis, dass „die staatliche Förderung wirkt“. Seiner Auffassung nach sind die „Realbeiträge der gesetzlichen Pflegeversicherung niedriger als bei vergleichbaren ungeförderten Pflegezusatzprodukten“ und demzufolge auch attraktiv für gute Risiken. Zudem habe die PKV Ihren politischen Auftrag nicht nur erfüllt, sondern auch Ihre Leistungs- und Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Seiner Meinung nach sei das duale System in Deutschland unabdinglich. Den Herausforderungen des immensen demographischen Wandels könne nur mit kapitalgedeckten Lösungen begegnet werden. Dabei sei nur das Anwartschaftsdeckungsverfahren generationengerecht.

Zum Thema „e-Call – Chancen für Kfz-Versicherer und Assisteure?“ referierte anschließend Marcus Hansen, Mitglied des Vorstands der Deutsche Assistance Versicherung AG. Hansen erläuterte den aktuellen Stand der paneuropäischen Initiative am 01.10.2015 ein fahrzeug-gestütztes Notrufsystem in allen Neufahrzeugen einzuführen, das im Falle eines Unfalls automatisch aktiviert wird. Seiner Meinung nach können Versicherer nicht untätig sein, da e-Call, trotz einiger bestehender Nachteile, die Vernetzung vom Autofahrer in jedem Fall beschleunigen wird. Wichtig sei v. a. die Beantwortung der Frage, wie die Versicherungswirtschaft, im Speziellen der Assisteur, die Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle gewährleisten könneInsgesamt überwiegen aus Sicht von Herrn Hansen die Chancen zum Thema telematikbasierte Versicherungstarife deutlich.

Der zweite Block „Aktuelle Produkttrends in der Versicherungswirtschaft“ wurde von Hartwig Haas, Leiter Vertrieb/Marketing der Dialog Lebensversicherungs-AG eröffnet. Er stellte sodann seine Sicht der „Potentiale und Herausforderungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung – Wege aus der dramatischen Unterversorgung in Deutschland?“ vor. Dabei ging er auf die aktuelle Versorgungssituation in der Berufsunfähigkeit und das sich daraus ergebende Potential aus der Unterversorgung ein. Um dieses Problem zu lösen, müsse v. a. das Bewusstsein geschärft, bezahlbare Produkte gesichert, ausreichende Flexibilität geschaffen, ein akzeptierter Basisschutz gewährleistet, Transparenz des Versichererverhaltens für Vermittler sicher gestellt, Risiken und Annahmerichtlinien überprüft und ein leistungsgerechtes Entgeld für gute Beratungsleistungen garantiert werden.

Das folgende Referat zu „Produktinnovationen in der Unfallversicherung – Erfahrungen und Trends“ wurde von Rudolf Kayser, Direktor – Leiter Spartenmanagement Unfall der ERGO Versicherung AG präsentiert. Seiner Meinung nach liegt der Schlüssel zum Erfolg unbedingt darin den Kunden wieder in den Fokus zu stellen und zu verstehen, was dieser wirklich braucht. Dazu hat Ergo die „Kundenerlebniskette“ entwickelt und nutzt intuitive Assistenz-Leistungen zur Zielgruppenansprache. Insgesamt gewinnen Rehabilitationsleistungen an Bedeutung. Wichtig sei zudem die „Bündelung der Leistungsbereiche Kranken, Leben und Unfall“

Den anschließenden Vortrag von Dr. Marco S. Arteaga, Mitglied der Vorstände Zurich Gruppe Deutschland, über „Neue Perspektiven in der betrieblichen Altersvorsorge: Das Modell der Zurich“, eröffnete Arteaga mit der Ankündigung einer Produkt-„Sensation“ in der betrieblichen Altersvorsorge. Wie seine Vorredner betont er zuerst den „riesigen“ Bedarf. Anschließend stellte Herr Arteaga die Besonderheiten der Risikogruppenversicherung TEAM vor. Diese ist seit zwei Wochen auf dem Markt und verschafft „allen Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen“ ohne Gesundheitsprüfung, Rücksicht auf Vorerkrankungen und Diskussion über vorvertragliche Anzeigepflicht-verletzung im Leistungsfall, „eine existenzsichernde Versorgung bei Invalidität oder bei Tod“.

Den Schlusspunkt für die interessierten Zuhörer setzten Jörg Renger, Managing Partner der ConVista Consulting AG und Tobias Conz, Solution Architect der Bosch Software Innovations GmbH. Ihr Thema lautete „Automatisierung des Produktentwicklungsprozesses in der Versicherungsbranche“. Um die Komplexität der Produktentwicklung zu managen, haben sie ein Werkzeug zur toolbasierten Unterstützung entwickelt. Das tool „PEP“ erhöht die Wertschöpfung, in dem es einen effizienten Prozess und zügigeren time to market sicherstellt und eine MaRisk-konforme Dokumentation garantiert.

Die Vorträge der Tagesveranstaltung regten die Konferenzteilnehmer an, sich beim abendlichen Get-Together darüber in angenehmer Atmosphäre noch intensiv auseinanderzusetzen.


Erste Konferenz „Aktuelle Fragen in der Lebensversicherung“ – ein Rückblick

Herr Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand des Instituts für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig, und Dr. Helmut Hofmeier begrüßten die gut 60 Repräsentanten der Assekuranz und angrenzenden Branchen zur Pilotkonferenz am 12. November 2013 in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“ in Köln.

Auf die Vorstellung des Tagungsprogramms folgte der Einführungsvortrag „Altersvorsorge in Deutschland – Meinungen und Einstellungen der Bundesbürger“ von Dr. Peter Matuschek, Bereichsleiter Politik- und Sozialforschung bei der forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH. Basierend auf der jüngsten forsa-Studie stellte Matuscheck die Standpunkte der deutschen Bevölkerung zu verschiedenen Fragestellen der Altersvorsorge vor. Obwohl 90 Prozent der Bürger davon ausgehen, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreicht und 69 Prozent die gesetzliche Rente für nicht gesichert halten, sorgen lediglich 62 Prozent privat in irgendeiner Weise finanziell für das Alter vor. Die Hauptgründe für das Fehlen einer privaten Vorsorge sind Geldmangel (77 Prozent) und Zweifel an der Sicherheit der Anlageprodukte (39 Prozent). Trotz des Nachholbedarfs in Sachen Altersvorsorge würde die Mehrheit der Befragten ihre Pflichtbeiträge lieber privat anlegen als weiterhin in das gesetzliche Umlagesystem einzuzahlen.

Im Anschluss eröffnete Dr. Joachim Maas, Vorsitzender des Vorstandes der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a. G. den ersten Themenblock „Produktpolitik in der Lebensversicherung“ mit seinem Referat zu „Zinsgarantien: Status quo und Entwicklungstrends“. Auf Grundlage der Alleinstellungsmerkmale der Lebensversicherung (Absicherung biometrischer Risiken, Garantie des Rechnungszinses, kollektiver Sparprozess) veranschaulichte Maas den „Kern des Problems der Lebensversicherung“. Während der garantierte Rechnungszins faktisch eine geringe Werthaltigkeit für den Versicherungsnehmer besitze, spiele dieser vertrieblich eine hohe Rolle. Eine der wichtigsten Aufgaben der Lebensversicherungen sei es, die Vorteile des kollektiven Sparprozesses in die Öffentlichkeit zu transportieren. Den Kunden müsse der Ausgleich zwischen Sicherheitsanspruch und Rendite veranschaulicht werden. Unter den möglichen Handlungsstrategien deutscher Lebensversicherungsunternehmen seien Lebensversicherungen mit „alternativen“ Garantien „eine positive Antwort auf die aktuellen Herausforderungen“ der Lebensversicherung, so Maas.

Marcus Nagel, stv. Vorsitzender des Vorstandes, Chief Executive Officer Life der Zurich Gruppe Deutschland, stellte „Produktstrategien unter Solvency II“ vor. Herr Nagel begann seinen Vortrag mit einer Darstellung der Herausforderungen und Chancen von Solvency II und die damit einhergehende Veränderung des Geschäftsmodells der Lebensversicherung (in Bezug auf die „Operations“, Produkte und den Vertrieb). Darauf aufbauend beschrieb er den entscheidenden Einfluss von Solvency II auf die Produktentwicklung und stellte anschließend mögliche Produktstrategien vor. Risikobasierte Produktentwicklung und wertorientierte Steuerung seien essentiell. Die Zurich habe „ein solides Fundament der wertorientierten Unternehmenssteuerung mit risikobasierten Ansätzen für Produktdesign, Produkt-Pricing und Investmentmanagement“ und werde den Fokus weiter auf „fondsgebundene und Biometrie-Produkte“ legen.

Der zweite Themenblock der Pilotkonferenz befasste sich mit den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Lebensversicherung. Zunächst sprach Prof. Dr. Kurt Wolfsdorf, Präsident der International Actuarial Association, über die „Überschussbeteiligungssysteme: Rollen, Herausforderungen und Handlungsoptionen in Bezug auf die RfB sowie Bewertungsreserven. Er beantwortete zunächst die Frage, warum es eine Überschussbeteiligung gibt, bevor er dann über die Rolle der RfB referierte. Anhand der Frage, ob „die derzeitige Form der Überschussbeteiligung sachgerecht“ sei, leitete Wolfsdorf in die rechtliche und aktuarielle Begründung für die risikoadjustierte Überschussbeteiligung über und sprach sich für eine Spreizung der Überschüsse aus.

„Rechtliche Probleme der neuen Risikoprodukte in der Lebensversicherung“ stellte Dr. Joachim Grote, Partner/Rechtsanwalt bei BLD Bach Langheid Dallmayr Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft dar. Als grundlegend wichtig für die Positionierung betonte Grote die Ausgestaltung der Risikoprodukte. Dazu ordnete er die neuen Risikoprodukte (anhand der Beispiele Dread Disease-Produkte und Pflegeversicherungs-Produkte) in die Sparten ein und erörterte die mit der Spartenzuordnung verbundenen Folgen. Grote ging weiterhin auf die AGG-, AGB- und versicherungsrechtliche Wirksamkeit der Altersgrenzen, Laufzeiten bzw. automatischen Verlängerungen und steigenden Risikoprämien ein. Abschließend thematisierte Grote die „drei grundlegenden Pflichten“ (Frage- Beratungs-, Begründungspflicht) im Vertrieb.

Der dritte Block verdeutlichte dem Plenum die „Bedeutung des Vertriebs und der Rückversicherung für das Lebensversicherungsgeschäft“. Michael Rentmeister, Chief Executive Officer der OVB Holding AG, stellte seine Sicht zum Thema „Komplexität von Lebensversicherungsprodukten: Anforderungen an den Vertrieb“ dar. Die Komplexität entstünde u. a. durch die öffentliche Diskussion, Intransparenz bzw. Unvollständigkeit, die Suche nach Plausibilität, Regulierung und Beratungshaftung. Das „traditionelle Miteinander von Produktpartnern und Vermittlern im Sinne des Kunden“ dürfe nicht aufgegeben werden. Als „Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit“ sieht Rentmeister die „Berücksichtigung von Kunden- und Beraterinteressen“.

Den Schlusspunkt setzte Michael Rohde, Mitglied des Vorstandes der Deutsche Rückversicherung AG. Sein Thema lautete „Möglichkeiten und Herausforderungen der Lebensrückversicherung in Deutschland“, wobei er zunächst eine Übersicht über die Herausforderungen, die das Geschäftsmodell der Lebensrückversicherung tangieren, gab. Als wesentliche Herausforderungen nannte er u. a. den Wandel der Produktwelt, die Demografie und die Vorgaben des Gesetzgebers. Daraus leitete Rohde die Möglichkeiten der Rückversicherer im Rahmen der Produktentwicklung, bilanziell motivierter Rückversicherung, aktuarieller Analysen und Services für Neugeschäfts- und Leistungsprüfungsprozesse ab.

Die vorgestellten Themen regten die Konferenzteilnehmer an, intensive Diskussionen im Rahmen des abendlichen Get-Together zu führen.


Juli
Rückblick: 13. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“

Am 21. Februar 2013 fand in den Räumen auf dem Campus Augustusplatz der bereits 13. Vorlesungstag an der Universität Leipzig statt. Auch in diesem Jahr fanden, trotz Streiks an den Flughäfen und Grippewelle, über 270 Vertreter der deutschen Versicherungswirtschaft den Weg nach Leipzig. Der Vorlesungstag gilt als einer der wichtigsten Branchentreffs zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im deutschsprachigen Raum.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Vorstand unseres Instituts, Herr Professor Dr. Fred Wagner, die Teilnehmer und gab einen Überblick über das Tagungsprogramm. Anschließend folgten Begrüßungsworte durch den Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Ulrich Eisenecker, und durch Frau Petra Schwab aus dem Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig.

Der fachliche Teil der Veranstaltung wurde von Frau Dr. Elke König, Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit einem Vortrag über die „Herausforderungen für Assekuranz und Versicherungsaufsicht 2013 ff.“ eröffnet. Hierbei wurden neben Themen wie Risikotragfähigkeit, Zinszusatzreserve und Garantieversprechen der Lebensversicherer auch die aktuellen Regelungen über die Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere kritisch betrachtet. Darüber hinaus stellte Frau Dr. König in Aussicht, dass die BaFin eine vorgezogene Anwendung von ORSA-Regelungen prüfen werde. Im Übrigen wog sie zu Solvency II ab: „Mit einer vollen Anwendung ist ab 2016, vielleicht auch erst 2017 zu rechnen.“ Dennoch appellierte sie an das Auditorium: „Warten Sie nicht zu lange. Machen Sie Ihr Unternehmen heute zukunftsfest.“

Anschließend sprach Reinhold Schulte, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Gruppe und Präsident des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V., zum Thema „Demografische Entwicklung – Auswirkungen auf Unternehmen und soziale Systeme“.

Wie auch in den Vorjahren wurden im darauf folgenden Themenblock unter der Überschrift „Leipziger Forschung“ neueste Erkenntnisse aus der Versicherungswissenschaft präsentiert. Herr Boris Sonntag, Vorstand der WAVE Management AG und Absolvent unseres MBA-Insurance, gab hierzu einen Überblick über die Ergebnisse seiner Masterthesis zur „Kapitalanlagepolitik von Lebensversicherern – Attraktivität von Anlageklassen bezüglich Solvency II“. Ausgehend von der Darstellung des aktuellen Kapitalmarktumfelds stellte Sonntag dar, wie ein idealtypisches Lebensversicherungsunternehmen seine Asset Allocation auf Basis einer von ihm entwickelten Kennzahl, die er als RoSC – „Return on Solvency Capital“ – bezeichnet, optimieren kann.

Anschließend stellte Professor Dr. Wagner eine Studie des IfVW vor, die in Zusammenarbeit mit Deloitte und RGA durchgeführt wurde. Die Untersuchung, basierend auf Interviews mit 23 verantwortlichen Lebensversicherern, deren Häuser – gemessen an den Bruttoprämieneinnahmen 2011 – 84% des Marktvolumens in Deutschland repräsentieren, ging schwerpunktmäßig auf die Transparenz- und Verbraucherschutzthematik sowie die politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen und deren erwarteten Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Lebensversicherer ein. „Das Thema Transparenz und Verbraucherschutz hat vor drei Jahren noch kaum stattgefunden, gewinnt aber inzwischen immer mehr an Relevanz und Dynamik“, resümierte Professor Dr. Wagner. Seine Ausführungen führten im Nachgang zu einer regen Diskussion im Plenum, bei der das Geschäftsmodell der Lebensversicherung kontrovers zwischen Kontinuität und Innovation erörtert wurde.

Im abschließenden Referat des Tages sprach Herr Dr. Andreas Freiling, Partner und Head of Insurance Deutschland bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Thema „Management von Versicherungsunternehmen im Spannungsfeld zwischen Modellorientierung und Selbstverantwortung (am Beispiel von Solvency II)“. Hierbei ging er auch auf Gründe für die verzögerte Einführung von Solvency II ein; beispielsweise nannte er „Fehler bei der Vorbereitung“. Der Prozess könne nicht als abgeschlossen bezeichnet werden, da es stetiger Veränderungen bedürfe und die Modellparameter im Übrigen regelmäßig überprüft werden müssen.

Den Schlusspunkt des 13. Vorlesungstages bildete die traditionelle Podiumsdiskussion, die in diesem Jahr die „Bundestagswahl 2013 – Konsenslinien in einer künftigen Regierung und Auswirkungen auf die Assekuranz“ zum Thema hatte. Unter der Moderation von Herrn Professor Dr. Wagner waren Herr Dr. Christian Grugel, Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Verbraucherpolitik beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Herr Franz Knieps, Partner der Wiese Consult GmbH und ehemals Abteilungsleiter im Bundesministerium für Gesundheit, Herr Dr. Volker Leienbach, Verbandsdirektor des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V., sowie der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Herr Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth auf dem Podium vertreten. Zur Diskussion standen Themen rund um den sozialpolitischen Auftrag der Versicherungswirtschaft, das duale System von Sozial- und Privatversicherung sowie Fragestellungen zu Honorarberatung, Transparenz und Verbraucherschutz. Die „Strategie muss auf eine Qualitätsverbesserung abzielen“, stellte Herr Dr. Grugel fest. Letztlich fasste GDV-Hauptgeschäftsführer Herr Dr. von Fürstenwerth zusammen, er wünsche sich zum Wohle der Versicherungswirtschaft im Allgemeinen „viele aufgeschlossene Politiker in allen Parteien“.

Alle Informationen rund um den Vorlesungstag finden Sie gerne auf unserer Website unter www.vorlesungstag2013.de. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Resümee: 6. Alumni-Treffen

In Verbindung mit dem 13. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“, haben wir uns nach intensiver Diskussion dazu entschieden, das Alumni-Treffen wieder zurück an seinen gewohnten Platz am Vortag des Vorlesungstags zu verlegen. Diese Verknüpfung soll die Möglichkeit für Sie verbessern, aktuelle Themen der Assekuranz aufzuarbeiten und letztlich mit weiteren Experten der Branche in vertrauter Atmosphäre darüber zu diskutieren.

So fand am 20 Februar 2013 das nunmehr 6. Alumni-Treffen des Instituts für Versicherungslehre statt. 43 Absolventen, darunter vielleicht auch Sie selbst, kamen der Einladung des Instituts nach, um in den Räumlichkeiten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am neuen Campus Augustusplatz ihre Erfahrungen zum und nach dem Studium auszutauschen sowie um weitere Kontakte zu knüpfen.

Nach dem Sektempfang wurden in gewohnter Weise aktuelle Herausforderungen der Versicherungswirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dazu berichtete Herr Professor Dr. Wagner von den empirischen Befunden der Studie: „Social Media in der Assekuranz“. Im zweiten Vortrag referierte Sebastian Blankenstein, Absolvent der 4. Durchführungsrunde des MBA-Insurance, zum Thema „Der Beitrag von aktivem Run-off-Management zur wertorientierten Steuerung im Versicherungsunternehmen“.

Im Anschluss an die interessanten Vorträge und lebhaften Diskussionen endete die Veranstaltung mit einem Get-Together im Restaurant „Café Madrid“, zu dem alle Teilnehmer herzlich eingeladen waren.

Das nächste Alumni-Treffen aller unserer Absolventen (Diplom, Bachelor, Master, MBA) ist für den 24. März 2014 vorgesehen. Bei Fragen zu unseren Alumni-Treffen wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


Unsere Hauptseminare im WS 2012/13 und SS 2013

Die Themen für das Hauptseminar im Wintersemester 2012/13 waren gewohnt breit gefächert. Zum Auftakt besuchte uns am 28.11.2012 Gunter Lescher, Partner bei PricewaterhouseCoopers und dort Leiter „Forensic Services für Versicherungen“, und hielt einen Vortrag über „Fraud Forensic – Wirtschaftskriminalität in der Versicherungswirtschaft“. Im Anschluss referierte Dr. Hanns Martin Schindewolf, CEO und Chairman der Daimler Insurance Service GmbH sowie Mitglied des Executive Committee der Daimler Financial Service AG, über „Kooperation und Wettbewerb zwischen Autoherstellern und Versicherern“.

Den Hauptgeschäftsführer der ROLAND Assistance GmbH, Frank Feist, sowie den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Ärzteversicherung, Jörg Arnold, erwarteten wir als Referenten zum Hauptseminar im Dezember. Herr Feist sprach über „Assisteure als Outsourcing-Partner für Versicherungsunternehmen – Potenziale und Perspektiven“. Anschließend diskutieren wir mit Herrn Arnold über „Zielgruppenfokussierung im Versicherungsgeschäft – Potenziale und Herausforderungen“.

„Der kollektive Sparprozess als Alleinstellungsmerkmal der klassischen Lebensversicherung – Wirkungsweisen und deren Würdigung“ zogen wir ebenfalls im Dezember in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen. Prof. Dr. Oskar Goecke, der stellvertretende Direktor des Instituts für Versicherungswesen und Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Fachhochschule Köln, berichtete in diesem Zuge über sein Forschungsgebiet. Des Weiteren konnten wir Karsten Crede, Mitglied des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG sowie CEO der Allianz Global Automotive, gewinnen, um über die aktuell intensiv diskutierte Thematik „eCall“ zu referieren. Der Vortragstitel lautete „eCall – staatlich verordneter Wettbewerbsnachteil für Kfz-Versicherer?“. Den Jahresabschluss unserer Hauptseminarreihe bildete der Vortrag von Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender des Gothaer Konzerns, über „Own Risk and Solvency Assessment – Nutzen, Potenziale und Herausforderungen“.

Im Januar des neuen Jahres 2013 fand letztlich wieder die sehr beliebte Exkursion im Rahmen zweier Hauptseminarveranstaltungen statt. Dazu folgten wir sehr gerne am 08. und 09.01.2013 der Einladung von Dr. Joachim Maas, dem Vorstandsvorsitzenden der VOLKSWOHL BUND Versicherungen, sowie von Michael Johnigk, Vorstandsmitglied der SIGNAL IDUNA Gruppe, in die betreffenden Hauptverwaltungen nach Dortmund. Dr. Maas behandelte die Thematik „Der Garantiezins in der deutschen Lebensversicherung – Zukunftsperspektiven“. Der zweite Beitrag zur Exkursionsveranstaltung von Herrn Johnigk griff die Fragestellung „Ist der deutsche Versicherungsmarkt ein gesättigter Markt? – Bestandsaufnahme und Analyse möglicher Wachstumsfelder“ auf.

Derweil befinden wir uns mitten im Sommersemester 2013 und damit auch im Hauptseminar desselben Semesters. Diesmal begann die Hauptseminarreihe mit einer Exkursion. Eingeladen von Reiner Türr, Vorstandsmitglied der Gothaer Asset Management AG, begaben wir uns zunächst am 27.05.2013 auf den Weg nach Köln, um seinem Vortrag über das „Kapitalanlagemanagement im Versicherungsunternehmen unter aktuellen Marktverhältnissen und mit Solvency II“ zu hören. Nach einem Get-Together bei Kaffee und Kuchen fuhren wir zum Nachtquartier nach Düsseldorf. Am nächsten Morgen begrüßten uns dort Christoph Hellwig, Partner, sowie Thomas Gründtker, Prokurist, in der Düsseldorfer Niederlassung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Nachdem Herr Hellwig einleitende Worte an uns richtete, gab er an Herrn Gründtker ab, der uns die Thematik „Kompatibilität zwischen IFRS 4 und IFRS 9? Herausforderungen für das Asset-Liability-Management“ näherbrachte.

In der darauffolgenden Woche erwarteten wir am 05.06.2013, wieder in den Räumen unseres Leipziger Institutsgebäudes, Herrn Marc Böhlhoff, Partner bei der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Er referierte zur „Berichterstattung unter Solvency II: Bestandsaufnahme und kritische Würdigung“. Ebenso diskutierten wir an diesem Tag anhand des Vortrags von Herrn Markus Drews, dem Vorstandsvorsitzenden der HDI Vertriebs AG sowie Vorstandsmitglied der Talanx Deutschland AG, über den „Veränderungsdruck im Versicherungsvertrieb aufgrund von IMD 2“.

Im weiteren Verlauf unserer Hauptseminarreihe im Sommersemester 2013 sprechen am 03.07.2013 Herr Reinhard Kunz, Aktuar (DAV) und Mitglied der Vorstände ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G., zu „Perspektiven des Geschäftsmodells Lebensversicherung“ und Herr Christoph Bülk, Geschäftsführender Gesellschafter der Funk Gruppe GmbH, zu „Entwicklungstendenzen im gewerblichen und industriellen Maklergeschäft“. Eine Woche später, am 08.07.2013, werden sich Herr Dr. Manfred Knof, Mitglied des Vorstands der Allianz Deutschland AG, zum „Effizienzdruck in der Versicherungswirtschaft – Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ sowie Herr Dr. Christoph Helmich, Mitglied des Vorstands des Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit, zu den „Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsausgaben- und Qualitätssteuerung in der PKV“ äußern. Den Abschlussvortrag unseres Hauptseminars hält Dr. Heinz-Peter Roß. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Talanx Deutschland AG sowie Vorstandsmitglied der Talanx AG werden wir die Thematik „Die Lebensversicherung im Spannungsfeld zwischen den Marktverhältnissen und den Anforderungen des Finanzcontrollings“ vielfältig betrachten und diskutieren.

Gerne begrüßen wir auch Sie zu unseren Hauptseminar-Veranstaltungen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


Konferenz „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ – ein Rückblick

Das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig veranstaltete am 11. und 12.06.2013 die 5. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ in Köln. 85 Teilnehmer konnten dazu am Beginn von Professor Dr. Fred Wagner, der auch durch die Veranstaltung moderierte, begrüßt werden.

Nach der Vorstellung der Agenda eröffnete Frank Müller, Mitglied des Vorstands der VGH Versicherungen, den ersten Themenblock „Aktuelle Fragen in der AO“ mit seinem Beitrag zu den „Ansatzpunkten einer wertorientierten Vertriebssteuerung in der AO“. Einen ersten Fokus legte Müller auf die Umsetzung wertorientierter Steuerungsmechanismen in den Versicherungsgesellschaften. In diesem Zusammenhang stellte er die Voraussetzungen für die wertorientierte Steuerung dar, wobei er insbesondere auf die Rekrutierung der richtigen Vertriebspartner, mittels derer erst eine wertorientierte Steuerung möglich ist, verwies. Das Motto sollte nach seiner Ansicht „Qualität vor Quantität“ lauten. Darüber hinaus dürfen Anreizsysteme den Vertrieb nicht überfordern. Sie sollten klare Zielsetzungen für den Vermittler darstellen. Schlagwörter sind hierbei Transparenz, Langfristigkeit und Kontinuität.

Es folgte der Vortrag von Dr. Andreas Eurich, Mitglied der Vorstände der Barmenia Versicherungen, zum Thema „Demographie und Herausforderungen für die Vertriebspartnerrekrutierung und -bindung“. Eurich gab dem Plenum zur Einführung einen kurzen Überblick zur demographischen Situation in Deutschland. Neben der zunehmenden Alterung ist das Image der Versicherungsbrache eine der größten Herausforderungen für die Versicherungsunternehmen bei der Vertriebspartnerrekrutierung und -bindung. Ein ausgewogenes Produktportfolio, persönliche Betreuung und schlanke Prozesse sind die Kernpunkte für eine erfolgreiche Rekrutierung von Vertriebspartnern. Weiterhin stellte Eurich fest, dass hohe Fluktuationen in der Branche eher die Regel statt die Ausnahme sind. Fluktuationen von bis zu 80 % in den ersten 5 Jahren (bei den Neuzugängen) seien realistisch. Das Hauptaugenmerk sollte für Eurich auf der Betreuung von – und der Arbeit mit – den Agenturen liegen. Zentrales Thema ist die Koordination einer Agenturnachfolge.

Zu den „Chancen und Grenzen von Anreizsystemen in der AO“ sprach Prof. Dr. Hartmut Nickel-Waninger, Mitglied des Vorstands des Gothaer Versicherungskonzern, der die Thematik unter Einbezug aktueller imageprägender Beispiele in der Versicherungsbranche beleuchtete. Nach einem kurzen Überblick zu Vor- und Nachteilen materieller und immaterieller Anreize stellte Nickel-Waninger heraus, dass „es kein Totalmodell für Anreize gibt, da man abwägen muss, wann Anreize positiv und wann sie negativ wirken.“

Den ersten Themenblock schloss Roland Weber, Mitglied der Vorstände der Debeka Versicherungen, mit einem Vortrag zum „Zukunftsmodell Lebensversicherung und Anforderungen an die AO“ ab. Weber zeigte die Vorteile der klassischen Lebensversicherung auf, die trotz aller Kritik in den Medien hervorzuheben sind. Die AO wird zunehmend auch vor Herausforderungen durch gesetzliche Regelungen gestellt. Das Festhalten an der marktkonsistenten Bewertung von Lebensversicherungsverträgen führt laut Weber zu einer verzerrten Darstellung der aktuellen Situation im Lebensversicherungsmarkt. Abschließend meinte Weber, dass der Druck auf die Lebensversicherer durch aktuelle und künftige gesetzliche Reglements und Anforderungen der Verbraucherschützer weiter wachsen wird.

Den Auftakt zum zweiten Block „Aktuelle Fragen im Maklervertrieb“ gaben Dr. Karsten Eichmann, Vorstand Vertrieb & Marketing der Generali Versicherung AG/ Generali Lebensversicherung AG und Christian P. Mylius, Managing Partner der Innovalue Management Partner GmbH, mit einem Beitrag zum Thema „Neuausrichtung des Maklervertriebs im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Effizienz“. Eichmann sprach sich für eine starke Positionierung in den differenzierten Segmenten des Maklervertriebs aus. Als besondere Herausforderung sieht er die intensive Maklerbetreuung. Durch die Differenzierung der Makler in Servicegruppen lassen sich individuelle Betreuungsmaßnahmen gezielt planen und durchführen.

Der anschließende Vortrag von Frank Kettnaker, Mitglied der Vorstände Vertrieb & Marketing der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G./ HALLESCHE Krankenversicherung a.G. und ALTE LEIPZIGER Holding AG, über „Broker Relationship Management – Makler als Kunde des Versicherers“, wurde mit einer Darstellung der aktuellen Herausforderungen im Versicherungs-(Makler)vertrieb eröffnet. Die Kommunikation mit den Maklern war wesentlicher Bestandteil seiner Ausführungen. Unternehmen sollten bei Prozessveränderungen, im Sinne der Qualitätssicherung, immer auch die Maklersicht berücksichtigen. Ein regelmäßiger Dialog mit den Geschäftspartnern ist dafür elementar wichtig. Versicherungsunternehmen müssen gemeinsam mit den Maklern die Märkte gestalten, und dürfen nicht auf Marktveränderungen warten.

Den letzten Tagungsordnungspunkt bildete das Referat von Prof. Dr. Heinrich Dörner, Institut für Internationales Wirtschaftsrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er sprach zu den „Möglichkeiten und Grenzen der Maklervergütung aus rechtlicher Sicht“. Einzelne Vergütungsmodelle wurden detailliert dargestellt und gesetzliche Grundlagen erörtert. Zentral ging Dörner auf mögliche Offenlegungspflichten von Courtagen ein. Nach seinen Ausführungen ist bereits nach heutiger Gesetzeslage die Offenlegung von Courtagen innerhalb bestimmter Grenzen verpflichtend. Intensive Diskussionen folgten diesem Beitrag, die beim abendlichen Get-Together in angenehmer Atmosphäre weitergeführt wurden.

Am zweiten Veranstaltungstag sprach zu Beginn Lars Drückhammer, Geschäftsführer der blau direkt GmbH & Co. KG, zur „Prozessoptimierung als Erfolgsfaktor im Maklervertrieb!“. Nach einer kurzen Vorstellung von blaudirekt zeigte Drückhammer die technischen und prozessualen Herausforderungen auf, vor die Makler aufgrund vielfältiger Anbindungen an Maklerportale gestellt werden. Drückhammer stellte dem Plenum „eine optimale Situation“ für Makler dar, von der Maklerportale und Versicherungsunternehmen noch weit entfernt seien. Beiden stehen diesbezüglich große Herausforderungen bevor. Einen Lösungsansatz biete BiPRO, dass alle Akteure der Prozesskette an der Entwicklung von Standards und Normen beteiligt. BiPRO eröffnet laut Drückhammer die Möglichkeit, die heterogenen Welten der Makler und Versicherungsunternehmen zusammenzuführen.

Das folgende Referat zum „Bankenvertrieb von Versicherungsprodukten im Spannungsfeld der Interessenlagen beider Branchen“ wurde von Rainer Bülow, Mitglied des Vorstands der ÖSA Versicherungen, präsentiert und leitete in den dritten Themenblock „Bankenvertrieb“ über. Konsequenz sei der Schlüssel zum Erfolg beim Bankenvertrieb von Versicherungsprodukten. Einen historischen Abriss von Misserfolgsfällen stellte Bülow dem Plenum in einem sehr anschaulichen Vergleich dar. „Wenn eine Katze einen Kanarienvogel frisst und meint, sie könne dann genauso singen, wie der Kanarienvogel, dann funktioniert das nicht.“ Im Weiteren gab Bülow dem Plenum sieben Stellschrauben für einen erfolgreichen Bankenvertrieb an die Hand. Seine Ausführungen zur Kooperation von Banken und Versicherungen beendete er mit den Worten: „Wertschätzung bringt auf Dauer Wertschöpfung.“

Einen kurzen Exkurs in den schon vierten Themenblock „Weitere Vertriebskonzepte“ gab es anschließend durch Götz Wenker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Swiss Life Select Deutschland, mit seinen Ausführungen zu den „Perspektiven von Vertriebsgesellschaften im dynamischen Marktumfeld“. Wenker gab einen umfassenden Überblick über die Situation der Vertriebsgesellschaften. Ohne ganzheitliche Analyse sei eine ordentliche Beratung des Kunden nicht möglich. Um dies umzusetzen, sei ein gut funktionierendes BackOffice notwendige Bedingung. Die Ansprüche der Kunden an den Vertrieb haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Nach Wenkers Ausführungen stellt die intensive Vertriebsunterstützung die Hauptaufgabe der Vertriebsgesellschaften dar.

Iris Klunk, Mitglied des Vorstands der Talanx Deutschland AG, referierte anschließend zu den „Ansatzpunkten für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Banken und Versicherungen“. Nach einer Darstellung der Kooperationen im eigenen Haus im Bereich Bancassurance erläuterte Klunk mögliche Modelle von Kooperationen eines Versicherungsunternehmens mit einem Bankpartner. Bei ausschließlichem Vertrieb über die Bankpartner sei es notwendig, frühzeitig – in das aktuelle Geschäft integrierte – Fortbildungen vorzunehmen (IMD2). Die Talanx setzt mit ihren Bankvertriebspartnern darauf, Verkaufsprozesse ausschließlich über die Vertriebskapazitäten der Partner abzuwickeln. Zum Abschluss Ihrer Präsentation stellte Klunk anschaulich die Win-Win Situation für Versicherer und Banken bei einer erfolgreichen Kooperation dar.

Im Anschluss gab Bernd Andres, Vorstand Vertrieb und Marketing der CosmosDirekt Versicherungen, einen Überblick zu den „Chancen und Perspektiven des Direktvertriebs“. Eine Änderung des Nutzerverhaltens stellte Andres als Treiber des Online-Umsatzes dar. Entwicklungen im Onlinemarkt seien schwer kalkulierbar und erfolgten oft schneller als erwartet. Die Onlineentwicklung sei im Versicherungsmarkt schon angekommen, jedoch lasse die Umsetzung noch viel Spielraum offen. Mobile Applikationen würden den Versicherungsunternehmen viele Wege eröffnen, kundenorientiert zu agieren. Daten könnten für Versicherungsnehmer so übersichtlich wie noch nie aufbereitet werden, und der Versicherer hätte eine direkte Schnittstelle zum Kunden.

Abgerundet wurde das Konferenzprogramm durch Eric Bussert, Vorstand Vertrieb & Marketing der HanseMerkur Versicherungsgruppe, der zum Thema „Chancen und Perspektiven des Multikanalvertriebs“ sprach. Bussert ging zunächst auf Besonderheiten einzelner Vertriebskanäle ein. In einem weiteren Schritt führte er aus, dass die einzelnen Kanäle immer näher zusammenrücken und sich auch selbst dynamisch entwickeln, d.h. einer zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit unterliegen würden. Einen Ausblick in die Zukunft gab Bussert mit den Worten „ Internet war gestern, heute ist Mobile“.


Ankündigung: 4. Produktkonferenz

Am 18. September 2013 veranstaltet unser Institut die bereits vierte Konferenz in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“.

Unter fachlicher Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner werden renommierte Führungspersönlichkeiten aus der Assekuranz über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen sprechen.

Folgende Themen werden im Rahmen der Konferenz erörtert:

1. Block: Produktentwicklung und Rahmenbedingungen

GKV und PKV zwischen Kooperation und Wettbewerb –

Anforderungen an und Auswirkungen auf die Produktpolitik: Sicht der GKV

Gernot Kiefer

Vorstand

GKV-Spitzenverband

GKV und PKV zwischen Kooperation und Wettbewerb –

Anforderungen an und Auswirkungen auf die Produktpolitik: Sicht der PKV

Renko Dirksen

Mitglied des Vorstands

ARAG Lebensversicherungs-AG

ARAG Krankenversicherungs-AG

Staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung –

Herausforderungen und Potentiale: Sicht der Lebensversicherer

Rainer M. Jacobus

Vorstandsvorsitzender

IDEAL Versicherungsgruppe

Staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung –

Herausforderungen und Potentiale: Sicht der Krankenversicherer

Dr. Wolfgang Havenith

Bereichsleiter Produktmanagement Krankenversicherung

SIGNAL IDUNA Gruppe

e-Call – Chancen für Kfz-Versicherer und Assisteure?

Marcus Hansen

Mitglied des Vorstands

Deutsche Assistance Versicherung AG

2. Block: Aktuelle Produkttrends in der Versicherungswirtschaft

Potentiale und Herausforderungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung –

Wege aus der dramatischen Unterversorgung in Deutschland?

Hartwig Haas

Leiter Vertrieb/Marketing

Dialog Lebensversicherungs-AG

Produktinnovationen in der Unfallversicherung – Erfahrungen und Trends

Rudolf Kayser

Direktor – Leiter Spartenmanagement Unfall

ERGO Versicherung AG

Produktinnovationen in der Unfallversicherung – Erfahrungen und Trends

Dr. Marco S. Arteaga

Mitglied der Vorstände

Zurich Gruppe Deutschland

Abschlussvortrag:

Automatisierung des Produktentwicklungsprozesses in der Versicherungsbranche

Marc Neumann

Consultant

ConVista Consulting AG

Das Veranstaltungsprogramm und weitere Informationen zur Produktkonferenz finden Sie gerne zeitnah auf unserer Website. Bei Fragen oder für die Anmeldung wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Neues vom MBA-Programm

Im Dezember 2012 feierten die 16 Teilnehmer der vierten MBA-Durchführungsrunde den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Die Graduierungsfeier fand in den Räumlichkeiten der Albertina Bibliothek in Leipzig statt. Nach einer Begrüßungsrede durch den Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Eisenecker, sowie der feierlichen Zeugnisübergabe durch Prof. Dr. Fred Wagner, bildete das anschließende Abendessen im 29. Stock des Panorama Towers Leipzig in 120 Metern Höhe wortwörtlich ein besonderes „Highlight“ und bot den neuen Mitgliedern unseres Alumni-Netzwerks die Chance, sich über den Dächern Leipzigs auszutauschen und in eindrucksvoller Atmosphäre den Abschluss des zweijährigen Studiums gebührend zu feiern.

Während die nunmehr ehemaligen Teilnehmer der vierten Durchführungsrunde ihr Bestehen feiern konnten, hieß es für die Studierenden der aktuellen fünften Runde weiterlernen. Denn vom 14. bis zum 27. Januar 2013 fand das dritte Hauptmodul des MBA-Insurance in den Räumen des Instituts für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig statt.

Themenschwerpunkt war diesmal das Marketingmanagement, wobei hier sowohl die theoretischen Fundamente als auch deren praktische Anwendung vermittelt wurden. Nach dem erfolgreichen Abschluss des dritten Hauptmoduls sind die MBA-Studierenden somit nicht nur in der Lage, Marketingstrategien zu entwickeln, sondern haben darüber hinaus auch die Kompetenz, ihre Ideen effektiv zu kommunizieren, zu implementieren und ggf. Konfliktlösungsstrategien zu entwerfen.

Für eine Abwechslung zum Studienalltag sorgte neben dem Besuch des traditionsreichen Gasthauses „Bayericher Bahnhof“ auch das gesellige Beisammensein am Abend im Pool Billardtreff, das den Studierenden die Gelegenheit bot, sich beim Kickern, Tischtennis oder Billardspielen zu entspannen.

Daran anschließend fand vom 03. bis zum 16. Juni 2013 das vierte Hauptmodul zum Thema Finance and Risk Management in Leipzig statt. In diesem Modul wurden die Kenntnisse des Risikomanagements vertieft und insbesondere auf das Kapitalanlagemanagement in der Theorie und in der Praxis eingegangen. In diesem Zusammenhang erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in das Geschäftsmodell der Lebensversicherung sowie der Funktionsweise des Rückversicherungsgeschäfts. Im Integrationsblock von Herrn Frank-Christian Corell, Geschäftsführer von FinRisk, mussten die Studierenden dann das Gelernte anwenden, einen mittelfristigen strategischen Plan zum Erhalt eines Versicherungsunternehmens erarbeiten und diesen dann vor dem Aufsichtsrat präsentieren sowie kritische Fragen beantworten.

Ein gemütlicher Abend in einer beliebten Bar mitten im Zentrum Leipzigs und zwei sportliche Stunden in der Beachhalle „NoLimit“ rundeten die zwei Wochen ab und gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, den Studienalltag kurz zu vergessen.

Den Arbeitsalltag können indes unsere MBA-Alumni wieder kurz vergessen. Denn die Planungen für den MBA-Stammtisch am 01. November 2013 laufen bereits auf Hochtouren. Der Ort zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken wird dieses Mal Hamburg sein.

Aktuell läuft zudem die Bewerbungsphase für die nächste sechste Durchführungsrunde des MBA-Insurance. Interessenten können sich hierfür noch bis zum 31. Oktober 2013 anmelden. Das Programm startet im Februar 2014.

Bei Fragen zum MBA-Programm wenden Sie sich gerne an Frau Karolin Pötzsch (E-Mail: karolin.poetzsch(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 52).


Bericht zu aktuellen Studienprojekten des IfVW

In der Rubrik Studienprojekte des IfVW berichten wir Ihnen heute von zwei Forschungsprojekten, die unser Institut rund um Trendthemen aus der Versicherungswirtschaft aktuell durchführt.

Versicherungsvertrieb in der Lebensversicherung – Sozialpolitischer Auftrag, Transparenz und Verbraucherschutz im Vertretervertrieb

In Zusammenarbeit mit der Deloitte Consulting GmbH und der V.E.R.S. Leipzig GmbH führt unser Institut erneut eine Lebensversicherungsstudie durch – anknüpfend an unsere Studien aus dem Jahr 2010 und 2012.

Ziel der Studie in diesem Jahr ist es, Erwartungen und Einschätzungen von Entscheidungsträgern der Versicherungswirtschaft über die Auswirkungen der sich verändernden Rahmenbedingungen für die deutsche Lebensversicherungswirtschaft zu erfahren und zu einem Meinungsbild zu verdichten. Dabei sollen besonders die Vorsorgebedarfe der deutschen Bevölkerung unter dem Blickwinkel des Versi-cherungsvertriebs und des sich daraus ergebenden sozialpolitischen Auftrags für die Versicherungs-wirtschaft herausgestellt werden. Daneben legen wir einen besonderen Themenschwerpunkt auf die strategische Ausrichtung der Versicherungsunternehmen in Bezug auf Transparenz- und Verbrauch-schutzmaßnahmen. Unter Einbezug der Einschätzungen von Vertriebsvorständen wollen wir u.a. analysieren, wie und in welchem Umfang diese Entwicklungen den Vertretervertrieb der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland mutmaßlich beeinflussen werden.

Die Feldphase soll im Sommer 2013 durchgeführt werden, d.h. wir planen mit den Entscheidungsträgern aus den Vertriebsressorts der Versicherer Vor-Ort-Interviews zu führen, um die Fragestellungen aus dem entwickelten Fragebogen zu diskutieren.

Derzeit wird der Fragebogen finalisiert. Die Ergebnisse des Studienprojekts sind für das 4. Quartal 2013/1. Quartal 2014 geplant.

Pflegeversicherung – Sichtweisen und Optimierungsansätze im Vertrieb

Parallel führt unser Institut eine Studie zur Pflegeversicherung mit Schwerpunkt auf den Vertriebsfragen und den Sichtweisen im Vertrieb durch. Die Umsetzung des Studienprojekts „Pflegeversicherung – Sichtweisen und Optimierungsansätze im Vertrieb“ erfolgt in Kooperation mit der General Reinsurance AG und der V.E.R.S. Leipzig GmbH.

Ziel der Studie ist es, Erwartungen und Einschätzungen von Entscheidungsträgern im Vertrieb der Versicherungswirtschaft bzgl. der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Pflegeversicherung zu erfahren und zu einem Meinungsbild zu verdichten. Im Rahmen der Studie sollen in erster Linie die Gründe respektive Hemmnisse für die bisher eher geringe Marktdurchdringung und -verbreitung von privaten Pflegeversicherungsprodukten in Deutschland aus Sicht des Versicherungsvertriebs identifiziert und ganzheitlich analysiert werden. Dafür planen wir eine breit angelegte Interviewreihe, die folgende Befragungsgruppen umfasst: Vorsitzende/höchste Repräsentanten von Vermittler-/ Maklerverbänden, Hausvereinen, Maklerpools, Vertriebsgesellschaften sowie Vertriebsvorstände von Versicherungsunternehmen. Mit dieser Befragung und unter Einbezug der Einschätzungen der Vertriebsrepräsentanten der Branche wollen wir einen möglichst umfangreichen Einblick in die Sicht des Vertriebs auf die Pflegeversicherung und seine Bedürfnisse bei der Beratung zum Pflegerisiko erhalten.

Für die Befragung planen wir im Sommer 2013 persönliche Interviews mit den Verantwortlichen aus der Branche. Aktuell befindet sich der Fragebogen in der Endabstimmung und -bearbeitung. Die Ergebnisse des Studienprojekts sind ebenfalls für das 4. Quartal 2013/1. Quartal 2014 geplant. Mit der Untersuchung hoffen wir die Entwicklungen zum hochaktuellen Thema der Pflegeversicherung fundiert und umfassend analysieren zu können.

Für Rückfragen und weitere Informationen zu unseren Studien wenden Sie sich bitte an Frau Sabine Schmidt (schmidt(at)ifvw.de oder Tel.: 0341 – 355 305 77).



Newsletter 2012

November
Überblick: 13. 'Vorlesungstag an der Universität Leipzig'

Während die Leipziger Studierenden im benachbarten Hörsaal noch ihre letzten Prüfungen schreiben werden, ist am Donnerstag, dem 21. Februar 2013, im Hörsaal 3 unserer Universität wieder die Branche zu unserem „Vorlesungstag“ zu Gast. Der Vorlesungstag, organisiert und durchgeführt vom Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig, hat sich als einer der wichtigsten Branchentreffs im deutschsprachigen Raum etabliert. Auch im kommenden Frühjahr referieren und diskutieren Vertreter aus Wissenschaft und Praxis wieder über aktuelle Fragestellungen.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Herrn Professor Wagner und weiteren Einführungsworten von hohen Repräsentanten der Universität und der Stadt Leipzig wird die Vortragsreihe durch Frau Dr. Elke König eröffnet, Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie spricht über die „Herausforderungen für Assekuranz und Versicherungsaufsicht 2013 ff.“.

Anschließend wird Herr Reinhold Schulte, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Versicherungsgruppe und Vorstandsvorsitzender des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V., die demografische Entwicklung und deren Auswirkungen auf Unternehmen und soziale Systeme thematisieren

Aus der Forschung berichtet zunächst Herr Boris Sonntag (Absolvent des MBA-Insurance) zu seiner Masterthesis „Kapitalanlagepolitik von Lebensversicherern – Attraktivität von Anlageklassen unter Solvency II“. Herr Professor Wagner stellt im Anschluss die Ergebnisse der aktuellen Studie „Lebensversicherung 2.0 – Perspektiven und Herausforderungen“ des Leipziger Instituts vor.

Das letzte Referat hält Herr Dr. Andreas Freiling, Partner und Head of Insurance Deutschland bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum Thema „Management von Versicherungsunternehmen im Spannungsfeld zwischen Modellorientierung und Selbstverantwortung (am Beispiel von Solvency II)“.

Abgerundet wird das Tagesprogramm traditionell durch unsere Podiumsdiskussion, die sich diesmal der „Bundestagswahl 2013 – Konsenslinien in einer künftigen Regierung und Auswirkungen auf die Assekuranz“ widmet. Die Teilnehmer sind:

Dr. Christian Grugel, Ministerialdirektor, Leiter der Abteilung Verbraucherpolitik, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Prof. Manfred Güllner, Geschäftsführer, Forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH
Franz Knieps, Partner, Wiese Consult GmbH (bis 2009 Abteilungsleiter im Bundesministerium für Gesundheit)
Dr. Volker Leienbach, Verbandsdirektor, Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Ein Universitäts-Update zur Versicherungsbetriebslehre findet dann wieder am Freitag, dem 22. Februar 2013, unter der Leitung von Herrn Professor Wagner statt. Aktuelle Branchenthemen werden vorgestellt und interaktiv im Teilnehmerkreis diskutiert.

Für das Universitäts-Update sind folgende Themen geplant:

Herausforderungen in der Kfz-Versicherung
Aktuelle Fragen und Entwicklungen im Asset Management von Versicherungsunternehmen

Alle Informationen rund um den Vorlesungstag finden Sie gerne auf unserer Website unter www.vorlesungstag2013.de. Bei Fragen oder für die Anmeldung wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Tagesplanung: 6. Alumni-Treffen

In Verbindung mit dem 13. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ am 21.02.2013 haben wir uns nach intensiver Diskussion dazu entschieden, das Alumni-Treffen wieder zurück an seinen gewohnten Platz am Vortag des Vorlesungstags zu verlegen. Diese Verknüpfung soll die Möglichkeit für Sie verbessern, aktuelle Themen der Assekuranz aufzuarbeiten und letztlich mit weiteren Experten der Branche darüber zu diskutieren.

Demnach findet das 6. Alumni-Treffen am Mittwoch, dem 20.02.2013 statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor. Zum Ablauf können wir Ihnen bereits Folgendes ankündigen:

– Prof. Dr. Fred Wagner heisst Sie im Anschluss an einen Sektempfang um 16:00 Uhr im Seminarraum 1 des Institutsgebäudes am Campus Augustusplatz herzlich willkommen, und er gibt zunächst einen Überblick zum Tagungsprogramm.

– Im Fachvortrag „Social Media in der Assekuranz“ stellt Ihnen Prof. Wagner anschließend Ergebnisse aus einem aktuellen Leipziger Forschungsprojekt vor.

– Herr Sebastian Blankenstein, ebenfalls Absolvent unseres MBA Insurance, wird anschließend aus seiner Masterthesis über den „Beitrag von aktivem Run-off Management zur wertorientierten Unternehmensführung“ vortragen.

– Nach einer Diskussion zu den vorgenannten Themen im Plenum, wollen wir gerne Ihr Feedback für kommende Veranstaltungen sammeln; danach endet das offizielle Tagungsprogramm.

– Zum Get Together als gebührenden Ausklang des Tages begrüßen wir Sie anschließend im Café Madrid in der Leipziger Klostergasse.

Bei Fragen zum Alumni-Treffen, ebenso für Ihre Anmeldung, wenden Sie sich gerne an Herrn Jiying Luo (E-Mail: jiying.luo(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


'Alumni Universität Leipzig - Versicherungsbetriebslehre' bei XING

In letzter Zeit kam erstes Leben in unsere XING-Gruppe „Alumni Universität Leipzig – Versicherungsbetriebslehre.“ Diese Gruppe haben wir gegründet, um den Informationsfluss vom IfVW zu unseren Alumni zu optimieren stets aktuelle Informationen einzupflegen.

Gegenwärtig werden hier Veranstaltungshinweise, Themen rund um die Assekuranz sowie News vom IfVW (Studienergebnisse, MBA etc.) eingestellt. Alumni, die bereits den Inhalten in dieser Gruppe folgen, werden also zukünftig über diesen Kanal informiert. Allen anderen steht es ebenso offen, künftig auf diesem Wege informiert zu werden. Gerne nehmen wir Sie in die Gruppe auf. Um Mitglied zu werden, klicken sie hier.

Sofern Sie Ihre Informationen wie gewohnt über unseren Newsletter beziehen möchten, werden wir diesem Wunsch natürlich weiterhin sehr gerne nachkommen.


Resümee des Hauptseminars SS 2012 - Ausblick auf das Hauptseminar im WS 2012/13

Den Auftakt der Hauptseminarreihe erfuhren die Studierenden im Sommersemester nicht wie gewohnt in der Leipziger Gottschedstraße. Der Einladung von Peter Ahlgrim, dem Vorstandsvorsitzenden der Öffentlichen Feuerversicherung sowie Öffentlichen Lebensversicherung Sachsen-Anhalt folgend, fuhren wir am 06.06.2012 gemeinsam mit Prof. Wagner sowie allen wissenschaftlichen Mitarbeitern nach Magdeburg. Dortstand das Thema „Regionalisierung versus Globalisierung – Wettbewerbsfähigkeit durch Komplexitätsreduzierung als Strategiekonzept in der Versicherungswirtschaft“ auf der Agenda. In der Folgewoche referierte Henning Mettler, Mitglied des Vorstands der Concordia Versicherungen, über „Das Geschäftsmodell VVaG: Chancen und Herausforderungen mit besonderem Blick auf Solvency II“.

Der zweite Teil der allseits beliebten Exkursion führte die Studierenden nach Dresden. Herzlich begrüßt wurden wir gleich vor dem Unternehmensgebäude von Herrn Gerhard Müller, dem Vorsitzenden des Vorstands der Sparkassen Versicherung Sachsen AG, sowie seinen Mitarbeitern. Bevor Herr Müller in die Thematik einstieg, vermittelte ein Studierender des Instituts die Grundlagen zur „Elementarschadenkampagne Sachsen – eine gemeinsame Aktion von GDV, Versicherungsunternehmen und Politik“. Im einst von der Jahrhundertflut betroffenen Gebäude prägte sich bei den Teilnehmern des Hauptseminars die Bedeutung der Kampagne merklich ein. Nach dem fachlichen Teil folgten die Gäste gerne einer Führung durch das moderne Gebäude und schließlich zum Mittagssnack auf die Vorstandsetage. Dabei kreuzten einige Leipziger Alumni sowie ehemalige Mitarbeiter des Instituts unsere Wege, was besonders Prof. Wagner freute. Am darauffolgenden Morgen begrüßten wir, in gewohnter Weise wieder in Leipzig, Herrn Dr. Wolfgang Breuer. Das Vorstandsmitglied der Württembergischen Versicherung AG sowie Württembergischen Lebensversicherung AG referierte über „Trends und Potenziale im Schadenmanagement von Kompositversicherungsunternehmen“.

Weiterhin durften wir uns über den Besuch von Dr. Alexander Metz, dem Chief Risk Officer und Leiter des Konzerncontrollings sowie des integrierten Risikomanagements bei der Deutschen Rückversicherung AG, in Leipzig freuen. Seine Ausführungen zum „Management von operationellen Risiken in der Versicherungsbranche“ gaben den Studierenden einen nachhaltigen Einblick in das Erkennen und Beherrschen dieser oft unterschätzten Risikoart. „Die Rolle von Ratings im Rahmen von Solvency II: Bestandsaufnahme und kritische Würdigung“ lautete die nächste Themenstellung des Hauptseminars. Als Experte äußerte sich dazu Dr. Stephan Kalb, Senior Director sowie Head of German Insurance Ratings der Fitch Deutschland GmbH. Die interessante Hauptseminarreihe des Sommersemesters endete am 11.07.2012. Am Morgen befassten wir uns zuerst mit den Ausführungen von Dr. Hartmut Nickel-Waninger zu „Qualität im Ausschließlichkeitsvertrieb: Bedeutung und künftige Anforderungen“. Als Vertriebsvorstand im Gothaer Konzerns war er der perfekte Ansprechpartner für Fragen der Ausschließlichkeit. Direkt im Anschluss übergab Prof. Wagner das Wort an Jörn Sandig, Mitglied des Vorstands der HUK-COBURG Versicherungsgruppe. Herr Sandig stellt die „Industrialisierung in der Versicherungswirtschaft“ beispielhaft anhand seines Unternehmens vor. Über ein stark in den Vorlesungen des Instituts fokussiertes Thema, die wertorientierte Steuerung, informierte letztlich Dr. Torsten Utecht, Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland Holding AG. Explizit beschränkte er sich dabei auf „Wertorientierte Steuerung in der Lebensversicherung unter aktuellen Rahmenbedingungen“. Herr Utecht referierte zunächst über die theoretischen Grundlagen und vermittelte anschließend anhand einer Case Study die Handlungsoptionen im derzeitigen Marktumfeld.

Die geplanten Themen für das Hauptseminar im Wintersemester 2012/13 sind ebenso breit gefächert. Am 28.11.2012 erwarten wir Gunter Lescher, Partner bei PricewaterhouseCoopers und dort Leiter „Forensic Services für Versicherungen“, mit einem Vortrag über „Fraud Forensic – Wirtschaftskriminalität in der Versicherungswirtschaft“. Im Anschluss referiert Dr. Hanns Martin Schindewolf, CEO und Chairman der Daimler Insurance Service GmbH sowie Mitglied des Executive Committee der Daimler Financial Service AG, über „Kooperation und Wettbewerb zwischen Autoherstellern und Versicherern“.

Den Hauptgeschäftsführer der ROLAND Assistance GmbH, Frank Feist, sowie den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Ärzteversicherung, Jörg Arnold, erwarten wir als Referenten zum Hauptseminar am 05.12.2012. Herr Feist wird sich über „Assisteure als Outsourcing-Partner für Versicherungsunternehmen – Potenziale und Perspektiven“ äußern. Anschließend diskutieren wir mit Herrn Arnold über „Zielgruppenfokussierung im Versicherungsgeschäft – Potenziale und Herausforderungen“.

„Der kollektive Sparprozess als Alleinstellungsmerkmal der klassischen Lebensversicherung – Wirkungsweisen und deren Würdigung“ wird am 12.12.2012 in den Mittelpunkt der Betrachtungen gezogen. Prof. Dr. Oskar Goecke, der stellvertretende Direktor des Instituts für Versicherungswesen und Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Fachhochschule Köln, wird in diesem Zuge über sein Forschungsgebiet berichten. Des Weiteren konnten wir Karsten Crede, Mitglied des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG sowie CEO der Allianz Global Automotive, gewinnen, um über die aktuell intensiv diskutierte Thematik „eCall“ zu referieren. Der Vortragstitel lautet „eCall – staatlich verordneter Wettbewerbsnachteil für Kfz-Versicherer?“. Das Hauptseminar im Wintersemester 2012/13 schließt mit dem Vortrag von Dr. Werner Görg, dem Vorstandsvorsitzenden des Gothaer Konzerns, über „Own Risk and Solvency Assessment – Nutzen, Potenziale und Herausforderungen“.

Eingeschoben wird abermals eine Exkursion. Dazu folgen wir sehr gerne am 08. und 09.01.2013 der Einladung von Dr. Joachim Maas, dem Vorstandsvorsitzenden der VOLKSWOHL BUND Versicherungen, sowie von Michael Johnigk, Vorstandsmitglied der SIGNAL IDUNA Gruppe, in die betreffenden Hauptverwaltungen nach Dortmund. Dr. Maas behandelt die Thematik „Der Garantiezins in der deutschen Lebensversicherung – Zukunftsperspektiven“. Der zweite Beitrag zur Exkursionsveranstaltung von Herrn Johnigk behandelt die Fragestellung „Ist der deutsche Versicherungsmarkt ein gesättigter Markt? – Bestandsaufnahme und Analyse möglicher Wachstumsfelder“.

Bei Fragen zur Hauptseminarreihe wenden Sie sich gerne an Herrn Daroslav Lazic (E-Mail: daroslv.lazic(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 75).


Rückblick: 3. Produktkonferenz

„Was will der Kunde?“; lauteten die begrüßenden Worte von Professor Dr. Fred Wagner, Vorstand unseres Instituts für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig, zu Beginn unserer schon dritten Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“ am 06. November 2012 in Köln. Hierzu kamen ca. 70 Repräsentanten der Assekuranz und angrenzender Branchen in das Hotel Pullman Cologne.

Auf die Vorstellung des Tagungsprogramms folgte die Eröffnung des ersten Themenblocks „Herausforderungen in der Lebensversicherung“ durch Herrn Dr. Oliver Gaedeke. Er ist Vorstand und Leiter der Finanzdienstleistungsforschung bei der YouGov Deutschland AG und referierte über „Kunden- und Maklererwartungen an die Lebensversicherung – Implikationen für die Produktgestaltung“. Herr Gaedeke zeigte das differenzierte Informations- und Entscheidungsverhalten der Kunden und Makler auf und leitete daraus Chancen und Risiken für Vertriebe und die Produktgestaltung ab.

Im Anschluss erörterte Herr Michael Winzer, Director Risk Insurance bei der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG, die „Auswirkungen von Solvency II auf das Produktdesign“. Auf Grundlage der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen veranschaulichte er beispielweise die „unglaublich schwierige Zinssituation für dieses Produkt“. Die Solvency II-Richtlinien seien Herausforderung und Basis zugleich, auf deren Grundlage sich sowohl Produktzielbilder als auch Portefeuillestrategien entwickeln lassen. Seinen Vortrag beendete er mit dem Fazit, dass abschnittsweise Garantien teilweise helfen. „Sie lösen aber das Problem nicht“, so Herr Winzer. Damit leitete er passend zum nächsten Vortrag über.

Herr Peter Heise, Mitglied der Vorstände der AachenMünchener Lebensversicherung AG sowie der AachenMünchener Versicherung AG, blickte in die „Zukunft der Garantieprodukte“. „Ohne Garantien geht nichts“, manifestierte er gleich zu Beginn seine Meinung. Nach Schilderung der Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, und einem Vergleich mit anderen Finanzdienstleistern kam er letztlich zu dem Schluss: „Wenn ein Anbieter Garantien anbieten kann, dann ist es ein Lebensversicherer“. Herr Heise erinnerte auch an die Möglichkeiten des Risikoausgleichs in der Zeit und im Kollektiv sowie an den hohen Nutzen einer Garantie für den Kunden, den es herauszustellen gilt. Die Ausführungen der Herren Winzer und Heise führten anschließend zu intensiven Debatten und vielseitigen Nachfragen von Seiten des Auditoriums.

Der zweite Themenblock der diesjährigen Konferenz befasste sich mit der Kranken- und Pflegeversicherung. Zunächst sprach Herr Jürgen Graalmann, Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes der AOK-Bundesverband GbR, über die „Konzeption einer nachhaltigen Pflegeversicherung in Deutschland vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“, wobei er die Sichtweise der Sozialversicherung vertrat. Er zeigte sich hoch überzeugt von der Konzeption der Sozialen Pflegeversicherung, fordert aber eine intensive Diskussionen über den sich wandelnden Pflegebegriff – auch hin zu kognitiven Fähigkeitsverlusten – und über den damit verbundenen Mehraufwand sowie die „Qualitätstransparenz der Pflegeheime“. Zudem müssten die häusliche Pflege gestützt und intensive Kooperationen bei Pflege-Zusatzversicherungen mit der PKV aufgebaut werden. Die aktuelle Senkung der Rentenversicherungsbeiträge um 0,9 %, ohne gleichzeitig die Pflegebeiträge substantieller zu erhöhen, bezeichnete Herr Graalmann als fatal und eine vertane Chance.

Zum gleichen Thema, jedoch aus Sicht der privaten Pflegeversicherung, äußerte sich anschließend Herr Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka-Versicherungsgruppe und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des PKV-Verbands. Herr Laue erläuterte vielfältige Möglichkeiten und Modelle einer – aus seiner Sicht dringend notwendigen – Kapitaldeckung in der Pflegeversicherung. „Es wird Zeit zu handeln“; mit diesem Appell beendete Herr Laue seine Ausführungen und lieferte damit ausreichend Diskussionsstoff. Den Fragen des Auditoriums stellten sich die Herren Graalmann und Laue gemeinsam, und beide kamen überein, dass in der Pflegeproblematik ein außerordentlich hoher Handlungsdruck besteht.

Herr Eberhard Sautter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur Versicherungsgruppe, stellte sodann seine Sicht zu den derzeit häufig diskutierten Unisex-Tarifen vor. Dabei ging er auf aktuelle Entwicklungen in der Tarifierung, im Vertrieb und in der Steuerung ein. Längerfristige Auswirkungen auf den Markt der Privaten Krankenversicherung wird die gesetzlich vorgeschriebene Unisex-Tarifierung seiner Meinung nach nicht haben. Dazu führte er neben einigen praktischen Beispielen auch die „Glättung über die Zeit“ an. „In zehn Jahren wird man sich wundern, warum wir uns damals so angestellt haben“, fasste er seine Worte zusammen und verwies auf andere Problemfelder der PKV und betonte den hochattraktiven Wachstumsmarkt „Gesundheit und Pflege“ in Deutschland.

Den Schlusspunkt für die interessierten Zuhörer setzte Herr Dirk Westermann, Vorstand der Geld.de Holding AG. Sein Thema lautete „Perspektiven von Internetvergleichsportalen“, wobei er die rasanten Entwicklungen aufzeigte und Szenarien vorstellte, wie sich das Internet künftig verstärkt als Absatzkanal nicht nur bei den standardisierten Massenprodukten, sondern auch im beratungsintensiven Geschäft etablieren kann. Im Fazit ging Herr Westermann von wachsenden Marktanteilen sowohl der Vergleichsportale als auch der Direkt- und Internetversicherer aus, und er sprach Versicherern ohne klare Internetstrategie zukünftig wenig Perspektiven zu.

Die Vorträge der Tagesveranstaltung regten die Konferenzteilnehmer an, sich beim abendlichen Get-Together darüber in angenehmer Atmosphäre intensiv auseinanderzusetzen.

Bei Fragen zur Produktkonferenz wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann
(E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Vorankündigung: 5. Vertriebskonferenz

Am 11. und 12. Juni 2013 veranstaltet unser Institut bereits die fünfte Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“, erneut unter der fachlichen Leitung von Herrn Professor Wagner.

Im Rahmen der Konferenz werden renommierte Referenten und leitende Persönlichkeiten der Versicherungswirtschaft die aktuellen Entwicklungen und Probleme im Vertrieb der Assekuranz thematisieren. In vier spannenden Themenblöcken werden sowohl die aktuellen Fragen und Herausforderungen der Ausschließlichkeitsorganisation, des Maklervertriebs und des Bankenvertriebs als auch die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren weiterer Vertriebskonzepte behandelt und diskutiert.

Die folgenden Referenten konnten wir für unsere Vertriebskonferenz gewinnen:

Bernd Andres, Vorstand Vertrieb & Marketing, Cosmos Lebensversicherungs-AG, Cosmos Versicherung AG
Rainer Bülow, Mitglied des Vorstands, ÖSA Versicherungen
Eric Bussert, Vorstand Vertrieb & Marketing, HanseMerkur Versicherungsgruppe
Prof. Dr. Heinrich Dörner, Institut für Internationales Wirtschaftsrecht, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Lars Drückhammer, Geschäftsführer, blau direkt GmbH & Co. KG
Dr. Karsten Eichmann, Vorstand Vertrieb und Marketing, Generali Versicherung AG, Generali Lebensversicherung AG
Dr. Andreas Eurich, Mitglied der Vorstände, Barmenia Versicherungen
Frank Kettnaker, Mitglied der Vorstände Vertrieb/Marketing, ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G., HALLESCHE Krankenversicherung a.G., ALTE LEIPZIGER Holding AG
Iris Klunk, Mitglied des Vorstands, Talanx Deutschland AG
Frank Müller, Mitglied des Vorstands, VGH Versicherungen
Christian Mylius, Managing Partner, Innovalue Managementpartner GmbH
Prof. Dr. Hartmut Nickel-Waninger, Mitglied des Vorstands, Gothaer Gesellschaften
Roland Weber, Mitglied der Vorstände, Debeka Versicherungen
Götz Wenker, Vorsitzender der Geschäftsführung, AWD Deutschland

Das Veranstaltungsprogramm und weitere Informationen zur Vertriebskonferenz finden Sie gerne zeitnah auf unserer Website. Bei Fragen oder für die Anmeldung wenden Sie sich gerne an Frau Susan Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).


Das MBA-Programm in seiner 5. Durchführungsrunde

Wie in unserem vorangegangen Newsletter angekündigt, starteten wir Mitte Juni 2012 mit unserer fünften Durchführungsrunde des MBA-Insurance in Leipzig. Nachdem sich die 19 Studierenden bei einem gemeinsamen Vorstellungsabend kennenlernen konnten, begannen sie motiviert ihr erstes Hauptmodul zum Thema „Unternehmensführung“.

Konkrete Themen des ersten Hauptmoduls waren die Akteure des Versicherungsmarkts, deren Funktion, Rolle und Zusammenspiel sowie ein Überblick über die Versicherungszweige. Außerdem erhielten die Studierenden einen Einblick in die Elemente des strategischen Managements und dessen Analyse aus wertorientierter Sicht. Im Teilmodul „Präsentationstechnik“ wurde gezeigt, wie Präsentationen richtig strukturiert und mit Medien, Sprache und Körpersprache optimal vorgetragen werden. Zu den beteiligten Referenten zählten diesmal: Frau Dipl.-Psych. Bettina Hahn, Herr Prof. Dr. Roland Michael Beckmann, Herr Prof. Dr. Dietmar Pfeifer, Herr Prof. Dr. Michael Wolff, Herr Prof. Dr. Thomas Lenk sowie Herr Prof. Dr. Fred Wagner. Bei einer ortskundigen Stadtführung und einem gemeinsamen Bowlingabend konnten die Studierenden die Stadt Leipzig und ihre Kommilitonen näher kennenlernen.

Das zweite Hauptmodul zum Thema „Rechnungswesen und Controlling“ schloss sich im September an. Diesmal waren die Studierenden zu Gast in den Räumlichkeiten der Generali Holding AG in Köln.

Gegenstand des Moduls waren die theoretische Fundierung und die praktische Anwendung des strategischen und operativen Controllings sowie die Kosten- und Erlösrechnung von Versicherungsunternehmen. Weiterhin wurde der Zusammenhang zwischen internem Rechnungswesen und Controlling erläutert und ein grundlegendes Verständnis für die einzelnen Teile des Jahresabschlusses und deren Zusammenspiel geschaffen. Die Studierenden haben sich durch Geschäftsberichte von Versicherern gearbeitet, um die dort abgebildete betriebswirtschaftliche Realität zu analysieren. Ergänzt wurde das Modul durch die Themenstellungen Kommunikation und Konfliktmanagement. Das Dozententeam aus Herrn Prof. Dr. Ralf Diedrich, wiederum Frau Dipl.-Psych. Bettina Hahn, Herrn Dr. Joachim Kölschbach sowie Herrn Prof. Fred Wagner wurde durch praxisorientierte Vorträge renommierter Gastreferenten der Generali unterstützt.

Auch diesmal blieb das gewisse Maß an Entspannung abseits des Studienalltags nicht auf der Strecke. Während eines gemeinsamen Abendessens und einer Kölsch-Tour hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich auszutauschen und die Innenstadt rund um den berühmten Kölner Dom zu erkunden.

Am 19.10.2012 fand zudem der erste „MBA-Stammtisch“ in Köln statt, bei dem die Ehemaligen der vergangenen Durchführungsrunden sowie die aktuellen MBA-Studierenden die Möglichkeit hatten, bei einer Bootstour und einem gemeinsamen Abendessen das informelle „Networking“ zu pflegen. Mit dieser Veranstaltung schafft das Institut die Gelegenheit eines Wiedersehens und auch die Möglichkeit, den Kontakt mit den Dozenten und Lehrenden zu erhalten. Nach erfolgreicher Auftaktveranstaltung in Köln mit 44 Teilnehmern ist der MBA-Stammtisch künftig im jährlichen Turnus wechselnd in verschiedenen Versicherungsstädten geplant.

Bei Fragen zum MBA-Programm wenden Sie sich gerne an Frau Karolin Pötzsch (E-Mail: karolin.poetzsch(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 52).


Bericht zu aktuellen Studienprojekten des IfVW

In der Rubrik Studienprojekte des IfVW berichten wir Ihnen heute von zwei Forschungsprojekten, die unser Institut rund um Trendthemen aus der Versicherungswirtschaft durchgeführt hat und in den vergangenen Wochen erfolgreich abschließen konnte.

Lebensversicherung 2.0 – Perspektiven und Herausforderungen

Bereits in unserem letzten Newsletter haben wir Ihnen von unserer Studie zu den Perspektiven und Herausforderungen in der Lebensversicherung berichtet, die unser Institut erneut in Zusammenarbeit mit unseren Studienpartnern B&W Deloitte GmbH und RGA International Reinsurance Company Limited Niederlassung für Deutschland – anknüpfend an unsere Studie aus dem Jahr 2010 – durchgeführt hat. Diese Studie hat unser Institut im September abgeschlossen.

Als wesentliche Ergebnisse konnten festgestellt werden:

die Lebensversicherer in Deutschland haben Herausforderungen zu bewältigen, die u.a. die Finanzmärkte, Solvency II, den Vertrieb, die Prozesseffizienz sowie die steigendenden Transparenz- und Verbraucherschutzanforderungen betreffen.
dazu sieht die Branche die Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen, die praktikabel sind und bleiben.
Die Produktlandschaft wird v.a. durch den Einfluss des künftigen Aufsichtsregimes Solvency II Veränderungen erfahren, und
Transparenzmaßnahmen unter dem Label Verbraucherschutz beschäftigen die Branche.

Die Studienergebnisse wurden am 11. September 2012 in Köln von Herrn Prof. Wagner und Herrn Dr. Christian Schareck (Partner, Deloitte) vorgestellt. Im Anschluss an die Ergebnispräsentation fand eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Herrn Prof. Dr. Kurt Wolfsdorf (Partner, Deloitte) und Herrn Prof. Wagner unter Mitwirkung folgender Diskutanten statt: Herr Dr. Christian Grugel, Ministerialdirektor des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Herr Dr. Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.; Herr Dr. Torsten Utecht, Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland Holding AG sowie Herr Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e.V.

Für weiterführende Informationen zum Studiendesign, zu den Inhalten, zum Projektablauf und zu den Teilnehmern können Sie gern unsere Homepage www.ifvw-studien.de besuchen. Dort finden Sie auch die Pressemitteilung sowie die Präsentation zum Download.

Internetvergleichsportale – Empirische Studie zur Preis-/Leistungsdimension sowie zur Transparenz und Beratungsqualität

Im Auftrag der Aspect Online AG (Transparo) und der Check24 Vergleichsportal Versicherungen AG (Check24) hat unser Institut eine Studie zu den Internetvergleichsportalen im Bereich der Kfz-Versicherung durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung waren zum einen die Analyse der Preis- und Leistungspositionen der Vergleichsportale sowie des Zusammenhangs zwischen den Preisen und Leistungen der von den Portalen angebotenen Tarife. Zum anderen sollte die Qualität der Portale bezüglich Transparenz und Beratung erfasst werden.

Dazu wurden in einem ersten Schritt 13 Versicherungsnehmer konzipiert, die reale Kundenbedarfe in Deutschland abbilden sollen. In einem zweiten Schritt wurden für die 13 Versicherungsnehmer auf sieben ausgewählten Vergleichsportalen zeitgleich Vergleichsrechnungen für die Kfz-Versicherung durchgeführt und dies wiederum an drei verschiedenen Stichtagen. Folgende Portale wurden untersucht:

autoversicherung.de
check24.de
fss-online.de
geld.de
ino24.de
toptarif.de
transparo.de

Im Anschluss an die Erhebungen fanden umfangreiche Auswertungen zu Preis und Leistung der angebotenen Tarife statt. Dazu wurden jeweils die TOP 3-Angebote hinsichtlich Preisniveau und Einsparpotenzial sowie Leistungsumfang (Erfüllung, Übererfüllung, Untererfüllung von vordefinierten Kundenwünschen) folgender elf Tarifmerkmale untersucht: Selbstbehalt in der Teil-/Vollkasko, Deckungssumme Kfz-Haftpflichtversicherung, Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit, Werkstattbindung, Zusammenstoß mit Tieren aller Art, Rabattretter, Mallorca-Police, Neuwertentschädigung, Schutzbrief, Rabattschutz und Marderbissfolgeschäden.

Um Aussagen über das Preisniveau der Portale bei vollständiger Leistungserfüllung treffen zu können, wurde dafür eigens eine gesonderte, vierte Erhebung durchgeführt. Dabei wurden sämtliche in der Ergebnisliste der sieben Portale aufgeführten Tarife hinsichtlich der Mindesterfüllung der Kundenanforderungen untersucht.

Zur Beurteilung und Analyse der Transparenz- und Beratungsqualität der Internetvergleichsportale wurde ein umfangreicher Kriterienkatalog entwickelt. Dessen Inhalte wurden hinsichtlich ihrer Relevanz für Transparenz und Beratungsqualität von Vergleichsportalen im Rahmen von Expertengesprächen diskutiert und mithin qualitätsgesichert.

Folgende zentralen Studienergebnisse konnten identifiziert wird:

Kfz-Internetvergleichsportale schaffen durch den Vergleich mehrerer Versicherer Transparenz auf dem Kfz-Versicherungsmarkt.
Über Vergleichsportale lassen sich teils erhebliche Einsparpotenziale generieren,
Dennoch sind Unterschiede bei den einzelnen Internetvergleichsportalen vorhanden, u.a. bei der Positionierung bzgl. Leistungen und Preisen sowie bei deren Zusammenspiel.
Bestehende Verbesserungspotenziale bei den Vergleichsportalen sind auszuschöpfen.

Die finalen Studienergebnisse wurden von Herrn Prof. Wagner und Frau Sabine Schmidt am 8. Oktober 2012 in Köln vorgestellt und stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Studien befinden sich gerade in der Konzeptionsphase – gern berichten wir Ihnen hierzu in unseren kommenden Newslettern!

Für Rückfragen und weitere Informationen zu unseren Studien wenden Sie sich bitte an Frau Sabine Schmidt (schmidt(at)ifvw.de oder Tel.: 0341 – 355 305 77).


Juli
Alumni Universität Leipzig – Versicherungsbetriebslehre“ bei Xing

Um den Informationsfluss vom IfVW zu unseren Alumni zu optimieren, haben wir uns dazu entschlossen die bereits existierende Xing-Gruppe „Alumni Universität Leipzig – Versicherungsbetriebslehre“ neu zu beleben.

Hier werden wir zukünftig aktuelle Veranstaltungshinweise, Themen rund um die Assekuranz sowie News vom IfVW (Studienergebnisse, MBA etc.) einstellen. Alle Alumni, die bereits in dieser Gruppe Mitglied sind werden also zukünftig über diesen Kanal informiert. Alle anderen Alumni, die noch kein Mitglied in unserer Gruppe sind, bieten wir selbstverständlich die Möglichkeit der Gruppe beizutreten. Gerne können Sie hier Mitglied werden.

Sofern Sie aber Ihre Informationen wie gewohnt über unseren Newsletter erhalten möchten, werden wir diesem Wunsch natürlich weiterhin sehr gerne nachkommen.


Vorankündigung: 6. Alumni-Treffen – Planung des Ablaufs an diesem Tag

Nach dem „Pionier“, das 5. Alumni-Treffen vom Vorlesungstag abzukoppeln und stattdessen den Termin auf einen Freitagnachmittag zu legen, haben wir uns nach intensiver Diskussion und Feedbacks einzelner Alumni entschlossen das Alumni-Treffen zurück an seinen angestammten Platz am Vortag des Vorlesungstags zu verlegen.

Demnach findet das 6. Alumni-Treffen am Mittwoch, den 20.02.2013 statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor. Weitere Informationen zum Ablauf werden wir Ihnen über die Alumni-Gruppe bei Xing oder per Mail mitteilen.

Gerne möchten wir in diesem Zusammenhang Ihre Wünsche für diesen Tag sammeln. Ihre Vorschläge zum Ablauf des Alumni-Treffens können gerne im Forum der Alumni-Gruppe bei Xing oder per Mail (alumni(at)ifvw.de) diskutiert werden. Nachfolgend finden Sie einige Gedankenstützen:

Soll das Alumni-Treffen bereits am Mittag mit einem Get-Together starten, um anschließend einen fachlichen Vortrag (gerne aus dem Teilnehmerkreis und/oder vom Institut) mit anschließender Diskussion zu verfolgen? Am Nachmittag oder Abend gibt es dann im Institut einen kleinen Umtrunk?
Soll das Alumni-Treffen erst am Nachmittag mit einem Fachvortag starten, anschließend folgt eine gemeinsames Get-Together? Welche Location ist hier gewünscht?
Soll das Alumni-Treffen erst in den Abendstunden und dann direkt mit einem Get-Together ohne Fachvortrag beginnen? Gerne können Sie uns auch hierzu Ihre präferierten Locations nennen


Rückblick: 12.“Vorlesungstag an der Universität Leipzig“

Am 28. März 2012 veranstaltete das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig bereits zum zwölften Mal in Folge den jährlichen Vorlesungstag, zu dem wieder etwa 270 Teilnehmer nach Leipzig kamen. Der Vorlesungstag gilt als einer der wichtigsten Branchentreffs zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im deutschsprachigen Raum.

Zunächst begrüßte Herr Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand des Instituts für Versicherungswissenschaften e.V., die Teilnehmer und stellte die Agenda vor. Im Namen der Stadt Leipzig hieß anschließend Herr Oberbürgermeister Burkhard Jung die Anwesenden herzlich willkommen. Er betonte die große Bedeutung des Wissenschaftsstandorts und die besondere Verbindung von Historie und Moderne in Leipzig als Voraussetzung für die kommunalen Ansiedelungserfolge. Anschließend richtete Herr Prof. Dr. Matthias Schmidt, Prodekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, seitens der Universität Leipzig seine Grüße an das Auditorium und hob die Qualität der Lehre an der Universität Leipzig und – mit Blick auf die versicherungswissenschaftliche Ausbildung – insbesondere die Bedeutung des berufsbegleitenden Studiengangs „MBA Versicherungsmanagement“ am Institut für Versicherungswissenschaften hervor.

Unter der Überschrift „Lebensversicherung für morgen – Herausforderungen von heute“ erläuterte Herr Michael Westkamp, Vorsitzender des Vorstandes der AachenMünchener Versicherungen, als erster Referent die derzeitige Situation und Zukunftschancen des Geschäftsmodells der Lebensversicherung. Die öffentliche Darstellung der Lebensversicherung in den Medien sei negativ überzogen. Herausforderungen würden unter anderem die Implikationen des neuen Aufsichtsregimes Solvency II sowie die hohe Komplexität der Produktlandschaft darstellen. Insbesondere eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenz der Lebensversicherung, das ist die nachhaltige Alters- und Hinterbliebenenabsicherung, die Kommunikation des Geschäftsmodells und der Stabilität der Branche sowie eine Vereinfachung und Flexibilisierung der Produkte seien nötig.

Im Anschluss richtete Herr Dr. Walter Botermann, Vorsitzender der Vorstände der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G., HALLESCHE Krankenversicherung a.G. und der ALTE LEIPZIGER Holding AG, den Fokus auf aktuelle „Perspektiven und Herausforderungen in der Privaten Krankenversicherung“. Zunächst konstatierte Herr Dr. Botermann, dass sich sowohl die betriebswirtschaftlichen als auch die versorgungstechnischen Zustände in der GKV und der PKV in den letzten Jahren signifikant gebessert hätten. Dann erläuterte er, dass sich die privaten Krankenversicherer ähnlich den Lebensversicherern einem Wahrnehmungsproblem gegenüber sähen. Die Billigtarifpolitik einiger Marktteilnehmer habe zu diesen Schwierigkeiten beigetragen. Ursächlich für die in den letzten Jahren viel diskutierten Beitragsanpassungen seien aber die wachsende Lebenserwartung, Inflation und die Kosten des medizinisch-technischen Fortschritts. Das deutsche duale System habe sich im Vergleich mit den Krankenversicherungssystemen anderer Länder bewährt. Zur Illustration nannte er u.a. die langen Wartezeiten in den Niederlanden sowie die Schwierigkeiten in der Schweiz, eine medizinische Kostendämpfung zu erreichen. In Deutschland habe die private Krankenversicherung außerdem eine wichtige Rolle als Innovationsmotor, Forschungstreiber und überproportionaler Finanzierer des Gesundheitssystems. In seinem Ausblick betonte Herr Dr. Botermann, dass die steigenden Kosten für die Alters- und Gesundheitsvorsorge den Kunden dringend kommuniziert werden müssten. Der Anteil dieser Posten an den Haushaltsausgaben müsse steigen und ein mit Konsumverzicht einhergehender Bewusstseinswandel erreicht werden.

Nach dem Mittag berichtete Frau Anja Schwinghoff, Doktorandin am IfVW, über Erkenntnisse aus einem Teil ihrer Forschungsarbeiten zu „IFRS im Versicherungsunternehmen – Abbildung der realen Sachverhalte unter IFRS 4 und IFRS 9?“. Sie akzentuierte vor allem die Frage nach der Anwendbarkeit der neuen Standards. Die Komplexität der Versicherung stelle eine Herausforderung für Standardsetzer und Anwender dar. Das branchenspezifische Verhältnis von versicherungstechnischen Rückstellungen zu den Kapitalanlagen könne nach aktuellem Stand der IFRS zu einem Accounting-Mismatch führen.

Im Anschluss sprach Herr Prof. Dr. Fred Wagner über „Internetvergleichsportale – Ergebnisse einer empirischen Studie“. Die Studie untersuchte, welche Internetvergleichsportale die günstigsten Kfz-Versicherungstarife anbieten, in welchem Umfang die angezeigten Versicherungstarife vordefinierte Kundenwünsche berücksichtigen und welche Preis-Leistungs-Relationen die preisgünstigsten Angebote der Vergleichsportale ihren Kunden zur Verfügung stellen. Auch der Zusammenhang zwischen dem Abfragedesign der Vergleichsportale und den damit im Ergebnis als „günstig“ offerierten Tarifangeboten wurde diskutiert. Als Fazit stand am Ende des Vortrags die Aussage, dass Vergleichsportale zu einem Mehr an Transparenz für die Nutzer beitragen.

Herr Dr. Patrick Dahmen, Finanzvorstand der AXA Konzern AG, gab mit seinen Ausführungen zur „Wertschöpfung im Spannungsfeld von Kapitalmarkt, Produktanforderungen und Vertrieb“ interessante Einblicke in moderne Ansätze zur Steuerung von Versicherungsunternehmen. Er definierte zunächst Wertschöpfungsgrößen, wie operative Ertragskraft, Unternehmenswert, ökonomisches Kapital sowie Liquidität, und stellte die aus seiner Sicht maßgeblichen externen Veränderungstreiber für die Versicherungsbranche und deren Herausforderungen vor. Ausgehend davon leitete Herr Dr. Dahmen Anforderungen an die Versicherungsunternehmen ab. Er betonte die besondere Bedeutung des aktiven Asset-Liability-Managements, einer Diversifikation des Produktangebots, der Transparenz und Verständlichkeit des Leistungsangebots für die Produktgestaltung sowie der Provisionsdifferenzierung und verstärkten Ertragsorientierung für den Vertrieb. Daran anschließend stellte er die konkreten Maßnahmen zur wertorientierten Steuerung im AXA-Konzern vor.

Der fachliche Teil des Tagungsprogramms endete mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Baustelle Versicherungsvertrieb? – Aktuelle Herausforderungen im Vertriebsmanagement der Assekuranz.“ Unter Moderation von Herr Prof. Dr. Fred Wagner diskutierten Herr Olaf Bläser, Mitglied des Vorstands der ERGO Versicherung AG, Herr Wolfgang Hanssmann, Mitglied des Vorstands der AXA Konzern AG, Herr Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e.V., Herr Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten e.V. sowie Herr Prof. Dr. Klaus Kocks, Goslar Institut, Studiengesellschaft für verbrauchergerechtes Versichern e.V.. Ausgehend von der althergebrachten Frage nach dem Image des Versicherungsvermittlers wurden verschiedene Herausforderungen im Versicherungsvertrieb aufgezeigt und diskutiert. Debattiert wurde u.a. über die Qualifikation und die Fluktuation von Vermittlern, über die Ausgestaltung von Anreizsystemen einschließlich der Provisionsgestaltung und des Einsatzes von Incentives, über Selbstregulierungsmaßnahmen sowie über die Rolle von Beratung und Vertrieb zur Vermeidung von Altersarmut in Deutschland.


Ankündigung: 3. Produktkonferenz - 06. November 2012

Die nächste Konferenz in der Reihe „Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“ findet am 06. November 2012, unter der fachlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner, im Hotel Pullman Cologne in Köln statt.

Im ersten Veranstaltungsblock erwarten die Teilnehmer spannende Vorträge zur Sparte der Lebensversicherung. So werden die Kunden- und Maklererwartungen an die Lebensversicherung und deren Implikationen für die Produktgestaltung, die Auswirkungen von Solvency II auf das Produktdesign, sowie die Zukunft der Garantieprodukte thematisiert. Es sprechen: Herr Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter Finanzdienstleistungsforschung, YouGov Deutschland AG, Herr Peter Heise, Mitglied der Vorstände, AachenMünchener Lebensversicherung AG, AachenMünchener Versicherung AG, Herr Dr. Thomas A. Kagermeier, Partner, und Herr Michael Winzer, Direktor & Aktuar (DAV), KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Der zweite Themenblock widmet sich der Kranken- und Pflegeversicherung, wobei schwer-punktmäßig die Konzeption einer nachhaltigen Pflegeversicherung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels aus privater und gesetzlicher Perspektive erläutert wird. Darüber hinaus wird auf die aktuellen Entwicklungen bei den Unisex-Tarifen eingegangen. Hierzu sprechen: Herr Jürgen Graalmann, Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes, AOK-Bundesverband GbR; Herr Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender, Debeka-Versicherungsgruppe; Herr Eberhard Sautter, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, HanseMerkur Versicherungsgruppe. Abgerundet wird das Tagungsprogramm durch Herr Dirk Westermann, Vorstand der Geld.de Holding AG, der die Perspektiven von Internetvergleichsportalen aufzeigt.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie gerne auf unserer Homepage. Bei Fragen oder für die Anmeldung zur Produktkonferenz wenden Sie sich gerne an Frau Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).
Ansprechpartnerin

Susan Wassermann
0341/355 305 – 54
0341/355 305 – 99
wassermann(at)ifvw.de


Vorankündigung weiterer Veranstaltungen des IfVW

Gerne möchten wir Ihnen auch schon den Termin für unseren nächsten „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ und die Konferenz „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ ankündigen.

Der 13. „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ findet am 21. Februar 2013, wieder am neuen Campus am Augustusplatz, statt. Merken Sie sich diesen Termin jetzt schon vor. Als Referenten konnten wir bereits gewinnen:

Herrn Dr. Andreas Freiling, Partner, Head of Insurance Deutschland, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Herrn Dr. Christian Grugel, Ministerialdirektor, Leiter der Abteilung Verbraucherpolitik, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Herrn Prof. Manfred Güllner, Geschäftsführer; Forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH
Frau Dr. Elke König, Präsidentin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Frau Johanna Nemson, Doktorandin am IfVW
Herrn Reinhold Schulte, Vorstandsvorsitzender, Signal Iduna Versicherungsgruppe; Vorstandsvorsitzender, PKV Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Die inzwischen 5. Konferenz in der Reihe „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ findet am 11. und 12. Juni 2013, im Hotel Pullman Cologne statt. Merken Sie sich auch diesen Termin jetzt schon vor.

Weitere Informationen zu beiden Veranstaltungen finden Sie bald auf unserer Homepage.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Frau Wassermann (E-Mail: wassermann(at)ifvw.de oder Tel.: 0341-355305 54).
Ansprechpartnerin

Susan Wassermann
0341/355 305 – 54
0341/355 305 – 99
wassermann(at)ifvw.de


Neues vom MBA-Programm

Die 17 MBA-Studierenden der vierten Durchführungsrunde absolvierten im April 2012 ihr letztes Präsenzmodul zum Thema „Operations- und Informationsmanagement/Internationales sowie interkulturelles Versicherungsmanagement“.

Zunächst stand das Informations- und IT-Management im Versicherungsunternehmen im Mittelpunkt. Einblick in die Praxis gaben dabei drei Gastreferenten. Herr Dr. Florian Leser sprach aus Sicht der ERGO zum Thema: „Auf dem Weg zu einer kundenorientierten Versicherung – Was kann die IT leisten?“, Herr Dr. Andreas Lassmann von der IT Sonix AG gestaltete das Thema: „Automatische Gesprächsanalyse in der strukturierten Kundenkommunikation“ und einen Blick über den Tellerrand gewährte Herr Prof. Dr. Gerhard Buurman vom Swiss Design Institute for Finance and Banking.

Die theoretischen Grundlagen der differenzierten Bepreisung von Versicherungsprodukten und deren Anwendung waren weiterer Bestandteil dieses Moduls. Die Studierenden kennen nun außerdem die Ansätze und Grenzen der Übertragbarkeit von Industrialisierungsansätzen auf die Assekuranz, verstehen den Zusammenhang zwischen Wertschöpfung, Sourcing sowie Geschäftsprozessen und können diesen bei der strategischen und strukturellen Gestaltung berücksichtigen. Internationale Unterschiede ausgewählter Versicherungsmärkte sind den Studierenden ebenso bekannt wie interkulturelle Besonderheiten auf diesen Märkten. Im Themenfeld „Projektmanagement“ kennen die Studierenden die theoretischen Grundprinzipien und sind nach Abschluss des Moduls in der Lage, Projekte eigenständig zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Beteiligte Referenten waren diesmal: Herr Prof. Dr. Rainer Alt, Herr Tom Blank, Herr Hervé Bourel, Herr Dr. Christian Hofer, Herr Jurand Honisch, Herr Prof. Dr. Dubravko Radic, Herr Volker Reichenbach und Herr Karsten Steinmetz.

In den letzten Monaten hat unser Institut Absolventen- und Arbeitgeberbefragungen durchgeführt und in diesem Zusammenhang die Karriereentwicklung unserer MBA-Studenten und -Absolventen analysiert. Von A wie Allianz bis Z wie Zurich haben bisher 60 verschiedene Unternehmen Teilnehmer in den MBA-Studiengang entsendet. Der MBA-Insurance ist somit ein von einzelnen Unternehmen unabhängiges Programm, dessen inhaltliche Ausrichtung maßgeblich durch die Dozenten aus Wissenschaft und Praxis bestimmt wird, und das von den vielen Erfahrungswerten der Führungsnachwuchskräfte aus den verschiedenen Teilnehmerhäusern geprägt ist. Die Vielfältigkeit der repräsentierten Unternehmen bietet den Studierenden exzellente Möglichkeiten zum Austausch und für ein „Networking“. 83 % der befragten Absolventen bestätigten uns, sich durch das MBA-Studium ein Netzwerk in die Versicherungswirtschaft aufgebaut bzw. ausgebaut zu haben.

Darüber hinaus ist die Karriereentwicklung durch den MBA bei den Studenten und Absolventen sichtbar. Waren zu Beginn des Studiums nur 27 % in leitender Funktion tätig sind es gegenwärtig schon 62 % (davon bereits 8 % auf Vorstands- bzw. Geschäftsführerebene).

Diese Entwicklungschancen bieten sich auch der neuen fünften MBA-Durchführungsrunde, die ab Mitte Juni ihr erstes Modul zum Thema „Unternehmensführung“ in Leipzig bestreiten wird. Mehr über die 5. Runde lesen Sie in der nächsten Ausgabe unseres Newsletters.

Bei Fragen zum MBA wenden Sie sich gerne an Frau Kopp (E-Mail: kopp(at)mba-insurance.de oder Tel.: 0341-355305 52).
Ansprechpartnerin

Franziska Kopp
0341/355 305 – 52
0341/355 305 – 99
kopp(at)mba-insurance.de


Bericht zu aktuellen Studienprojekten des IfVW

Studie: Lebensversicherung 2.0 – Perspektiven und Herausforderungen

Aktuell führt unser Institut, erneut in Zusammenarbeit mit unseren Studienpartnern B&W Deloitte GmbH und RGA International Reinsurance Company Limited Niederlassung für Deutschland, eine Studie zu den Perspektiven und Herausforderungen in der Lebensversicherung durch – anknüpfend an unsere Studie aus dem Jahr 2010.

Ziel der Studie in diesem Jahr ist es, Erwartungen und Einschätzungen von Entscheidungsträgern der Versicherungswirtschaft über die Auswirkungen der sich verändernden politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für die deutsche Lebensversicherungswirtschaft zu erfahren und zu einem Meinungsbild zu verdichten. Daneben legen wir einen besonderen Themenschwerpunkt auf die Transparenzoffensiven und Verbraucherschutzmaßnahmen in Deutschland. Unter Einbezug der Einschätzungen der Entscheidungsträger der deutschen Lebensversicherung wollen wir u.a. analysieren, wie und in welchem Umfang diese Entwicklungen die Geschäftsmodelle der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland mutmaßlich beeinflussen werden.

Seit Februar 2012 sind wir in der Feldphase, d.h. wir führen mit den Entscheidungsträgern aus der Branche Vor-Ort-Interviews durch und diskutieren die Fragestellungen aus dem entwickelten Fragebogen, der die folgenden Aspekte umfasst:

Teil A:
Rahmenbedingungen und Geschäftsmodell Lebensversicherung

Teil B:
Transparenzanforderungen und Verbraucherschutzmaßnahmen

politische und ökonomische Rahmenbedingungen
Wettbewerbsfaktoren
Solvency II
Kapitalanlagestrategie und -Mix
Zinsgarantie und Überschussbeteiligung
Neugeschäft und Produkt-Mix
Steuerungsphilosophie
Kapitalkosten
Konzentration und Wettbewerb
Kundenbedarf
Vertrieb und Vergütungsmodelle

Transparenz-/Verbraucherschutztreiber
Transparenzdefizite
Maßnahmen zur Steigerung der Transparenz
durchgeführte, geplante und aktuell diskutierte Transparenz- und Verbraucherschutzmaßnahmen
Konsequenzen der Transparenz- und Verbraucherschutzentwicklungen
Restriktionen und notwendige Rahmenbedingungen für mehr Transparenz und Verbraucherschutz
Vertrieb und transparenzfördernde Vergütungssysteme
Transparenz verschiedener Produktkategorien
Internationale Entwicklungen in Bezug auf Transparenz und Verbraucherschutz

Von folgenden Lebensversicherungsunternehmen haben wir eine Zusage zur Teilnahme erhalten bzw. haben an unserer Befragung schon teilgenommen:

Allianz Lebensversicherungs-AG
ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern
AXA Konzern AG
Continentale Lebensversicherung a.G.
Debeka Versicherungen
ERGO Versicherungsgruppe AG
Generali Deutschland Holding AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Hannoversche Lebensversicherung AG, VHV Lebensversicherung AG
Ideal Versicherungsgruppe
Lebensversicherung von 1871 a. G. München

Provinzial NordWest Lebensversicherung AG
Provinzial Rheinland Versicherung AG
R+V Lebensversicherung AG
Standard Life Versicherung
Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
SV SparkassenVersicherung Holding AG
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
Talanx AG
Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts
VGH Versicherungen
Württembergische Lebensversicherung AG
Zurich Beteiligungs-Aktiengesellschaft (Deutschland)

Die Studienergebnisse werden am 11. September 2012 in Köln vorgestellt. Im Anschluss an die Ergebnispräsentation wird eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Herr Prof. Dr. Kurt Wolfsdorf (Partner, Deloitte) und Herr Prof. Dr. Fred Wagner stattfinden, unter der Mitwirkung folgender Mitdiskutanten: Frau Dr. Elke König, Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht; Herr Dr. Christian Grugel, Ministerialdirektor des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Herr Dr. Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.; Herr Dr. Torsten Utecht, Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland Holding AG sowie Herr Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e.V.

Für Rückfragen und weitere Informationen zur Studie wenden Sie sich bitte an Frau Schmidt (schmidt(at)ifvw.de oder Tel.: 0341 – 355 305 77).



Newsletter 2010

Dezember
Rückblick zur zweiten Produktkonferenz

Zu unserer zweiten Produktkonferenz am 29. September in Köln konnten wir wieder über 60 Teilnehmer begrüßen. Lesen Sie bitte nachfolgend die verschiedenen Themen, die intensiv diskutiert wurden.

Das IfVW veranstaltete bereits zum zweiten Mal die Konferenz „Aktuelle Fragen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“. Nachdem Herr Professor Dr. Wagner den Tagesablauf vorstellte, begann er mit seinem Einführungsvortrag zum Thema „Perspektiven und Herausforderungen in der Lebensversicherung – Ergebnisse einer empirischen Studie“. Ziel der Studie war es, den Status quo der Lebensversicherungsbranche festzustellen und zukünftige Erwartungen der Lebensversicherungsunternehmen abzubilden. Nach der Vorstellung des Forschungsdesigns zeigte Herr Prof. Wagner die Ergebnisse der Studie. Unter anderem wurde deutlich, dass verschiedene Rahmenbedingungen auf die Entwicklung von Lebensversicherungsprodukten einwirken und daraus divergente Anforderungen für die Versicherer entstehen. Alle Studienergebnisse sowie weitere Hintergrundinformationen können in diesem Aktivitätenbericht unter „Ausgewählte Studienergebnisse (Newsletter Dezember 2010)“ nachvollzogen werden. Dort finden Sie auch eine Verlinkung zu einem 45-seitigen Aufsatz.

Im Anschluss an die Einführung begann der Themenblock „Produkte und Sparten“. Erste Referentin des Blocks war Frau Maike Gruhn, Leiterin Produktmarketing, Gothaer Lebensversicherung AG, mit dem Thema „Produkttrends in der Lebensversicherung“. Die Grundlage ihres Vortrags bildete eine Studie der Gothaer in Kooperation mit dem F.A.Z.-Institut. Der „Kundenkompass Altersrisiken“ verdeutlichte, dass Bewusstsein und Bedarf für die Absicherung biometrischer Risiken bei der Bevölkerung vorhanden sind. Im Gegensatz dazu ist die tatsächliche Abschlussdichte entsprechender Vorsorgeverträge jedoch gering. Die von Frau Gruhn im Folgenden angesprochenen Produkttrends waren Hybridprodukte im Bereich Altersvorsorge sowie innovative Ideen im Bereich Biometrie. Abschließende Aussage der Referentin war, dass sich Produkttrends entsprechend der Entwicklung des Lebensversicherungsmarkts nur langfristig herausbilden werden.

Als nächstes hörten die interessierten Zuhörer einen Vortrag zum Thema „Potenziale von Assistance-Dienstleistungen in der Personenversicherung“, der von Herrn Michael Blasius, Prokurist, Leiter Vertrieb Gesundheit & Marketing, almeda GmbH gehalten wurde. Nach einer allgemeinen Abgrenzung von Assistanceleistungen zeigte er Beispiele in der Personenversicherung auf. Zudem sprach er deren Nutzen an und betonte insbesondere den Aspekt der Kundenbindung für die Assekuranz. Zusammenfassend hob er nochmals die Bedeutung der Assistanceleistungen für Versicherungsunternehmen hervor.

Der folgende Punkt auf der Tagesordnung war eine Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Herausforderungen für das Produktmanagement im Versicherungsmarkt der Zukunft“. Die teilnehmenden Experten waren: Herr Dr. h.c. Josef Beutelmann, Vorsitzender des Vorstands, Barmenia Versicherungen; Herr Michael Blasius, Prokurist, Leiter Vertrieb Gesundheit & Marketing, almeda GmbH; Frau Maike Gruhn, Leiterin Produktmarketing, Gothaer Lebensversicherung AG; Herr Stefan Heyers, Aktuar (DAV) und Partner, Leiter des Bereiches „Actuarial Services Life Advisory“, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Teilnehmer fokussierten sich im Rahmen der Diskussion auf vier wesentliche Kernpunkte: (1) die Komplexität sowie Transparenz von Versicherungsbedingungen, (2) die Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft aufgrund der demographischen Entwicklungen, (3) die Gestaltungsparameter in der Krankenversicherung, Lebensversicherung und dem Assistance-Geschäft vor dem Hintergrund von Solvency II sowie (4) Vertriebsfragen.

Herr Dr. h.c. Josef Beutelmann, Vorsitzender des Vorstands, Barmenia Versicherungen eröffnete den zweiten Themenblock „Produkte und Prozesse“. Er sprach über das Thema „Honorarkonzept und Konsequenzen für die Produktlandschaft“. Nach Abgrenzung der Honorarberatung zeigte er deren Auswirkungen auf die Produktentwicklung auf. Dabei legte er ein besonderes Augenmerk auf den Vergleich von Brutto- und Nettotarifen. Seinen Vortrag beendete Herr Dr. Beutelmann mit einem Zitat, welches für ein ausgewogenes Nebeneinander der Vergütungsformen plädiert.

Anschließend referierten Herr Dr. Carsten Hoffmann, Chief Risk Officer, AXA Konzern AG und Herr Stefan Heyers, Aktuar (DAV) und Partner, Leiter des Bereichs „Actuarial Services Life Advisory“, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die „Aspekte des Risikomanagements bei der Produktgestaltung“. Für beide stand im Mittelpunkt, dass das Risikomanagement in den Produktentwicklungsprozess eingebunden werden muss. Während Herr Heyers aus Sicht von beratenden Unternehmen auf die effiziente Integration des Risikomanagements in das Versicherungsunternehmen sowie auf die Produktwelt einging, zeigte Herr Dr. Hoffmann die spezifische Umsetzung am Produktbeispiel Twin Star auf.

Den Schlusspunkt setzte Herr Laszlo Hrabovszki, Abteilungsleiter Konzern-Aktuariat Personenversicherung, Generali Deutschland Holding AG mit seinem Vortrag zum Thema „Profit Testing bei Produktinnovationen“. Dabei verstand es Herr Hrabovszki, das komplexe Thema sachkundig sowie mit Witz und Charme anschaulich zu präsentieren. Seine Ausführungen beinhalteten die Grenzen und Herausforderungen des Profit Testing im Spannungsfeld zwischen Vertrieb, Produkt- und Risikomanagement. Abgerundet wurde der Konferenztag mit einem Get Together, das Raum für weiterführende Diskussionen in gemütlicher Atmosphäre bot.
Ansprechpartner

Susan Wassermann
0341/355 305 – 54
0341/355 305 – 99
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Ausgewählte Studienergebnisse: Geschäftsmodelle in der Lebensversicherung, Geschäftsmodelle im Ausschließlichkeitsvertrieb

Geschäftsmodelle in der Lebensversicherung

Die Rahmenbedingungen für die deutsche Lebensversicherungswirtschaft werden zunehmend anspruchsvoller. Die Finanzkrise und die sich ergebenden Kapitalmarktbedingungen (insbes. die Niedrigzinsphase), das zukünftige Aufsichtssystem Solvency II, die Knappheit der Vertriebsressourcen, der demografische Wandel sowie steigende Transparenzanforderungen sind Entwicklungen, die wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsmodelle in der Lebensversicherung nehmen.

Im Dezember 2009 wurde deshalb in Zusammenarbeit mit der B&W Deloitte GmbH und RGA International Reinsurance Company Limited die Studie „Geschäftsmodelle in der Lebensversicherung“ ins Leben gerufen.

Ziel der Studie war es, Vorstände und Risikomanager aus der Lebensversicherungswirtschaft zu ihren Einschätzungen und ihren Erwartungen hinsichtlich der gegebenen und künftigen politisch-rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen einschließlich der regulatorischen Anforderungen sowie der daraus resultierenden Konsequenzen für die Geschäftsmodelle der deutschen Lebensversicherer zu befragen. Die Beantwortung sollte aus dem jeweiligen Blickwinkel (Sparten- bzw. Risikosicht) erfolgen und zu einem Meinungsbild verdichtet werden. Unter Einbezug der Einschätzungen von Spartenverantwortlichen und Risikomanagern im Bereich der Lebensversicherung sollte u.a. analysiert werden, wie und in welchem Umfang die aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen die Geschäftsmodelle der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland beeinflussen und welche Konsequenzen dies für das Produktangebot, die Kapitalanlagepolitik, die Kapitalanforderungen und weitere Parameter für den Unternehmenserfolg haben wird bzw. haben könnte.

Insgesamt konnten 21 Konzerne/Gruppen für die Teilnahme an der Studie gewonnen werden. Die Ergebnisse der Studie wurden final am 15.11.2010 im Kreis der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. in der LEBENS-Gruppe durch Herrn Dr. Florian Elert (Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig) und Herrn Bharat Bhayani (B&W Deloitte) vorgestellt.

Klicken Sie hier um sich die komplette Studie herunterzuladen.
Ansprechpartner

Prof. Dr. Fred Wagner
0341/355 305 – 70
wagner(at)ifvw.de

Dr. Florian Elert
0341/355 305 – 71
elert(at)ifvw.de

Sabine Schmidt
0341/355 305 – 77
schmidt(at)ifvw.de

Geschäftsmodelle im Ausschließlichkeitsvertrieb

Eine weitere Studie, die im Juni 2009 in Zusammenarbeit mit der Innovalue Management Partner GmbH in Leben gerufen wurde, befasste sich mit den „Geschäftsmodellen im Ausschließlichkeitsvertrieb“. Ziel dieser Studie war es einen umfassenden Marktüberblick über die verschiedenen Geschäftsmodelle und deren Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeitsvertrieb zu gewinnen und deren Korrelation zum Unternehmenserfolg aufzuzeigen.

Zudem wurden die Schwachstellen im Ausschließlichkeitsvertrieb und mögliche Ansatzpunkte für Optimierungsmaßnahmen identifiziert sowie ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen des Ausschließlichkeitsvertriebs gegeben.

Um die notwendigen Informationen für diese Zielstellungen zu erhalten wurde ein Fragebogen entwickelt, der im Wesentlichen folgende Themen abdeckte:

Kennzahlen und Produktivitätskennziffern
Aussagen zur Vertriebsstrategie (Zielgruppen und Produktschwerpunkte)
Informationen zur Vertriebsorganisation und Steuerung (Arbeitsort, Büroausstattung, Struktur der Vermittler, Vertriebsunterstützung und Betreuung, Vergütungs- und Anreizsysteme, Führungsinstrumente u.ä.)
Erwartungen zu den zukünftigen Entwicklungen und Trends

Im September 2009 hat die Befragungsphase von Top-Entscheidern des Vertriebs begonnen. Dazu wurden im ersten Schritt in persönlichen Interviews die relevanten Aspekte der oben genannten Themenstellungen diskutiert. Anschließend haben die Unternehmen die quantitativen Daten intern erhoben. Insgesamt konnten 17 Unternehmen für eine Teilnahme an der Studie gewonnen werden.


Ankündigung 4. Alumni-Treffen

Für und mit Ihnen – liebe Alumni – führen wir alljährlich unser Alumnitreffen durch. Zu unserem letzten Treffen im Frühjahr dieses Jahres konnten wir über 60 Teilnehmer auf dem neuen Campus am Augustusplatz in Leipzig begrüßen.

Neben interessanten Fachvorträgen gab es auch wieder zahlreiche Möglichkeiten, sich mit den Studierenden der ersten Stunde, den jüngsten Absolventen sowie den Alumni der Durchgänge unseres MBA-Insurance auszutauschen.

Sehr gerne möchten wir diese Tradition fortführen und Sie deshalb recht herzlich zu unserem 4. Alumni-Treffen am 23. März 2011, ab Mittag um 12:00 Uhr einladen.

Bitte merken Sie sich doch diesen Termin bereits vor. Weitere ausführliche Informationen rund um unser Treffen folgen demnächst.

David Klimmek
0341/355 305 – 74
klimmek(at)ifvw.de


Ankündigung 11. Vorlesungstag

Im kommenden Jahr findet bereits zum 11. Mal unsere traditionelle Branchenveranstaltung, der „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“, statt. Bei dieser Veranstaltung steht u.a. neben den Zukunftsperspektiven im Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit auch die des Kfz-Markts im Mittelpunkt. Zudem steht das Gesundheitswesen und dessen Herausforderungen – welche im Rahmen einer Podiumsdiskussion thematisiert werden sollen – im Fokus.

Das IfVW veranstaltet den 11. Vorlesungstag am Donnerstag, den 24. März 2011. Unter der fachlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner soll auch dieser Vorlesungstag Praktikern und Wissenschaftlern aus der Assekuranz wieder ein Forum geben, um die aktuellen und brennenden Branchenthemen auf wissenschaftlicher und praktischer Ebene zu diskutieren.

Herr Dr. Werner Görg (Vorsitzender des Vorstandes, Gothaer Versicherungskonzern) spricht im ersten Vortrag des Tages zu den „Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit“. Im Anschluss wird Herr Klaus-Jürgen Heitmann (Mitglied des Vorstandes, HUK-COBURG Versicherungsgruppe) die „Kfz-Versicherung in Deutschland – Status quo und Perspektiven“ analysieren. Ein weiteres aktuelles Thema, das von einem renommierten Branchenexperten vorgetragen wird, befindet sich derzeit noch in der Abstimmung.

Aus der Forschung unseres Versicherungsinstituts wird Herr Matthias Zapp (Doktorand) aus seiner Dissertation „Verbriefung von Langlebigkeitsrisiko durch Versicherungsunternehmen“ berichten, ferner werden Herr Prof. Dr. Fred Wagner und Herr Dr. Florian Elert (Direktor für Forschung und Lehre, Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig) ausgewählte Ergebnisse aus der Studie „Perspektiven und Herausforderungen in der Lebensversicherung“ vorstellen.

In der traditionellen Podiumsdiskussion wird das Thema „Herausforderungen im Gesundheitswesen: Status quo, Perspektiven, Lösungswege“ aufgegriffen. Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind:

Prof. Dr. Herwig Birg, Bevölkerungswissenschaftler/Demograph, Universität Bielefeld
Klaus Henkel, Vorsitzender des Vorstandes, Süddeutsche Krankenversicherung a.G.
Dr. Volker Leienbach, Verbandsdirektor, PKV Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
Prof. Dr. Herbert Rebscher, Vorsitzender des Vorstandes, DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse
Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin, Verband der forschenden Pharmaunternehmen vfa

Am folgenden Tag, Freitag, den 25. März 2011, wird erneut ein Universitäts-Update im Fach Versicherungsbetriebslehre unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner durchgeführt. Aktuelle und drängende Branchenthemen werden vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Neben „Solvency II (Stand QIS 5) – Aktuelle Herausforderungen und Auswirkungen auf die deutsche Versicherungswirtschaft“ werden beim Update aktuelle Studienergebnisse (z.B. Geschäftsmodelle in der Ausschließlichkeitsorganisation) des IfVW vorgestellt.

Alle Informationen rund um den Vorlesungstag finden Sie auch hier.
Ansprechpartner

Susan Wassermann
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Vorankündigung Vertriebskonferenz

Eine weitere – für 2011 geplante – Veranstaltung ist unsere Vertriebskonferenz. Die Veranstaltung zeigt aktuelle Entwicklungen im Versicherungsvertrieb, insbesondere Fragen und Herausforderungen im Maklervertrieb sowie in der Ausschließlichkeitsorganisation.

Die zweitägige Vertriebskonferenz findet unter der Moderation von Herrn Prof. Dr. Wagner am 19. und 20. September statt. Dabei sollen schwerpunktmäßig folgende Themen erörtert und diskutiert werden:

Vertriebslandschaft der Zukunft – Entwicklungstendenzen, Chancen und Herausforderungen
Rolle und Image des Versicherungsvertriebs
Finanzmarktregulierung: Zukunft, Rahmenbedingungen für den Vertrieb und Ausblick auf die regulatorischen Anforderungen im Versicherungsvertrieb
Auswirkungen der Finanzmarktregulierung auf die Vermittlerlandschaft
Maklerpools: Geschäftsmodell und Zukunftsperspektiven
Umgang mit Maklerpools
Maklersegmentierung und Maklerbetreuungskonzepte
Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeitsvertrieb
Zusammenspiel von Internet und Ausschließlichkeitsorganisation im Vertrieb
Ansatzpunkte zur effizienten Unterstützung der gebundenen Vertriebspartner
Rekrutierung, Bindung und Entwicklung von Vertriebspartnern im Ausschließlichkeitsvertrieb
Potenziale und Konzepte von Vertriebskooperationen
Herausforderungen und Erfolgsfaktoren im Bankenvertrieb aus Sicht eines Kreditinstituts
Herausforderungen und Erfolgsfaktoren im Bankenvertrieb aus Sicht eines Versicherungsunternehmens

Weitere ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung folgen demnächst.
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Susan Wassermann
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Masterarbeiten der dritten Durchführungsrunde im MBA

Im Juli dieses Jahres waren unsere Studierenden der 3. Durchführungsrunde zum 6. und letzten Modul des MBA-Insurance „Versicherungsmanagement“ in Leipzig zu Gast. Den Abschluss des Studiengangs bildete die Erstellung der Master-Thesis bis Ende November. Nachfolgend finden Sie einen Überblick zu den Abschlussarbeiten, die sich mit den drängenden Fragen der Assekuranz beschäftigen.

Auswirkungen von Solvency II (Stand QIS5) auf Versicherungsunternehmen
Aktuelle Herausforderungen im Versicherungsvertrieb und mögliche Lösungsansätze für die Ausschließlichkeitsorganisation
Auswirkungen von Solvency II auf die Rückversicherung
Auswirkungen von Solvency II und IFRS 4, Phase 2 (Insurance contracts) auf das Geschäftsmodell der Lebensrückversicherung
Risikomanagement in Einrichtungen zur Zusatzversorgung für den öffentlichen und kirchlichen Dienst
Auswirkungen von Solvency II auf M&A-Aktivitäten und Bestandsübertragungen bei Schaden/Unfallversicherern
Standardisierung und Automatisierung im Schadenmanagement der Kfz-Versicherung – Wertschöpfung für Kunden und Versicherungsunternehmen
Wertorientierte Steuerung der Produktionsbereiche von Erstversicherern
Umsetzung der Säule III Offenlegungsanforderungen im Rahmen von Solvency II bei einem Versicherungskonzern – Ein Ansatz aus der Praxis
Produktmanagement und Vertriebssteuerung eines Lebensversicherungsunternehmens im Spannungsfeld von Risikomanagement und steigendem Einmalbeitragsgeschäft
Begrenzung des Duration-Mismatch von Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland durch den Einsatz von Finanzinstrumenten. Eine Analyse aus ökonomischer und aufsichtsrechtlicher Sicht sowie mit Blick auf die IFRS-Rechnungslegung
eGovernment-Verfahren in der Versicherungswirtschaft – Betriebswirtschaftliche Analyse der Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse von Versicherungsunternehmen
Potenziale, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten einer arbeitgeberfinanzierten Krankenzusatzversicherung
Der neue Personalausweis: Chancen und Risiken für die Direktversicherung
Assistance in der deutschen Versicherungswirtschaft. Analyse aktueller Produktentwicklungen und Perspektiven in ausgewählten Versicherungszweigen der Schaden- und Unfallversicherung
Die Vertriebsproblematik der betrieblichen Altersversorgung: Status Quo und Stellhebel zur Verbesserung der Marktdurchdringung in der betrieblichen Altersversorgung


September
Produktkonferenz

Die diesjährige Produktkonferenz beleuchtet unter anderem die Produkttrends in der Lebensversicherung sowie Aspekte des Risikomanagements bei der Produktgestaltung.

Ein weiteres drängendes Thema der Branche befasst sich mit den Auswirkungen aktueller und zukünftiger Rahmenbedingungen auf den Unternehmenserfolg der Lebensversicherung.

Die Rahmenbedingungen, z.B. die staatliche Schuldenkrise, die Niedrigzinsphase, die Knappheit der Vertriebsressourcen und die steigenden Transparenzanforderungen, werden zunehmend anspruchsvoller und haben einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsmodelle der Lebensversicherung.

Neben Herrn Prof. Dr. Fred Wagner – der auch diesmal die fachliche Leitung der Konferenz übernimmt – werden auf der Veranstaltung am 29. September 2010 in Köln weitere renommierte Referenten aus der Assekuranz über aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen sprechen.

Folgende Themen werden im Rahmen der diesjährigen Konferenz behandelt:

Perspektiven und Herausforderungen in der Lebensversicherung (Referent: Herr Prof. Dr. Fred Wagner)
Produkttrends in der Lebensversicherung (Referent: Herr Dr. Helmut Hofmeier – Mitglied des Vorstands, Gothaer Versicherungsbank VVaG)
Potenziale von Assistance-Dienstleistungen in der Personenversicherung (Referent: Herr Michael Blasius – Prokurist, Leiter Vertrieb und Marketing, almeda GmbH)
Chancen und Herausforderungen für das Produktmanagement im Versicherungsmarkt der Zukunft (Podiumsdiskussion)
Vertriebsvergütung und Bestandsverwaltung: Produktseitige Konsequenzen des Honorarkonzepts (Referent: Herr Dr. Josef Beutelmann – Vorsitzender des Vorstands, Barmenia Krankenversicherung a.G.)
Aspekte des Risikomanagements bei der Produktgestaltung (Referenten: Herr Dr. Carsten Hoffmann – CRO, AXA Konzern AG; Herr Stefan Heyers – Aktuar (DAV) und Partner, Leiter des Bereichs „Actuarial Services Life Advisory“, Ernst & Young AG)
Profit Testing bei Produktinnovationen (Referent: Laszlo Hrabovszki – Abteilungsleiter Konzern-Aktuariat Personenversicherungen, Generali Deutschland Holding AG)

Die Konferenz wird im Pullman Cologne, Helenenstraße 14, in 50667 Köln stattfinden. Weitere Informationen und das geplante Programm finden Sie hier.
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Erstauflage Versicherungslexikon

Das Versicherungslexikon wurde erstmals – nach dem Vorbild des renommierten Bankenlexikons – vom IfVW erstellt. Das Versicherungslexikon stellt ausführlich alle relevanten Versicherungsbegriffe aus praktischer sowie theoretischer Sicht dar.

Mit dem Lexikon soll das ganzheitliche Gesamtgebilde der Versicherungsbranche eingehend aufgearbeitet werden. Damit erhält das neu konzipierte Lexikon Aktualität sowie zugleich wissenschaftliche und praktische Relevanz.

Die inhaltliche Ausgestaltung des Lexikons umfasst Begriffe aus der Sozialversicherung, der Privatversicherung (mit Fokus auf die einzelnen bedeutsamen Versicherungszweige einschließlich der Rückversicherung), dem Versicherungsmanagement einschließlich Versicherungsbetrieb und -vertrieb, dem Versicherungsrecht, der Versicherungsmathematik und angrenzende Wissenschaften. Bei der Auswahl und der inhaltlichen Gestaltung der Versicherungsbegriffe – die unter den einzelnen Sachgruppen erklärt werden – kommt die Expertise aller mitwirkenden Autoren zum Tragen. Die Mitautoren konnten mit Ihrer herausragenden Expertise der entsprechenden Fachbereiche eine hohe Qualität der Stichwortdefinitionen sowie der gewählten und umfassender dargestellten Schwerpunktbeiträge fest einbringen. Das Lexikon soll spätestens im Herbst 2010 als einbändiger Band im Verlag erscheinen.

Das gesamte Lexikonprojekt wird durch die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft unterstützt.
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MBA-Insurance

Neuigkeiten beim MBA-Insurance: Im September starten wir die 4. Durchführungsrunde des MBA-Insurance. Wir freuen uns über 17 Studierende aus den verschiedensten Häusern.

Die Teilnehmer werden im ersten Hauptmodul mit zentralen Methoden des Managements von Strate-gien und Strukturen in Unternehmen einschließlich ihrer Anwendung und Grenzen vertraut gemacht. Dabei werden generelle Frameworks der strategischen Unternehmensführung mit speziellen Aspekten der Finanzdienstleistungsbranche kombiniert. Aufbauend auf den Wettbewerbs- und Unternehmens-strategien lernen sie neue Ansätze der Wertschöpfungsgestaltung in Form von Geschäftsmodellen kennen. Zu den behandelten Rahmenbedingungen gehören das Versicherungsvertragsrecht, das Vermittlerrecht, die Finanzdienstleistungsaufsicht, volkswirtschaftliche Entwicklungen und die Heraus-forderungen in der Sozialversicherung. Außerdem werden die notwendigen Grundlagen der Versiche-rungsmathematik vermittelt und „soft skills“ ausgebaut.

Um allen Interessierten einen schnellen und übersichtlichen Einblick in unseren MBA-Studiengang zu bieten, haben wir seit Mai dieses Jahres einen Image-Film online geschaltet. Dieser Film soll es allen Interessenten ermöglichen, sich ein umfassendes und besseres Bild vom Studiengang – dessen 4. Durchführungsrunde im September 2010 startet – machen zu können. In diesem fast 10-minütigen Film erfahren die Zuschauer mehr über die Möglichkeiten, Perspektiven und Inhalte des MBA-Insurance. Im Rahmen des Films kommen neben dem Studiengangsleiter, Herrn Prof. Dr. Wagner, auch aktuelle MBA-Studenten der dritten Durchführungsrunde – die über Ihre Erfahrungen und Eindrücke vom Studiengang berichten – zu Wort. Der komplette Film kann hier angeschaut werden.

Weitere Informationen zum MBA-Insurance und zur 4. Durchführungsrunde finden Sie hier.
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Ausgewählte Ergebnisse aus Studien des IfVW

Einen weiteren Eckpfeiler unserer Forschungsaktivitäten bilden Studien. Im Rahmen der „Marktstudie Assistance“ (Newsletter, September 2010) wurde erstmalig das Umsatzvolumen des deutschen Assistancemarkts erfasst und Geschäftsmodelle der Assisteure verglichen. In der „Studie zu Rechtsformen in der Ausschließlichkeit“(Newsletter, September 2010) erfasste das IfVW die Rechtsformen und analysierte die Beweggründe von Vermittlern, einen Rechtsformwechsel durchzuführen.

Marktstudie Assistance

Die Marktstudie Assistance wurde vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. initiiert. Vor dem Hintergrund, dass es in Theorie und Praxis keine allgemeingültige Definition der Begriffe Assistance und Assisteur gibt, einzelne Geschäftsfelder bei den Assisteuren unterschiedlich abgegrenzt werden und damit keine einheitlich definierten Umsatzangaben für Geschäftsfelder – aufgrund einer fehlenden gemeinsamen Datenbasis – ermittelt werden konnten, hat sich die Zielstellung der Studie herauskristallisiert.

In einem ersten Schritt wurden deshalb die theoretischen Grundlagen zu den Begriffen Assistance und Assisteur gelegt sowie eine Abgrenzung einzelner Geschäftsfelder vorgenommen. In einem zweiten Schritt folgte eine empirische Marktbefragung unter den Assisteuren.

Zunächst wurden deshalb potenzielle Anbieter von Assistanceleistungen identifiziert, deren Leistungsspektren erfasst und in Form von Leistungskatalogen zusammengeführt. Damit Aussagen zu den Geschäftsmodellen und Umsatzzahlen der Assisteure getroffen werden konnten, wurde ein Fragebogen für die empirische Erhebung konzipiert. Im Rahmen der Auswertungen wurden die verschiedenen Geschäftsmodellparameter der Assisteure analysiert sowie Unterschiede herausgearbeitet.

Im Anschluss erfolgte die Umsatzerfassung bei den Assisteuren, um so ein Marktvolumen abschätzen zu können. Für die Studie konnten insgesamt 35 Assisteure gewonnen werden.

Als zentrale Ergebnisse der Studie konnten dabei folgende Kernpunkte herauskristallisiert werden:

der Assistancemarkt ist noch nicht abschließend durchdrungen und weist demzufolge noch große Potenziale auf,
wesentlicher Kundenkreis der Assisteure bilden private Versicherungsunternehmen,
es ist anzunehmen, dass Assistanceleistungen in Zukunft in einem wettbewerbsintensiven Versicherungsmarkt zunehmend an Bedeutung gewinnen werden,
wenige Wachstumspotenziale scheinen im Geschäftsfeld der Mobilen-Assistance vorzuliegen, der Markt scheint hier gesättigt,
durch das Angebot unterschiedlicher Leistungskomponenten aus verschiedenen Geschäftsfeldern können sich für die Assisteure Cross Selling – und damit weitere Wachstumspotenziale ergeben und
um eine weitere Erschließung des Assistancemarkts voran zu treiben, müssen sich die Assisteure auf ihre Kernkompetenzen (24-h Erreichbarkeit, Vorhaltung gut ausgebauter nationaler und internationaler Netzwerke sowie deren Steuerung und die professionelle Prozessstruktur) fokussieren.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse wurde die Studie im Rahmen eines finalen Workshops im Dezember 2009 der GDV-Kommission präsentiert. Das IfVW hat zudem im Frühjahr 2010 eine kommentierte Fassung der Marktstudie an alle Studienteilnehmer versendet.
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Prof. Dr. Fred Wagner
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Aktuelle Abschlussarbeiten

Aus der Rubrik „Abschlussarbeiten“ werden wir Ihnen heute und auch zukünftig immer aktuell in Bearbeitung befindliche wissenschaftliche Arbeiten vorstellen. Da wir im Rahmen verschiedener wissenschaftlicher Ausbildungsgänge mehrere Formen von Abschlussarbeiten anbieten, soll die Übersicht in Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen untergliedert werden.
Bachelorarbeiten

Konzepte der gesetzlichen und privatwirtschaftlichen Altersvorsorge – ein kritischer Vergleich zwischen Deutschland, Großbritannien und Frankreich (Täuscher, Karl)
Das Diagnosis Related Group (DRG)-System in der gesetzlichen Krankenversicherung – politische Zielsetzungen und kritische Würdigung aus theoretischer Sicht (Schrüpel, Stefanie)
Absicherungsstrategien in der Kapitalanlage von Lebensversicherungsunternehmen vor dem Hintergrund der aktuellen Kapitalmarktentwicklung (Ritter, Marco)
Total Quality Management im Maklervertrieb aus Versicherersicht (Stopnytskyy, Mukhaylo)
Staatliche Schuldenkrise und ihre Auswirkungen auf die deutsche Versicherungswirtschaft am Beispiel von Griechenland (Leipelt, Fabian)
Verbraucherschutz in der deutschen Versicherungswirtschaft – Anknüpfungspunkte, Herausforderungen und Chancen (Höhn, Franziska)

Masterarbeiten

Assistanceleistungen in der Kompositversicherung: Bestandsaufnahme, Potenziale und Differenzierungsmerkmale – eine theoretische und empirische Analyse (Müller, Ronny)

Diplomarbeiten

Transparenz von Vergleichsportalen für Versicherungsprodukte im Internet (Hila, Gent)
Entwicklungsperspektiven der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland (Fuchs, Falko)
Zukunftsperspektiven in der Lebensversicherung in Deutschland vor dem Hintergrund sich wandelnder Rahmenbedingungen (Stahl, Sebastian)
Prozessoptimierung im Netzwerkmanagement von Versicherungsunternehmen mit Hilfe von Web 2.0 und Portalen – am Beispiel des Schadenmanagements (Wollesky, Michael)
Das Bancassurancekonzept von Targobank und Proactiv: Darstellung, kritische Würdigung, Optimierungsansätze und Erfolgspotenziale (Müller, Nadine)
Baustelle Beamtenversorgung (von der Heide, Robert)
Demografischer Wandel in Deutschland: Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Geschäftspotenziale, des Versicherungsvertriebs und der Personalarbeit im Versicherungsunternehmen (Brzuske, Sandra)
Die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherungsunternehmen nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) – Mechanismus, Spielräume für die Versicherer und Transparenz für den Kunden (Hohlfeld, Beate)

Dissertationen

Wertorientierung im Versicherungsunternehmen bei der Kundenbetreuung im Multi-Channel-Vertrieb (Deppe, Sebastian)
Analyse verknüpfter Informationsgrundlagen aus Jahresabschlussanalyse und Marktforschung – zur Nützlichkeit frei verfügbarer Informationen für die Unternehmenssteuerung am Beispiel von Kompositversicherungsunternehmen (Kluge, Andreas)
Aufsichtsrechtliche Eigenmittelanforderungen an Kompositversicherungsunternehmen unter Solvency II nach dem GDV-Standardmodell: Kritische Würdigung für den Zweck der Verwendung zur wertorientierten Steuerung (Hübel, Markus)
IT-Governance als Element der ganzheitlichen Steuerung im Versicherungsunternehmen – Konzeption und praktische Realisierbarkeit (Diez, Martin)
Kapitaladäquanz und Kapitalallokation im Kompositversicherungsunternehmen auf Basis eines „internen Modells“ vor dem Hintergrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen und internen Steuerungszwecke (Höppner, Malte)
Ansatzpunkte einer wertorientierten Gestaltung der Bancassurance – eine Analyse von Erfolgsfaktoren aus Sicht eines Versicherungsunternehmens (Klein, Renata)
Integration der Transaktionsanalyse in Teilbereiche der Versicherungsbetriebslehre (Riebow, Lars)
Internationale Rechnungslegung im Versicherungsunternehmen als Abbildungsgegenstand der wirtschaftlichen Unternehmensrealität nach Maßgabe verschiedener Versicherungs- und Jahresabschlusstheorien – Eine kritische Analyse und Gestaltungsmöglichkeiten (Schwinghoff, Anja)
Risikoorientierte Aufbau- und Ablauforganisation im Versicherungsunternehmen (Nowak-Lange, Jana)
Wertorientierte Ausgestaltung von Geschäftsmodellen im Bereich Assistance mit Fokus auf Deutschland (Klimmek, David)


Mai
Vertriebskonferenz

Zur 3. Vertriebskonferenz des IfVW durften wir in diesem Jahr 90 Teilnehmer in Köln begrüßen. Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung standen aktuelle und drängende Fragen rund um den Versicherungsvertrieb. Im Rahmen der zweitägigen Konferenz konnten wieder renommierte und leitende Persönlichkeiten als Referenten gewonnen werden. Dabei ging es insbesondere um die Themen Erfolgsfaktoren in der Ausschließlichkeitsorganisation, aktuelle Herausforderungen im Maklervertrieb sowie die neuesten Entwicklungen im Banken- und Finanzvertrieb.

Folgende Referenten sprachen auf unserer Konferenz in Köln:

Dr. Bernd Dedert, Mitglied des Vorstands, Zurich Gruppe Deutschland
Michael Dreibrodt, Vorsitzender des Vorstands, Fortis Deutschland Lebensversicherung AG
Dr. Andreas Eurich, Mitglied des Vorstands, Barmenia Versicherungen
Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e. V. (BVK)
Matthias Jacobi, Mitglied der Geschäftsleitung, Swiss Life AG
Dr. Hans-Georg Jenssen, Geschäftsführender Vorstand, Verband Deutscher Versicherungsmakler e.V.
Heinz-Jürgen Kallerhoff, Mitglied des Vorstands, R+V Versicherungen
Gerhard Müller, Vorsitzender des Vorstands, Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG
Christian Mylius, Geschäftsführer, Innovalue Management Partner GmbH und Michael Westhoff, Abteilungsdirektor, Westfälische Provinzial Versicherung AG
Werner Schmidt, Mitglied des Vorstands, LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. und Dr. Thomas Bittner, Vorsitzender des Vorstands, psychonomics advisory AG
Stephan Spital, Mitglied des Vorstands, Proactiv Holding AG – Bancassurance by Talanx
Prof. Dr. Fred Wagner, Vorstand des Instituts für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig


3. Alumni-Treffen

Am 24. März 2010 – dem Vortag des 10. Vorlesungstages – fand das 3. Alumni-Treffen des Lehrstuhls für Versicherungsbetriebslehre statt. In diesem Jahr konnten wir 60 ehemalige Absolventen in Leipzig begrüßen.

Dabei wurden wieder aktuelle Herausforderungen der Versicherungswirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln mit Ihnen zusammen beleuchtet. Dazu gehörte ein Bericht von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner und Herrn Dr. Elert über Ergebnisse einer Studie zum Thema „Geschäftsmodelle im Vertretervertrieb“ sowie ein Vortrag von Herrn Roger Pilgrim (Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Leiter Vertriebssteuerung), in dem die Möglichkeiten der wertorientierten Steuerung des Versicherungsvertriebs mittels einer Balanced Scorecard aufgezeigt wurden. Zudem sprach Herr Peter Ahlgrim (Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt, Vorstandsvorsitzender) über aktuelle Herausforderungen der Gruppe der öffentlichen Versicherer. Im Rahmen des Alumni-Treffens gab es wieder zahlreiche Möglichkeiten, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen und ein Wiedersehen zu feiern. An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich erwähnen, dass wir uns sehr freuen würden, Sie auch im nächsten Jahr wieder in Leipzig begrüßen zu können.


10. Vorlesungstag des IfVW

Am 25. März 2010 veranstaltete das IfVW bereits zum 10. Mal den jährlichen „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“, zu dem wieder mehr als 270 Teilnehmer nach Leipzig kamen. Unter der fachlichen Leitung und Moderation von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner traf sich die Versicherungsbranche abermals in Leipzig um über aktuelle Themen aus praktischer und wissenschaftlicher Sicht zu diskutieren und sich auszutauschen. Auf unserer Jubiläumsveranstaltung wurden dabei folgende Themen behandelt:

Auf die Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise ging Herr Jochen Sanio (Präsident der Bundesaufsichtsanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ein und beleuchtete dabei auch die Perspektiven für die Aufsicht. Herr Jürgen Vetter (Mitglied des Vorstands, ERGO Versicherungsgruppe AG) sprach über die Herausforderungen im Multikanal-Vertrieb am Beispiel der ERGO. Der Zukunftsforscher Herr Matthias Horx (Zukunftsinstitut Horx GmbH) analysierte die „Zukunft nach der Krise“.

Aus der Forschung unseres Versicherungsinstituts griff Herr Markus Hübel (Doktorand) die Verbindungen zwischen einer Wertorientierten Unternehmenssteuerung im Kompositversicherungsunternehmen und Solvency II auf. Herr Prof. Dr. Fred Wagner stellte sodann wesentliche Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Versicherungsinstituts über den Assistancemarkt in Deutschland vor. Zum ersten Mal wurden darin der Assistancemarkt definiert, Geschäftsfelder abgegrenzt, Geschäftsvolumina erfasst und die Geschäftsmodelle innerhalb und außerhalb der Assekuranz empirisch untersucht.

In der traditionellen Podiumsdiskussion wurden die Entwicklungsperspektiven in der Lebensversicherung behandelt. Teilnehmer waren:

Dr. Frank Ellenbürger, Mitglied des Vorstands, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der einen kurzen Impulsbeitrag gab, sowie
Dr. Walter Botermann, Vorsitzender des Vorstands, ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern
Alois Geisberger, Vorsitzender der Vertretervereinigung der Allianz Bayern
Stephan Kühnlenz, Leiter der Abteilung Finanzdienstleistungen, Stiftung Warentest
Dr. Reiner Will, Geschäftsführender Gesellschafter, ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur GmbH

Im Anschluss an das fachliche Tagungsprogramm klang der „Vorlesungstag an der Universität Leipzig“ mit musikalischer Umrahmung in der Handelsbörse und mit der anschließenden kulinarischen Feier in den Räumlichkeiten unseres Instituts aus.

Am Folgetag, dem 26. März 2010, fand das Universitäts-Update im Fachgebiet der Versicherungsbetriebslehre, ebenfalls unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner, statt. Dabei wurden aktuelle und drängende Branchenthemen (Herausforderungen im Versicherungsvertrieb, Geschäftsmodelle in der Lebensversicherung) vorgestellt und mit neuesten empirischen Studienergebnissen aus dem Versicherungsinstitut untermauert.


Ausblick Produktkonferenz

Gerne möchten wir Sie noch auf folgende Veranstaltungen des Instituts im Laufe des Jahres hinweisen:

Nach der erfolgreichen Durchführung der ersten Produktkonferenz unseres Instituts zum Thema „Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“ im

letzten Jahr, planen wir nun eine Folgekonferenz am Mittwoch, den 29. September 2010, die erneut in der Domstadt stattfinden wird.

Unter der fachlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Fred Wagner werden auf dieser Veranstaltung in Köln wieder renommierte Referenten aus der Assekuranz über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen sprechen.

Folgende Themen werden im Rahmen unserer Konferenz behandelt:

Anforderungen an das Produktmanagement vor dem Hintergrund des Verbraucherschutzes
Produkttrends in der Lebensversicherung
Strategische Potenziale in der Krankenzusatzversicherung
Geschäft mit Einmalbeiträgen – Fluch oder Segen für die deutsche Lebensversicherung?
Vertriebsvergütung und Bestandsverwaltung: Produktseitige Konsequenzen des Honorarkonzepts
Aspekte des Risikomanagements bei der Produktgestaltung
Profit Testing bei Produktinnovationen

Die Konferenz wird im Pullman Cologne, Helenenstraße 14, in 50667 Köln stattfinden. Weitere Informationen und das geplante Programm finden Sie hier.

Ebenfalls startet in diesem Jahr eine weitere Durchführungsrunde des postgradualen, berufsbegleitenden Studiengangs Master of Business Administration Versicherungsmanagement (MBA-Insurance).


4. Durchführungsrunde des MBA-Insurance

Ab September 2010 geht dieser Studiengang nun bereits in die 4. Durchführungsrunde. Das Programm bietet eine wissenschaftlich fundierte und zugleich anwendungsorientierte Grundlage für das Management in Versicherungsunternehmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Der MBA-Insurance läuft als Teilzeitprogramm über einen Zeitraum von zwei Jahren, in denen sich sechs Präsenzphasen mit längeren Selbststudienphasen abwechseln und abschließend eine Masterarbeit angefertigt wird. Bis zum 31. Mai 2010 können sich Interessierte für das im kommenden Spätsommer startende Programm bewerben.

Basisierend auf den Erfahrungen aus drei erfolgreich absolvierten Durchführungsrunden konnte das Studienprogramm nochmals verbessert und durch weitere renommierte Dozenten ergänzt werden. Dazu zählen z.B. Herr Prof. Dr. Roland Michael Beckmann, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht sowie Privatversicherungsrecht, Universität des Saarlandes; Herr Prof. Dr. Dietmar Pfeifer, Professur für Angewandte Wahrscheinlichkeitstheorie, Institut für Mathematik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Herr Prof. Dr. Hato Schmeiser, Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Versicherungswirtschaft, Universität St. Gallen.

Außerdem werden zukünftig neben der relevanten Fach- und Methodenkompetenz noch mehr systematische Elemente zur Stärkung der Sozialkompetenz und sonstige relevante „soft skills“ angeboten. Dafür konnte die renommierte Dipl.-Psych. Bettina Hahn gewonnen werden, die u. a. auf Kommunikationsfähigkeiten, Führungskompetenz und das Thema Konfliktmanagement spezialisiert ist.

Zugunsten einer besseren persönlichen Zeiteinteilung auf Seiten der Teilnehmer des MBA-Insurance wurde die Studiendauer von 21 auf 24 Monate ausgedehnt. Die dadurch gewonnene Zeit zwischen den Präsenzphasen ermöglicht den Studierenden mehr Variabilität und eine noch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Studium.

Mehr Informationen über den Studiengang und den Bewerbungsprozess finden Sie unter hier.


Februar
Universitäre Ausbildung

Im Rahmen unserer universitären Ausbildung starteten im Jahr 2009 der Bachelor of Science Wirtschaftswissenschaften und der Master of Science Betriebswirtschaftslehre, bei denen wir insgesamt 50 Neustudierende begrüßen durften.

Der Bachelor of Science Wirtschaftswissenschaften setzt sich u.a. aus folgenden zwei Versicherungsmodulen zusammen:

Modul 1 im Wintersemester: Versicherungsmanagement – Grundlagen zum Risiko- und Versicherungsmanagement

Inhaltliche Schwerpunkte, die im Rahmen dieses Moduls behandelt werden, sind:

Risikotheorie und -politik der Einzelwirtschaft, Versicherung als risikopolitisches Mittel, Versicherbarkeit von Risiken, Funktionen und Technik der Versicherung sowie System der Versicherung,

Modell des Versicherungsmarkts, Versicherungsgeschäfte, Typen von Erstversicherungsunternehmen, Rückversicherungsunternehmen und von Vermittlern bzw. Absatzorganen sowie Rahmenbedingungen für die Geschäfte von (Erst-)Versicherungsunternehmen

Modul 2 im Sommersemester: Versicherungsmanagement – Marketing, Controlling und Kapitalanlagemanagement im Versicherungsunternehmen

Inhaltliche Schwerpunkte, die im Rahmen dieses Moduls behandelt werden, sind:

Besondere Bedingungen für das Controlling im Versicherungsunternehmen, Controlling als strategische Unternehmensführung/-politik, Controlling als Informationssystem, Kosten-, Leistungs-, Erlös- und interne Erfolgsrechnung im Versicherungsunternehmen sowie Deckungsbeitragsrechnung

Produktion im Versicherungsunternehmen, Produktgestaltung und Vertrieb/Absatz im Versicherungsunternehmen, Finanzierung im Versicherungsunternehmen

Der Master of Science Betriebswirtschaftslehre setzt sich u.a. aus den folgenden Versicherungsmodulen zusammen:

Modul 1 im Wintersemester: Rechnungslegung im Versicherungsunternehmen

Inhaltliche Schwerpunkte, die im Rahmen dieses Moduls behandelt werden, sind:

– Grundlagen, Abbildungsobjekte im Jahresabschluss und Abbildungsprinzipien, Ansatz- und Bewertungsvorschriften innerhalb der einzelnen Positionen der Bilanz und GuV nach nationalen (HGB) und internationalen Vorschriften, Zusammenhänge zwischen der Geschäftstätigkeit eines Versicherungsunternehmens und dem Jahresabschluss,

Grundlagen zur Analyse des Jahresabschlusses von Versicherungsunternehmen, Bilanzanalyse, Erfolgsanalyse, Praktische Übung zur Jahresabschlussanalyse

Modul 2 im Sommersemester: Steuerung im Versicherungsunternehmen

Inhaltliche Schwerpunkte, die im Rahmen dieses Moduls behandelt werden, sind:

Ansätze zur wertorientierten Steuerung von Versicherungsunternehmen, wertorientierte Rück- und Finanzrückversicherung, Alternativer Risikotransfer, Solvency II, Mindestanforderungen an das Risikomanagement (VA) (MaRisk), Industrialisierung in der Versicherungswirtschaft sowie ein praxisbezogenes Planspiel,

Demographische Entwicklungen, Konsequenzen für die Sozialversicherung in Deutschland, Herausforderungen in der Lebens-, Kranken- und Pflegeversicherung

Fester Bestandteil jeder einzelnen Module ist unser traditionelles Hauptseminar „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“. Ziel dieser Veranstaltung ist es, aktuelle und drängende Themen aus der Versicherungswirtschaft mit Experten aus der Branche zu diskutieren und die anwendungsbezogene Forschung und Lehre zu fördern. Auch im letzten Jahr konnten wir wieder zahlreiche renommierte Praktiker (u.a. Dr. Wolfgang Strassl – Mitglied des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft, Frau Birgit Fischer – Vorstandsvorsitzende Barmer GEK, Dr. Frank Grund – Vorsitzender des Vorstands Basler Versicherungen, Dr. Johannes Neumann – Leiter Konzern-Personalwesen Talanx AG, Dr. Joerg Schwarze – Mitglied des Vorstands ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG und Peter Heesen – Bundesvorsitzender dbb Beamtenbund und Tarifunion) für diese Veranstaltung gewinnen.

Ein besonderes Highlight für unsere Studierenden stellen die regelmäßigen Exkursionen dar. 2009 besuchten wir die ERGO Versicherungsgruppe AG und PricewaterhouseCoopers in Düsseldorf sowie die Gothaer Versicherung und KPMG in Köln.

Die Themenlisten und alle Referenten vergangener Semester können Sie auf unserer Homepage unter vbl und dem Raster „Hauptseminar“ einsehen.

Auch in diesem Jahr planen wir wieder unser Hauptseminar, welches in Form einer Blockveranstaltung am 09./10. und 24. Juni 2010 stattfinden wird. Bisher haben wir schon Herrn Dr. Stefan Nellshen (Finanzvorstand Bayer Pensionskasse VVaG) zu „Risiken und Risk-Management bei Pensionskassen“, Herrn Dr. Stefan Ziegler (Diakonie Michaelshoven e.V.) zu „Ethik in der Assekuranz“, Herrn Dr. Klaus Endres (Leiter Business Development und Akquisitionen EVP) zu “Run-Off-Management in der Assekuranz: Geschäftsmodell und Erfolgspotentiale“ sowie Herr Dr. Klaus Zehner (SV SparkassenVersicherung Holding AG) zu „Perspektiven in der Gebäudeversicherung“ als Referenten gewinnen können. Weitere renommierte Referenten zu unterschiedlichen Themen sind angefragt. Sehr gerne sind Sie – sofern Interesse besteht und Sie es zeitlich einrichten können – recht herzlich zu unserem Hauptseminar in das Institut eingeladen. Hierzu bitten wir Sie ggf. nur um eine kurze Rückmeldung für die organisatorische Planung.

Unser – bereits am Markt etablierter – berufsbegleitender Studiengang MBA-Insurance legt seinen Fokus auf das Versicherungsmanagement. Der Studiengang bietet eine wissenschaftlich fundierte und zugleich anwendungsorientierte Grundlage für das Management in Versicherungsunternehmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen (z.B. Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und IT-Unternehmen). Erfolgreichen Absolventen des Studiengangs wird von der Universität Leipzig der akademische Grad „Master of Business Administration“ (MBA) verliehen. Eine Akkreditierung durch die ZEvA ist gegeben und durch die Fibaa wird ebenso angestrebt.

Im Juli 2009 erfolgte der Abschluss der zweiten Durchführungsrunde im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe in der Bibliotheca Albertina in Leipzig. Die dritte Durchführungsrunde startete im Februar 2009 mit 16 Teilnehmern. Diese werden Ihr Studium im laufenden Jahr 2010 mit den Masterarbeiten abschließen. Die vierte Durchführungsrunde startet im September 2010. Weitere Informationen zum MBA-Insurance finden Sie bei Interesse unter https://www.ifvw.de/mba/.

Nachfolgend finden Sie noch einen kurzen Überblick über vergangene und künftige Veranstaltungen. Weitere Informationen dazu können Sie unserem Jahresbericht – der in Kürze über unsere Homepage abrufbar sein wird – oder direkt unserer Homepage unter http://www.ifvw.de/site/ entnehmen.


Konferenzen und Veranstaltungen im Jahr 2009

2. Alumni-Treffen am 18. März 2009 mit 55 Teilnehmern (u.a. mit den Referenten Steffen Guttenbacher Wüstenrot & Württembergische AG und Alexander Jeßnitzer – ConVista Consulting AG)

9. Vorlesungstag am 19. März 2009 in Leipzig mit 271 Teilnehmern (u.a. mit den Referenten Dr. Gerhard Rupprecht Vorsitzender des Vorstands Allianz Deutschland AG, Dr. Ludger Arnoldussen – Mitglied des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG sowie Dietmar Meister – Sprecher des Vorstands Generali Deutschland Holding AG)

Universitäts-Update am 20. März 2009

Produktkonferenz 2009


Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen des IfVW im Jahr 2010

IfVW-Konferenz: Aktuelle Herausforderungen im Versicherungsvertrieb am 01. und 02. Februar 2010 in Köln
3. Alumni-Treffen am 24. März 2010 – ausführliche Informationen dazu folgen demnächst.
10. Vorlesungstag am 25. März 2010
Universitäts-Update am 26.März 2010
IfVW-Konferenz: Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen


Termine und Inhalte nachfolgender Aktivitätenberichte

April

Rückblick zur Veranstaltung „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“
Rückblick zum „10. Vorlesungstag an der Universität Leipzig“
Rückblick zum dritten Alumni-Treffen
Ausblick zur Veranstaltung „Aktuelle Entwicklungen im Produktmanagement von Versicherungsunternehmen“

August

Informationen zu aktuellen Studienergebnissen des Instituts (Assistancemarkt in Deutschland, Geschäftsmodelle im AO-Vertrieb und Rechtsformen im AO-Vertrieb)
Informationen zur Erstauflage des Versicherungs-Lexikons

November

Rückblick auf das Jahr 2010 (Lehrveranstaltungen, MBA, sonstige Veranstaltungen etc.)
Ausblick auf 2011